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Das wollte ich ja eigentlich gestern posten, aber mir kamen die Freundschaften dazwischen.

Ich habe jetzt eine Woche Urlaub. Am Freitag in der Früh dachte ich noch so puh, den Tag – den schaffst auch noch.

Der Freitag hat dann allerdings mich geschafft.

Wir wissen ja alle, es verirren sich genügend interessante Menschen (interessant ist ein tolles Wort – man kann es positiv und negativ verwenden!) in mein Büro.

Diesen Burner möchte ich euch nicht vorenthalten.

Bürotür öffnet sich, ein Mann tritt ein.

Nadine: Guten Morgen!

Er: guckt und rührt sich nicht.

Nadine: Nehmen Sie doch Platz!

Er: guckt und rührt sich nicht.

Ich bin n bisschen irritiert.

Nadine: Um was geht es denn?

Er: guckt und rührt sich nicht.

Vielleicht versteht er mich nicht?

Nadine (verwirrt): Hallo?

Er: guckt und rührt sich nicht.

Nadine: Verstehen Sich mich?

Er: guckt und rührt sich nicht.

Nadine: Verstehen Sie mich nicht?

Er: guckt und rührt sich nicht.

Nadine: Hallo?

Er: Nein.

Ah jetzt ja. Eine Insel… Aber was nein.

Nadine: Ah, ok. Sie verstehen mich nicht…

Er (brüllt): Wohl verstehen. Alles verstehen. Nein.

Nadine: Verstehen Sie mich oder verstehen Sie mich nicht?

Er (brüllt): Nein! Alles verstehen.

Nadine: Warum sagen Sie dann Nein?

Er: Nein.

Nadine: Na, egal. Also, Sie verstehen mich, dann…

Er: Nein.

Nadine: Verstehen Sie mich?

Er: Alles verstehen, Nein!

Nadine: Ah, ok.  Dann nehmen Sie doch Platz und sagen mir, um was es geht.

Er: Nein.

So weit waren wir doch schon mal?

Nadine: Was nein?

Er (tobend): Nein sitzen. Ich nicht sitzen. Ich 100x gesagt, Du nix hören.

Kein Problem. Dann sitzt er halt nicht. Vielleicht hat er ja Rücken? Mein Bauchgefühl sagt mir aber schon: Hey, das wird noch lustig. Wer von euch konnte das Nein zu der Frage zuordnen? Ich nämlich nicht. Wenn er aber tobend stehen bleibt und ich sitzend von unten nach oben gucken muss ist das körpersprachlich und ausstrahlungsmäßig ganz schlecht. Macht aber nix, zu viel sitzen ist eh nicht gesund. Kein Problem, steh ich halt auf.

Mag er nicht. Tobt weiter. Mir egal, ich sehe meinen Urlaub schon winken.

2 Minuten später: Er weigert sich, mir sein Anliegen zu verraten. Er steht einfach da und spricht nicht mehr.

Vermutlich weil ich auch stehe und mich nicht einschüchtern lasse.

Aufm Klo war ich erst, ich hab Zeit.

Wenn er nicht spricht und auf Ansprache nicht reagiert sprech ich halt auch nicht mehr.

Dass sich der nicht lächerlich vorkommt?

Ich sortiere schon mal (stehend) meine Unterlagen, damit die Kollegen in meinem Urlaub alles finden. Irgendwann wird er schon in Kontakt treten und mir sagen was er will oder sich verdünnisieren. Auf weitere NEINs hab ich keine Lust.

Oh, da fliegt ein Zettel auf meinen Tisch (fühle mich wie Wuffi dem ein Knochen hingeworfen wird). Er wird weich. Na Wahnsinn, nach 15 Minuten weiß ich jetzt immerhin wer vor mir steht und kann anhand dessen auch feststellen, dass der Mann gar nicht zu mir gehört. Für erhöhte Schwierigkeitsgrade haben wir nämlich eine Kollegin. Die kriegt mehr Gehalt. Bei ihr gehört sowas zur Stellenbeschreibung.

