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Mich beschäftigt momentan etwas ganz ganz extrem. Aber ich kann (noch) nicht darüber schreiben.

Ich kann nur abends das Gedankenkarussell nicht abstellen und deshalb nicht einschlafen.

Ich würde ja gerne über etwas Anderes schreiben, aber das geht auch nicht, weil mich nichts anderes beschäftigt.

Oder fast nichts. Was mich noch beschäftigt ist meine gesundheitliche Situation. Ich dachte erst, die OP hätte geholfen. Hat sie auch. Für 8 Tage. Ich dreh noch durch.

Schaffe ich es, einmal an keines der beiden Themen zu denken, ist das fast schon ein Wunder.

Ich will aktuell nicht handarbeiten, weil ich dabei meine Gedanken zu sehr wandern lassen kann.

Also mache ich einen Plan für den Umbau der Speisekammer. Ich weiß jetzt zwar nicht, ob mich das mental genug auslastet, aber man kanns ja mal versuchen.

Männer mit schlechtem Magen dürfen leider nicht weiterlesen.

 

So. Ich also seit WOCHEN Dauerblutungen. Dieses Zwischengeschmiergedöns bin ich ja gewohnt. Der alte Gyn sagte immer “wenns schlimmer wird müss ma doch mal weiter gucken”.

4 Wochen Dauerblutungen habe ich unter “wird schlimmer” eingeordnet.

Gyn angerufen. 3 Wochen Urlaub, und dann der nächste Termin im Oktober. Bis dahin bin ich verblutet. *DRAMAQUEEN*

Nächsten Gyn angerufen. Keine Termine für Nichtpatienten der Praxis. Weilhalt.

Mich dazu durchgerungen eine Gynäkologin anzurufen. Das war deshalb ein Überwinden, weil meine erste Gynäkologin ein (sorry, aber echt!) brutales Mistweib war. Die Männer waren da etwas vorsichtiger.

Ich konnte am selben Tag (!!!) nur 3 Std. später vorbeikommen.

Dann erstmal Anamnese, dann die erste Blutabnahme wegen Eisenwert.

Sie begrüßt mich mit den Worten “ich habe eine gute Nachricht für Sie, Sie leben noch” wieder.

Oh. Etwas tief.

Dann Untersuchung, Ultraschall.

Die entspannteste Gyn-Untersuchung die ich je hatte! Die ALLERERSTE die nicht ansatzweise weh getan hat! In der Praxis bleib ich. *sitzstreik*

Die Ärztin total sympathisch – sogar so dass ich keine Vorurteile gegenüber Gynäkologinnen mehr hab.

Sie wollte gucken “ob es irgendwann von selber zu Bluten aufhört” und stellt gleich fest: Nichtmehr dieses Jahr bei DER Schleimhaut.

Blick in mein Gesicht: “Lang könnense nicht mehr, das macht ja kein Mensch mit, Sie sind körperlich am Ende! Also, morgen Narkosevorbesprechung, übermorgen Ausschabung. Und jetzt nehmen wir noch gleich OP-Blut.”

Das war heute alles ambulant. 7 Uhr rein in die Klinik, Vollnarkose, 11 Uhr raus aus der Klinik.

Ich steh grad noch so n bisschen “unter Drogen”. Aber ich bin total geflasht, wie schnell das ging! Ich hatte ja wieder mit wochenlangem Rumgeeiere und kein-Termin-gekriege gerechnet, bzw. falls ne OP angesagt ist, diese in frühestens 2 Wochen…

Nope!

Ex und hopp! Die Frau ist straight. Die sagt ganz klar was Sache ist.

Ich hoffe, dass sie noch einige Jahre ihre Praxis behält und nicht in den Ruhestand geht.

Später werde ich dann die Bachelorette angucken. Das wird bestimmt ein besonderes Erlebnis – so unter Narkosemitteln *schweb*

Ich schmelze. Ich mag Wärme, aber Hitze mag ich nur im Urlaub. Und ich habe keinen Urlaub. Ich zerfließe im Büro, es hat dort je nachdem zwischen 30° und 38°. Ich hab gemessen. Wer soll sich da bitte noch konzentrieren?

Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich anziehen soll. So n Bikini ist ja jetzt nicht so optimal. Ich hab mich die ganze letzte Woche umgezogen in dem Moment wo wir nur noch Nacharbeit und keinen Kundenverkehr hatten.