Ich sehe Licht am Horizont und will ihn zur besagten Kollegin schicken. Da will er aber nicht hin (warum auch immer). Hm. Ich will auch nicht, dass er hier steht, meinen Arbeitsablauf blockiert und nur Nein sagt. Ich fürchte aber, dass wir da beide recht wenig Wahl haben. Nachdem er sich standhaft weigert zu besagter Kollegin zu gehen und mit ihr zu sprechen bin ich irgendwann so genervt, dass ich zu ihr gehe. Allerdings werde ich den Teufel tun und diesen Menschen derweil allein mit sämtlichen Unterlagen und Dokumenten (Datenschutz!) und Tresorzugang alleine in meinem Büro lassen. Es dauert ernsthaft weitere 5 Minuten bis ich dazu gebracht habe, mein Büro zu verlassen. Weil er das nicht einsieht. Erst als ich damit drohe, dass ich dann überhaupt nicht mit der zuständigen Kollegin spreche fügt er sich.

Ich bitte ihn, draußen zu warten.

Kann ja nicht lange dauern.

Ich schlage bei der Kollegin auf.

Sie rollt die Augen, als sie sieht, um welchen Vorgang es sich handelt. Womit sie das verdient hat? Weiß ich nicht. Ich weiß ja auch nicht, womit ich das verdient habe.

Sie: Spricht er mit Ihnen?

Nadine: Er sagt nur Nein und ab und zu brüllt er.

Sie: Ja, das ist ja schonmal was, dann hat er etwas Respekt vor Ihnen.

Aha…?

Sie: Weil eigentlich spricht er nicht mit Frauen. Frauen sind Menschen zweiter Klasse und unter seiner Würde. Mit mir spricht er auch nicht.

Na fantastisch.

Sie: Er braucht das xyz – bitte geben Sie ihm das.

Ok, 2 Minuten später mach ich mich also vollumfänglich informiert auf den Rückweg. Drucke xyz (nochmal ne Minute) und will ihn wieder in mein Büro bitten.

Er ist weg. Weg! Und ich bin wieder allein allein… Ne, nicht wirklich.

Na, vielleicht musste er nur mal wohin.

Ein paar Minuten später ist er immer noch nicht da. Ich habe 2x die komplette Etage durchsucht. Und ehrlich gesagt auch keinen Bock mehr auf dieses Kasperltheater. Hab ja sonst nix zu tun – aaaaber wir sind ja kundenfreundlich. Es ist noch nicht mal 8:30 Uhr.

Auf dem Flur tanzt der Bär. Mit Menschen, die tatsächlich mit mir sprechen. Und die tatsächlich zu mir gehören.

Ich bringe das frisch gedruckte xyz zur Kollegin. Wenn er wieder kommt muss er halt doch dahin.

Neue (liebe) Menschen in meinem Büro. Als die schon 25 Minuten bei mir waren reißt (!!!) er die Tür auf und steht auf der Türschwelle. Und tobt, weil ich jetzt andere Leute bearbeite. Ich bin respektlos, weil ich nicht auf ihn gewartet habe.

Ich sehe das etwas anders, aber es ist mir zu blöd.

Informiere, dass er jetzt Pech gehabt hat, ich diese Leute jetzt bearbeite und er sich sein xyz bei der Kollegin holen kann.

Er brüllt. Mein aktueller Kunde guckt ihn böse an.

Mir platzt langsam so n bisschen die Hutschnur. Ich stehe auf, sage nur dass er jetzt bei mir nicht mehr dran ist, dann den Namen meiner Kollegin, als er widersprechen will sage ich “Nein” und schließe nachdrücklich die Tür vor der Nase.

Da ist er gleich mal still vor Schreck. Ein Mensch zweiter Klasse behandelt ihn so. Isser nicht gewohnt. Mir hat das unglaublich gut getan.

Die aktuelle Kundschaft applaudiert. “So ein Verhalten müssen Sie sich nicht gefallen lassen.”

Ich informiere Kollegin telefonisch “Er ist wieder aufgetaucht und kommt gleich”.

Da sollte ich mich täuschen.

Er steht auf dem Flur und guckt die Wand an.

Dort steht er die nächsten 2 1/2 Stunden.