Freitag Abend war ich mit der BF unterwegs, und ich war soooooo kurz davor mich einfach gegen 23 Uhr zur Abkühlung in den Stadtbrunnen zu legen. Aber sie hat mich nicht gelassen, gemeines Weib, das! Immer diese Spielverderber… Dafür hat sie mir ermutigend auf meinen Sonnenbrand gehauen, den ich seit Mittwoch habe *autsch*. Ich war nur 3 Std. schwimmen (wirklich schwimmen, nicht planschen) und hatte nen 30 LSF drauf. Hat wohl nicht gereicht. Aber der Sonnenbrand wurde da schon zum 2. Mal malträtiert.

Es war nämlich Stadtfest in der Altstadt, und wir haben da auch Gustav getroffen, einen meiner Kollegen aus einer anderen Abteilung. Gustav war schon – wie soll ich sagen – HACKENSTRUNZENVOLL. Ja. Das war er. Gustav hat sich so gefreut als er mich gesehen hat, weil ich eine superliebe Kollegin bin. Aus dem Grund hat er den Arm um meine Schultern gelegt (das hatte nichts damit zu tun, dass er kaum mehr stehen konnte….. naaaaiiiiin!) und hat er die Band auch gleich dazu aufgefordert mir was vorzuspielen. Weil ich die netteste und beste Kollegin von Welt bin. Und während er sich so an mir festhielt um nicht umzufallen liefen 3 Pärchen an uns vorbei.

Einer der Männer: Gustav! Wo ist Deine Frau!

Gustav: Da wo sie hingehört! Daheim! Weil ich bin heute mit Nadine unterwegs, schau! (klammert sich schwankend weiter an mir fest)

Männer: Da hast Du Recht!

Frauen: Gucken pikiert.

Mannmannmann. Die BF hat vor Schreck über Gustavs Begrüßung gleichmal ihren Döner zwischen Sandalen und Zehen geworfen (andere machen Gesichtsmasken mit Quark, sie macht Fußmasken mit Döner…).

Gustav meint das nicht ernst, er blödelt nur rum. Nur dumm dass die Frauen vermutlich Freundinnen seiner Frau waren. Was mir widerum egal ist, solange sie nicht weiß, dass ich es war. Gustav ist nett und lustig, sie ist eine furchtbare, arrogante und humorlose Zicke soweit ich das höre. Und sie labert mit wenn es um Beförderungen in unserem Haus geht. Wenn sie ihren Mann falsch einschätzt, dann werde ich das spüren. Yay.

Zum Abschied, als die BF und ich uns verdünnisiert haben, hat er mir noch auf ebenjenen Sonnenbrand geschlagen.

Die BF und ich hatten das Ziel, die Weinstände direkt miteinander zu vergleichen. Müssen ja nächstes Mal direkt wissen, wo wir anfangen müssen.

Und am letzten Weinstand seh ich das Croissant stehen. Verdammt. Ganz vergessen, dass der auch da auf dem Stadtfest unterwegs ist. Er meinte noch, er wolle an seinem Stammweinstand niemanden seiner Kollegen sehen… Egal. Warum soll ich mir das verbieten lassen? Abgesehen davon, dass der Wein dort am wenigsten geschmeckt hat (was ich aber davor nicht wusste). Da wir aber nicht kommuniziert haben konnte mir wenigstens nicht noch ne dritte Person auf den Sonnenbrand hauen. Später sind wir uns im Gewühl nochmal begegnet. Zeigt mir der doch nicht ernsthaft nen Stinkefinger? Herr Croissant ist es gewohnt, dass die Ladys bei ihm Schlange stehen und er sie dumm anredet und stehen lässt. Hab ich doch wohl nicht sein Ehrgefühl gekränkt, weil ich das nicht getan hab? Was solls. Der wird morgen erstmal bluten. So nicht.

Also, der wird morgen natürlich nur leiden, wenn ich diese Nacht nicht schmelze.

Wenn ich jetzt Urlaub hätte würde ich tagsüber schlafen und nachts etwas machen. Das wäre wenigstens auszuhalten…

Salzburg

Vorletztes Wochenende war ich mit der BF in Salzburg, wir haben den legendären Salzburger Schnürlregen besichtigt.

Am Samstag hat es nur gepisst. Dies bedeutet, wir sind von Laden zu Laden gelaufen – willens, Geld los zu werden, aber fast nix gefunden – ein T-Shirt wurde es.