Die Kollegin spricht ihn in der Zeit 3-4x an er möge doch mitkommen, dass sie ihm xyz geben kann und er den Empfang quittieren kann. Er tut so, als würde er sie nicht hören.

Die wartenden Menschen sagen “Entschuldigung, wir glauben, der Mann ist taub.”

Nein. Ist er nicht. Er will nur nicht.

Mensch zweiter Klasse und so.

Leute machen sich Sorgen, dass man eventuell einen Notarzt bräuchte. Schockstarre. Rücken verrissen und kann sich nicht mehr bewegen. Irgendwie sowas muss der arme Mann doch haben?

Nein. Er will nur nicht.

Mensch zweiter Klasse.

Dem Croissant wird das irgendwann zu blöd.

Er ist ein Mann, jünger, muskulöser, größer als der Er. Das Croissant strahlt tatsächlich Autorität aus.

Das Croissant braucht ihn nur einmal ansprechen und Er folgt brav auf dem Fuße.

Er spricht in ganzen Sätzen. Sagt guten Morgen, nimmt Platz, quittiert, nimmt xyz. Schließlich hat er jetzt Kontakt mit einem Menschen erster Klasse.

Und Er möchte sich über Frau Welt beschweren. Weil diese Frau ihn respektlos behandelt hat. Nimmt einfach andere Leute dran. Wirft ihn aus dem Büro. Sagt einfach “Nein”. Steht beim Sprechen auch noch auf, so dass sie auf Augenhöhe (ok… n bisschen größer) ist.

Das Croissant… nun…. wie soll ich sagen… empfiehlt ihm, sein eigenes Verhalten zu rekapitulieren und erklärt, jederzeit hinter Frau Welt zu stehen.

Ich bin froh, dass das Croissant den werten Herrn deutlichst in seine Schranken gewiesen hat.

Andererseits denke ich mir, er hätte ihn nicht reinrufen sollen, ich hätte es liebend gern ausgesessen. So hat er sich ja quasi mit seiner Männerbehandlung durchgesetzt und bekommen, was er wollte. Und wenn er bis Büroschluss nicht im Büro von der Kollegin aufgetaucht wäre und bis zur Schließung des Hauses immer noch dort gestanden wäre – meinetwegen hätten sie ihn eingeschlossen. So ein Wochenende in einem leeren Bürogebäude. Da kann man sicher gut nachdenken.

Und wenn nicht, dann würde er jetzt noch dort stehen.

Hätte ich persönlich jetzt auch kein Problem damit.

Bin ich kaltherzig?

P.S.: Ich will meinen Luca Toni (danke für die Namensfindung ^^) wieder! Kann man den nicht vervielfachen?

Freundschaften

@Hijack hat über Freundschaften geschrieben. Ich hätte gern kommentiert. Ging nicht, kein Feld für Kommentar. Nun, dann zumindest reblogged? Ging auch nicht.

Aber das Thema, das sie angestoßen hat, interessiert mich. Neue Freundschaften zu schließen, echte Freundschaften, nicht nur Zweckgemeinschaften.

In ihrem Falle möchte sie wohl keine Leute aus den letzten 15 Jahren mehr als Freunde bezeichnen, wegen Enttäuschungen. Wenn ich ihren Text richtig verstanden hab.

Mich hat das nachdenklich gemacht.

Wen bezeichne ich als Freund? Wie lange kenne ich diese?

Grundsätzlich unterscheide ich in: gute Freunde, Freunde, gute Bekannte, Bekannte.

Gute Freunde hab ich nicht viele. Weniger, als ich dachte.

Da wäre zum Einen die BF. Wir kennen uns seit dem Kindergarten, waren wohl so 5 Jahre alt. Also seit 26 Jahren. Allerdings hatten wir uns zwischendurch einige Jahre nicht gesehen und uns erst mit 18 zufällig wiedergetroffen.

In der Schulzeit war Biggi noch eine sehr gute Freundin. Als ich nach der 10. Klasse allerdings eine Ausbildung begann und sie weiter zur Schule ging hatten wir so unterschiedliche Themen, die uns interessierten, dass die Freundschaft eingeschlafen ist. Sie bestand primär aus zusammen Handarbeiten und bisschen tratschen, bisschen Liebeskummer teilen. So viel wie der folgenden Person hab ich ihr nie anvertraut.