An den traditionellen Kaffeehäusern sind wir vorbeigelaufen, die haben wir vor Regen gar nicht gesehen. Wir sind dann eher in so Bistro-Cafe´s gelandet. Hauptsache, in der heißen Schokolade mit Schlagobers war auch ordentlich Rum drin. Das war da nicht so tröpferlweise, sondern schon fast ein doppeltes Stamperl und das mitten am Nachmittag. Da hat sichs wenigstens rentiert, dass wir per Zug unterwegs waren.

Richtig hässliche Schuhe haben wir auch gesehen. Alptraumlike.

In Salzburg hat jedes Geschäft, jede Bäckerei, jede Metzgerei, jedes Miniteil einen Schirmständer. Das ist uns aber erst abends und nachts beim Weggehen in den Bars so richtig aufgefallen. Die haben nämlich auch Schirmständer. Sogar die etwas gammligen Boazn. Hätten wir das gleich zu Anfang realisiert hätte ich jeden einzelnen Schirmständer fotografiert und eine Salzburg-Foto-Collage “Impressionen aus dem Nachbarland” gemacht oder so. Ein Poster mit 150 Schirmständern. (Theorie: Eingesessene Salzburger erkennt man daran, dass sie immer mit Stockschirm unterwegs sind. Auch wenn die Sonne scheint.)

Am Sonntag war das Wetter etwas besser (man hat den Schirm nicht immer gebraucht), so dass wir auch die Kaffeehäuser gefunden haben.

Als alte Kaffeetanten war das für uns natürlich ein MUST VISIT. Darauf hatten wir uns weit am Meisten gefreut. Einspänner, Milchkaffee, Verlängerter. Etwas angespannt aufgrund des Wissens über Kaffeehauskellner sind wir also in das erste Kaffeehaus rein. Ich weiß, die in Wien sollen noch bissiger sein, aber auch Salzburg hat da so seinen Ruf.

Und – was soll ich sagen? Ich bin einfach interkulturell kompetent. Ich habe den Besuch überstanden, ohne dass der Kellner irgendwas zu bemängeln gehabt hätte. Und ja. Der war so wie die Vorurteile. Das hab ich miterlebt. Live und in Farbe. Allein schon einen Menschen dieses Schlages vorurteilsüblich ausflippen sehen war die ganze Reise wert. Bin froh, dass es nicht mich getroffen hat.

Gegen Nachmittag waren wir noch in einem anderen Kaffeehaus. Interkulturelle Kompetenz bewiesen sag ich da nur.

Jetzt will ich nach Wien. Die Variante für die Profis.

Ziemlich geil bei der Hinfahrt war ja auch, dass in dem Waggon wo die Schaffnerin die Ansage gemacht hat ein Junggesellenabschied mitfuhr. Die Burschen waren gut drauf. Der Bräutigam im Dirndl, die Bagage in der Lederhose, mit einigen Kästen Augustiner. Jedenfalls war da Party angesagt. So eine Party, dass man die Ansagen zum Thema “der nächste Halt ist” leider nicht mehr verstanden hat. Weil die Party durch die Lautsprecher kam. Irgendwann haben die nicht mehr gebrüllt gelallt. Irgendwann haben die gebrüllt lallend gesungen. Keiner von denen hat auch nur ansatzweise Potential für den DSDS-Recall.

Mein Vorschlag in unserem Waggon zum “Kontersingen” wurde von der BF und den vor uns sitzenden Österreicherinnen aufgenommen, aber die im Zug befindlichen asaitischen Touristen haben uns entsetzt angeschaut. Dabei empfanden wir das Hofbräuhaus der Spider Murphy Gang als passende Antwort. Textsicher ist im bajuwarischen Sprachraum da eh jeder und Melodie braucht man keine.

Dagegen war die Heimfahrt voll langweilig. Deshalb hat die gefühlt auch doppelt so lange gedauert.

Das Weggehen hat auch Spaß gemacht. Das bockt sich da einfach, weil die Österreicher nicht so maulfaul sind und sich eh recht wenig scheißen. Da kannst spontan mit jedem ratschen ohne dass Du blöd angeschaut wirst. Wir haben ne Mädelsclique kennen gelernt und noch ein paar andere lustige Gestalten. Mit einem bin ich fröhlich durch ne Bar getanzt (wer braucht schon Tanzfläche?) weil uns die Musik gefallen hat. Der Tänzer war n ziemlicher Spaßvogel, ich bin eh ne Rampensau – da kam ziemlicher Blödsinn bei raus. Ich bin mir sicher, die gerade-18-jährigen am Tisch neben uns waren irritiert.