Dann gibt es Mary. Wir kennen uns, seit ich in der 4. Klasse und sie in der 3. Klasse war. 21 Jahre. Bis vor wenigen Jahren hätte ich gesagt, dass SIE meine beste Freundin ist. Ich konnte mit ihr über weit mehr Themen sprechen als mit der BF. Sogar mehr als ich mit der BF heute besprechen kann. Das Problem: Ihr Lebensgefährte. Er ist so n Typ, der sie für sich alleine haben will. Sie hat sich schon oft drüber beklagt, dass sie -außer mir- überhaupt keine Freundinnen mehr hat. Er hat es geschafft, so peu a peu den Kontakt zu ihren Freundinnen zu untergraben. Während er bei ihren anderen Freundinnen inzwischen seit Jahren abgebrochen ist, ist er mit mir sehr eingeschränkt. Sämtliche Sozialkontakte laufen über ihn. Seine Freunde, seine Clique. Pärchenabende mit den Freundinnen seiner Freunde. Ich bin kein guter Kontakt, übe schlechten Einfluss aus. (Oh, er hat mich genau einmal gesehen. Bei meiner Hochzeit.) Ich mache mir Sorgen. Sie ist nicht glücklich in dieser Beziehung, aber sie kommt auch irgendwie nicht raus. Seit Whatsapp haben wir wieder mehr Kontakt, das kriegt er nicht so mit, wie Treffen oder Telefonate. Irgendwie ist es komisch. Kaum jemand in meinem Bekanntenkreis kennt sie, aber ich möchte sie trotzdem noch als gute Freundin bezeichnen. Soll ich das noch? Ist sie das noch? In 80% der Fälle geht der Kontakt von mir aus. Vielleicht sollte ich aufgeben? Aber… ich weiß dass sie unglücklich ist – will ich ihr wirklich das Gefühl geben, komplett alleine zu sein, für den Fall, dass sie doch mal den Arsch in der Hose hat Nägel mit Köpfen zu machen?

Alexa: Wir haben die Ausbildung zusammen überlebt und Monate im Internat ein Zimmer geteilt. Danach vertraut man sich oder man hasst sich. Bei uns ist es das Erstere. Ich kann mit ihr über fast soviel sprechen wie mit der BF.

Bini: Da kommen wir zu “ich dachte, wir wären gute Freunde, sind aber wohl doch nur gute Bekannte”. Bini war eine Kollegin von mir. Jahrelang (seit über 10 Jahren) haben wir fast jede Mittagspause zusammen verbracht, auch als wir nicht mehr zusammengearbeitet haben. Wir haben uns auch privat viel getroffen, shoppen, Konzerte besucht, Sylvester zusammen verbracht, miteinander Geburtstag gefeiert (sie feiert z. B. immer im kleinen Kreis, das heißt maximal 8 Personen, sprich 3 Freundinnen mit Partner und 2 Single-Freundinnen), über alles Mögliche geredet, uns einiges -auch Probleme und Sorgen- anvertraut. Klar, nicht so viel wie BF, Mary, Alexa, aber doch viel. Seit ich aber vor ca. 18 Monaten einmal keine Zeit hatte, mit ihr ein Konzert zu besuchen – was wohlgemerkt bereits bei ihrer ersten Anfrage klar war, weil ich an diesem Tag bereits etwas vor hatte – ist das anders. Ich habe ihr eine meiner Kolleginnen empfohlen, von der ich wusste, dass sie auch zu diesem Konzert gehen wollte, aber nicht alleine gehen wollte. Die beiden kannten sich nur vom Sehen, sind zusammen gefahren. Die Kollegin hat Connections in die Musikbranche und VIP-Tickets besorgt. Und seitdem bin ich “unter ferner liefen”. Anscheinend kann Bini nur eine bestimmte Anzahl von Menschen im Freundeskreis haben. Und jemand mit Kontakt in die amerikanische Musikbranche, der an geniale Tickets rankommt, ist cooler als ich. Wir haben schon noch Kontakt. Aber bei Weitem nicht mehr so viel. Aktuell würde ich sie als an der Grenze von Freundin (NICHT Guter Freundin) zu Guter Bekannten einstufen.