Was mich aber echt genervt hat, war dass die ja in den Gaststätten rauchen dürfen. Ich bin das gar nicht mehr gewohnt, dass alles nach Rauch stinkt. Ich bin des Nächtens (und sooo viel Schlaf hatten wir nicht) mehrfach aufgewacht weil meine Haare nach Rauch gestunken haben. Dabei hatte ich sie geflochten damit sie mir nicht ins Gesicht fallen können. In Portugal wird zwar auch geraucht, aber irgendwie rauchen da weniger Leute weniger Zigaretten – da wars nicht so dass ich gar so nach Rauch gestunken hätte. Bisserl vielleicht. Aber nicht wie ein hundert Jahre alter Aschenbecher. Gottseidank hatte ich genug Klamotten dabei, so dass ich am Folgetag nicht das Problem hatte, dass ich die rauchige Strickjacke noch drüber ziehen musste.

Fazit: Salzburg jederzeit wieder, aber nur mit Regenschirm.

Ich bin kein sonderlich ungeduldiger Mensch, aber auch kein sonderlich geduldiger. Normal, würd ich sagen.

Vielleicht tendier ich so ein bisschen mehr zur Ungeduld, aber ich kann mich zusammenreißen.

Mit Leuten wie meiner Cousine (“ich fahr auf der Autobahn immer auf der mittleren Spur, da gelten die Verkehrsschilder rechts und links nicht, da kann ich fahren so schnell ich will”) haben ich und meine Nerven zwar ernsthafte Probleme, aber wer kann mir das verdenken???

Tini ist inzwischen mit ihrer Anlernphase bei mir fertig, und kaum hatte ich 2 Wochen Zeit den dadurch entstandenen Rückstau auch nur ansatzweise zu überblicken (zwischendurch noch Aushilfen Angie, Cissy und Rex nebenbei informiert und beaufsichtigt, die können jetzt auch schon ganz viel allein) habe ich wieder “nebenbei” 3 Leute zum Einlernen sitzen. Mein Vorschlag mein Büro in den Schulungsraum zu verlegen, damit man sich nicht ständig auf die Zehen tritt wurde von Chef elegant ignoriert.

Ich empfehle also festes Schuhwerk in meinem Büro. *Drehstuhldrüberroll – aua*

Marcin und Didi sind ungelernte Aushilfen, die nur einen kleinen Prozentbereich können sollen und deswegen brauchen die auch nicht mehrere Wochen Anlernzeit. Amelie ist gerade mit der Ausbildung fertig und soll “komplett” einsetzbar werden, so wie letztes Jahr Tina und vor wenigen Wochen Tini. Amelie wird super, die passt. Da mach ich mir keine Sorgen. Sie stellt sich definitiv besser an als Tini, eher so wie Tina.

Marcin braucht noch etwas länger für seine Sachen, macht sie aber so weit ganz ordentlich.

Und Didi kostet mich die allerletzten Nerven. Das ist der Beweis, dass ein Abitur nicht gleichbedeutend mit “Mensch denkt mit” ist. Sie ist so – waaaaaaaaaaah!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Didi ist sicher ein sehr netter Mensch. Sie ist zwar ziemlich unsicher im Auftreten, aber das bedeutet ja nicht, dass jemand gestellte Aufgaben nicht erledigen kann. Nur, in diesem Falle… Bedeutet es das.

Amelie musste das, was Didi macht, auch lernen. Wir hatten dafür exakt 5 Minuten Zeit. Tini hatte 10 Minuten damals (da mussten wir den Rechner neu starten), Tina hat sich das selbst beigebracht.

Ich saß fast 8 Stunden (!!!!!!!) neben Didi. Bei einer ungelernten Kraft habe ich mit ca. 40 Minuten gerechnet und lag damit bisher auch nicht falsch. Was sie machen muss ist Schema F. Und wirklich nicht schwer. Sie muss nur Anhänge an E-Mails hängen und verschicken. Bei der gefühlten 1000sten Erklärung, die sie, ebenso, wie die 999x davor, mitschrieb, habe ich mir Entspannungsmittelchen irgendwelcher Art gewünscht. Und ich nehme keine Drogen. Ich rauche nicht, ich trinke selten Alkohol, und die verbotenen Betäubungsmittel hab ich nie auch nur probiert (das reizt mich auch alles gar nicht). Ich nehme keine Medikamente (aufgrund meiner Darmerkrankung noch nicht mal die Pille), ich bin nicht spielsüchtig. Aber da hätte ich etwas zur Entspannung brauchen können, weil meine Geduld echt ziemlich am Ende war (was man mir laut Tina und Tini nicht angemerkt hat).