Erika. Erika kenne ich erst seit 6 Jahren. Auch über den Job. Seit ca. 4 Jahren würde ich sie als gute Freundin bezeichnen. Ich kann über einiges mit ihr sprechen. Als sie sich vor 2-3 Jahren von ihrem Mann getrennt hatte, hab ich ihr geholfen den Umzug zu organisieren. Wir haben nächtelang telefoniert. Ich war die erste Person, der sie ihre neue Wohnung gezeigt hat. Trotzdem hab ich momentan ein komisches Bauchgefühl, was sie angeht. Ich kann nicht beschreiben, was es ist, es kann auch sein, dass ich mich täusche. Aber entweder ist sie in den letzten Monaten echt gröber gestresst (was bedeutet, dass ich mir enorme Sorgen um ihre Gesundheit mache), oder sie braucht mich jetzt nicht mehr, nachdem sie sich jetzt eingelebt hat im neuen Wohngebiet und dort Anschluss gefunden hat. Den einen Tag denk ich so, den nächsten Tag denk ich anders. Sie hat im Sommer einen recht auslaugenden Nebenjob angenommen, weil sie nach der Trennung finanziell sehr sehr knapp dran war und aber einige Investitionen anstehen. Der Nebenjob wird vermutlich irgendwann in den nächsten Monaten weniger Zeit beanspruchen. Dann sehn wir ja. Ich hab einfach wohl irgendwie Angst vor dem Bini-Effekt. Dass ich immer für jemanden da war, der mich mitten in der Nacht heulend anrufen konnte, und dann BÄM in den Müll mit Nadine. Coolere Freunde gefunden. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Erika Bini 2.0 wird.