Trotzdem hab ich mich auch das 1000ste Mal und das 1001ste Mal und und und zusammengerissen. Dann hab ich sie irgendwann, als sie meinte, jetzt ginge es, alleine machen lassen.

Großer Fehler.

Ganz großer Fehler.

Den Teil der Datenbank den Didi verschicken sollte hat sie zwar nicht verschickt, aber leider gelöscht.

Ich werde morgen Stunden für die Rekonstruktion brauchen.

Amelie war völlig baff. Nach 3 Minuten hat sie mich gefragt, WIE man das schafft und was man da falsch machen kann. Und wie man auf die Idee kommt, das zu löschen statt zu versenden.

So ein langfristiges Problem, das wir einige Stunden beheben werden, muss ich der Chefin mitteilen. Wir haben Didi ja zur Entlastung zugeteilt bekommen, nicht, dass sie uns noch mehr Arbeit macht.

Eine noch einfachere Arbeit als das haben wir leider nicht. Keine Ahnung, was sie sonst machen soll.

Die Chefin klärt, ob man sie in eine andere Abteilung setzen kann.

Das tut mir Leid für Didi. Aber was hab ich für Alternativen? Eigentlich keine. Ich hab es mir abgewöhnt, immer für alle alles aufzufangen und abzuarbeiten und auszuputzen. Weil dann wird das MIR nämlich zu viel.

So Leid es mir für Didi persönlich und menschlich tut – wir brauchen jemand anderes, der uns tatsächlich eine Hilfe ist.

Wenn es übrigens nicht möglich sein sollte, mir mehr Geduld zu schenken, dann hätte ich gern so die ein oder andere Million Euro. Wenn das Haus dadurch abbezahlt ist und die Solar- und Photovoltaikanlage drauf und alles umgebaut und hergerichtet und so, dann könnte ich die Wochenarbeitszeit reduzieren auf eine Stundenzahl für die meine Geduld ausreichend ist ;) Nicht, dass man für die Abzahlerei und Umbauerei eine Million bräuchte. Aber schaden tät sie sicherlich auch nicht.

Bestanden!!!!

Ich habe meine Sportprüfung bestanden! Yiha!

Ich freu mich, ich freu mich, lalalalalaaaaaala

Wertschätzung

Eigentlich wollte ich jetzt um diese Uhrzeit noch schlafen. Mindestens noch 5 Minuten. Stattdessen bin ich jetzt schon 50 Minuten wach. Frechheit. Wenn ich nicht ausschlafen kann wegen warum-auch-immer werde ich natürlich nicht wach.

Heute hab ich Urlaub. Der letzte Urlaubstag des Jahres 2014 ist dann somit abgegolten. Und ich wollte zwar nicht den Tag verschlafen, aber von selber wach werden um 6:20 Uhr und nicht mehr schlafen können ist schon echt irgendwie doof. Ich bin kein Frühaufsteher! Außer heute, wie es scheint.

Nun, dann werde ich mal nach dem Bloggen bisserl Fernsehen und lernen.

Mal gucken, ob mir noch ein passender Titel für den Artikel einfällt. Weil bislang war das nicht der Fall.

Worüber wollte ich eigentlich schreiben?

Ach ja. Jetzt weiß ichs wieder.

Ich glaub ich bin plötzlich jemand der megabeliebt ist.

Ich mein, ich war nie unbeliebt sondern halt normales Mittelmaß. Nachdem ich Sturkopf auch gerne mal gegen den Strom geschwommen bin und in der Regel meine Meinung lautstark kundgetan hab vielleicht auch mal unter dem normalen Mittelmaß. Aber kennt ihr die Leute, mit denen jeder befreundet sein will und auf deren Bekanntschaft man stolz ist? Ich bin plötzlich eine von “denen” so wie es ausschaut.

Ich weiß gar nicht wie das passieren konnte. Ich bin doch eine alte Grantlerin, zickig, stur und ungeduldig! Wie immer!

Sowas ist echt komisch.