Dann – noch jemand bei dem ich mich getäuscht habe. Mark. Mark und ich kennen uns seit meiner Geburt. Er ist 4 Wochen älter als ich. Wir sind aufgewachsen wie Geschwister, in einer Straße, 3 Häuser weiter. Unsere Eltern sind befreundet. 2 Menschen auf dem Planeten merken wenn ich lüge. Mama und Mark. Wir haben uns als Kinder geprügelt, gestritten, geärgert… So wie Geschwister halt. So mit 13 Jahren haben wir uns nicht mehr geprügelt, sondern haben freiwillig Zeit zusammen verbracht. Wir hatten denselben Freundeskreis. Wir wurden beste Freunde. Zu der Zeit waren Mary und er meine besten Freunde. Wir gingen zusammen durch dick und dünn. Wir verstanden uns schweigend. Wortlos. Quasi per Gedankenübertragung. Wir waren die Horrorgegner bei TABU. Die komplette Pubertät haben wir Seite an Seite verbracht. Ich habe die Mädels, denen er Interesse entgegenbrachte, auf Herz und Nieren überprüft, und er hat mich vor dem ein oder anderen Aufreißer beschützt. Man lässt seinen Bruder nicht sehenden Auges in die Fänge irgendwelcher hinterfotzigen betrügerischen Tussen laufen, und man lässt auch seine Schwester nur zu Typen, die es vermutlich ernst meinen. Diese wurden so geprüft, wie das nur große Brüder können. Furchteinflößend. Wir haben uns durch Liebeskummer (beide), gebrochene Beine (er), gerissene Sehnen (beide), furchtbar gekochte Spaghetti (beide), Notaufnahmenaufenthalte (ich), Ärger aller Art und bei Elterndiskussionen unterstützt. Ich habe ihm erklärt, wie er seine Augenbrauen zupfen muss weil er ein Mr. Monobraue war. Ich bin fest davon überzeugt dass ich eine knapp 15jährige Teenie-Mom geworden wäre, hätte er an dem einen bestimmten Tag nicht auf mich aufgepasst. Den Führerschein hatte er natürlich ein paar Wochen vor mir. Bei meinem 18. Geburtstag fungierte er deshalb als Chauffeur. Bei dem Spiel, das ich überstehen musste um mein Geschenk zu erhalten, hat er dafür gesorgt, dass meine Mutter eine meiner Hosen für mich einpackte, weil das Spiel mit Rock zu tiefe Einblicke gewährt hätte. Als ich mit 19 Tim kennenlernte meine Mark: “Ich glaub, der ist ok. N bisschen ruhig vielleicht. Und wenn er Dir weh tut kastrier ich ihn.” An meinem 21. Geburtstag hat er eine CD mit schlechten Witzen unter meine Musikplaylist gemixt. Weil mir sonst zu langweilig ist. Ich habe ihm erklärt, dass er mit seinen schlechten Anmachsprüchen garantiert nie irgendwo landen wird. Zwischendurch wollten wir uns immer wieder mal umbringen. Zum Beispiel als er die Bergwanderung ausgesucht hat und irgendwas von 3 Stunden Aufstieg erzählt hat. Im Endeffekt waren es 9 Stunden. Mit 24 hab ich versucht die CD-Anlage für einen Auftritt meiner Tanzschülerinnen einzustellen. Sie ging nicht. Mark kam und hat eine Stromschlag bekommen. Ich hab ihn angeschrieen, die Tanzschülerinnen auch. Wenn er mitten in der Nacht Hilfe brauchte bei einer Date-Organisation, oder jemanden, der ihn irgendwo abholte (Notaufnahme wegen Beinbruch…) rief er mich an. Als wir 23 waren hat er seine Freundin kennen gelernt. Sie wollte uns alle nicht kennen lernen. Insbesondere mich nicht. Weil Männer und Frauen nicht befreundet sein können. Ob sie eng befreundet sein können weiß ich nicht. Lose befreundet auf alle Fälle. Mark und ich sind aber nicht nur befreundet. Wir sind Geschwister ohne Blutsverwandtschaft. Dachte ich. Vor 3-4 Jahren (als wir also 28 Jahre alt waren) hat Mark den (dann schon vergleichsweise sehr losen aber trotzdem vertrauten – es ist nicht die Quantität sondern die Qualität!) Kontakt zu mir eingestellt. Zu den Männern der Clique nicht. Mit denen konnte sie sich zwischenzeitlich anfreunden. Ich bin verletzt. Er hat zwischenzeitlich geheiratet. Dafür musste er abnehmen, weil sie ihn sonst nicht geheiratet hätte. Sie will schließlich schöne Fotos. Auf meine Glückwunschkarte haben die Beiden nicht reagiert. Das sieht ihm nicht ähnlich. Ich schätze, dass seine Frau für die Post zuständig ist. Ich weiß auch, dass er inzwischen Vater einer Tochter ist. Hoffentlich kommt das Kind nach ihm und nicht nach ihr. Und hoffentlich weiß er, dass er sich trotzdem jederzeit bei mir melden kann. Wenn er jemals zur Vernunft kommt. Mal ganz ehrlich… Die Frau ist doch irre? Und das ist die einzige seiner Freundinnen, die nie durch meinen TÜV musste. Weil er so verliebt war, dass ausfragen verboten war. Und was hat er jetzt davon? So einen Hausdrachen, der ihm seine sozialen Kontakte vorschreibt. Seine Eltern sehen das Enkelkind auch kaum. Die sind nämlich auch nicht das, was sie sich so vorstellt.

Soweit also zu den Leuten, die ich bisher für gute Freunde hielt.

Für Freunde (also, ohne “gute”)… Ja, Freunde sind mehr als gute Bekannte, das Vertrauensverhältnis ist ein Anderes. Aber sie sind weniger als gute Freunde. Also, diese mitten-in-der-Nacht-aufgelöst-anrufen-können-Option entfällt, außer es handelt sich um einen echten Notfall.

Für einen Freund hielt ich bisher den Bro. Seit Kopenhagen nicht mehr. Ihr wisst ja… Und wer es nicht weiß, kann es nachlesen. Im Januar 2013.

Für eine Freundin hielt ich zwischen 16 und 18 auch Katha. Sie war gerade auf dem Weg zur guten Freundin, als ich durch Zufall heraus bekam, dass sie mich nur ausgenutzt hat.

Auch Micha hielt ich mal für eine Freundin. So zwischen 14 und 17. Allerdings wollte sie irgendwann meine beste und einzige Freundin und einziger Sozialkontakt sein. Und das auch nur, wenn ich machte was sie tat. Darauf hatte ich keinen Bock.