Ob in der Arbeit oder beim Sport, es betrifft beides.

Ich finde das total seltsam. Ich bin nicht anders als früher. Es sind andere Menschen um mich als früher, eventuell gibt das den Ausschlag. Meine Art kann nämlich schon sehr speziell sein. Und es gibt Menschen, die damit klar kommen, und welche, die das nicht tun.

Die Leute die jetzt um mich rum sind kommen damit klar. Vielleicht sind denen andere Sachen an ihren Mitmenschen wichtig?

In der Arbeit sind das z. B. die Kollegen und die Vorgesetzten. Und die Azubis. Resultat: Auf einmal gehöre ich zu den Leuten wo Facebook und Whatsapp ständig fiepen (stell Dir vor was mir grad im Wartezimmer passiert ist / hey was hältst Du von nem Shoppingurlaub in Barcelona / Du musst unbedingt heute Abend auf Sender X Sendung Y sehen, das gefällt Dir bestimmt / Ich will nicht dass Du morgen frei hast :( / Ich hab meine Prüfung zurückbekommen, die muss ich Dir zeigen / …). Ich muss aufpassen, dass ich kein Smartphonezombie werde.

Rita hat das ganz gut auf den Punkt gebracht. Bei unserem Arbeitgeber mit einer Mitarbeiterzahl im 4-stelligen Bereich gibt es wenige Mitarbeiter die alle kennen und mit denen es sich keiner verscheißen will. Als sie in der Ausbildung war, waren das x y und z. Als ich in der Ausbildung war, gehörte zu den Mitarbeitern die alle kennen und wo man als Azubi und auch später respektvoll aufschaut auch Rita. Nun gehöre ich wohl endgültig auch dazu. Rita und ich wissen beide nicht, wie das passieren konnte. Unsere Theorie geht in Richtung Kompetenz, Fleiß, sicheres Auftreten, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und soziales Verhalten. Und dem guten überleben in unserem sehr anspruchsvollen Arbeitsgebiet.

Im Sport – ja, “zu Hause” bin ich ohnehin schon immer sehr gut in die Gruppe integriert, obwohl als einzige Frau und eher jüngeres Gruppenmitglied es auch keinen gewundert hätte wenn nicht. Es gibt keinerlei Kompetenzgerangel oder sonst was. Hierarchisch stehe ich relativ weit oben, aufgrund der Graduierung, und auch das gibt keine Probleme. Das ist zu Hause aber einfach so gewachsen und passt. Daran hat sich auch nichts geändert.

Was sich geändert hat in den letzten 1,5 Jahren ist das Umgehen mit mir wenn ich nicht “zu Hause” in der Gruppe bin. (Also, was manche Cliquen angeht – mit anderen konnte ich schon immer gut.) Und seit dieser Vorführung vor ein paar Wochen sowieso nochmal.

Ich finde das sehr interessant. Warum ist das so?

Versteht mich nicht falsch, ich beklage mich nicht dass man mich mag (das wäre ja echt strange) und jammern tu ich auch nicht (das fände ich auch echt beknackt, es freut mich schließlich dass mich Menschen mögen). Es verwundert mich nur.

Vielleicht hat Rita Recht. Kompetenz, Fleiß, sicheres Auftreten, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und soziales Verhalten. Und wenn das in meiner Arbeitsumgebung und privaten Umgebung ausschlaggebend ist für die Wertschätzung der Menschen untereinander find ich das gut. Dann hab ich mir mein Umfeld gut ausgesucht.

Viel besser als der eine berufliche Zickenhaufen in dem nur der wertgeschätzt wurde der Kleidergröße 36 hatte und deren Mann die meiste Kohle heimgebracht hat. Da wurde es mir übel genommen, dass ich mir tatsächlich Fachwissen angeeignet habe und deswegen die interessanteren Aufgaben bekam. Das hatte ich mir wohl nicht so gut ausgesucht.

Ich hoffe, der Blogpost kommt jetzt nicht so “hach ich bin so toll und megabeliebt und voll selbstverliebt und arrogant und jetzt huldigt mir gefälligst” rüber. So ist das nicht gemeint.

Der Blog ist für mich oft Reflexion. Wenn ich was aufschreibe verstehe ich es oft besser. Und wenn ichs nicht besser verstehe (wie jetzt grad) erklärts mir schon wer der kommentiert. Ich hoffe, das passiert auch da. (Ja, das war jetzt durchaus eine Aufforderung *g* )

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