Carlos hingegen ist ein Freund. Ich glaube, der Einzige, der momentan in dieser Klassifizierung läuft.

Nein, nicht ganz. Meine 4 ältesten Schülerinnen würde ich auch als Freundinnen bezeichnen. Nein, eher als Familie. Schließlich ist für sie ganz klar, wenn ich Kinder krieg werden sie Tante. Oder auch große Schwester. Das ist noch nicht raus. Aber auf alle Fälle die, die verwöhnen und verziehen. Es spricht auch eher für Familie, weil die Mädels mich natürlich jederzeit mitten in der Nacht anrufen können. Ich sie aber nur in einem echten Notfall mitten in der Nacht anrufen würde.

Kirsten möchte ich auch nach wie vor als Freundin bezeichnen. Aufgrund unterschiedlicher Wohnorte und Tagesrhythmen hören wir nicht mehr so viel voneinander. Aber das Vertrauensverhältnis ist da.

 

Was Freunde angeht versage ich wohl ziemlich.

Dafür bin ich gut bei Bekanntschaften. Gute Bekannte hab ich… weiß nicht, bestimmt gut 40 Leute. Leute, mit denen man Spieleabende machen könnte wenn man den wollte (ich spiele nicht gern), sich zum Raclette machen trifft, ins Kino geht, oder auch mal feiern geht. Auch die Leute, mit denen ich schon sehr sehr lange trainiere würde ich dazu zählen. Sind vielleicht 2 oder 3. Auch ein paar Kollegen bzw. Kolleginnen. Und dann noch die weiteren Bekannten. Die keine guten Bekannten sind. Davon gibt es massig. Ich kenne immer jemanden und lerne leicht weitere Leute kennen. Aber die “Beförderung” von Bekanntschaft zu Freund… die ist schwierig. Gebranntes Kind usw. Ich bin total offen, bis zu einer gewissen Grenze. Da halte ich mich zurück. Und da kommt auch so leicht keiner mehr durch. Ich glaube, ich bin vorsichtiger geworden.

Das ist jetzt ziemlich ausführlich geworden, deutlich ausführlicher als jeder Kommentar den ich @hijack hinterlassen hätte. Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass mich auch Leute, die ich weit länger als 15 Jahre als gute Freunde an meiner Seite hatte enttäuscht haben, und Leute, die kürzer in meinem Leben sind, das (noch?) nicht gemacht haben. Wo ich aber auch das Gefühl habe, dass es keine Zweckgemeinschaft ist.

Ich kann aber durchaus das Gefühl nachvollziehen, dass einem manche Online-Kontakte mehr geben, als Leute, mit denen man sich regelmäßig trifft und austauscht. Ich glaube, das hat einerseits damit zu tun, dass wir hier, online, anonym sind. Die online-Kontakte sind nicht im echten Leben in unseren Sozialkontakten verwoben. Wir können offener sein. Man muss sich nicht überlegen, was welche Auswirkungen haben könnte. Dadurch sind die Antworten auch ehrlicher. Und man trifft so automatisch auf Leute, die ähnlich ticken. (Wieso auch sollte man sich mit jemandem stressen, den man doof findet? Im Gegensatz zum echten Leben, wo das evtl. die Freundin des Stammtischbruders des Mannes ist wo man sich ja damit abgeben muss…) Also die, mit denen man sich vermutlich auch im echten Leben verstehen würde. Und das ist das andererseits. Unsere Sozialkontakte im echten Leben werden z. B. durch den Wohnort mitbestimmt und miteingeschränkt. Online ist das nicht der Fall. Wenn da jemand genau so tickt, ist es egal, ob er oder sie 1000 Kilometer entfernt sitzt oder im Nachbarhaus. Gehen wir einmal davon aus, dass 0,5 % aller Menschen in unserer Wohnregion das Potential haben, gute Freunde zu werden. Und dass 0,5% aller Menschen online das Selbe Potential haben. Die natürliche Zahl bei zweiterem ist logischerweise weitaus höher. Ihr wisst, was ich meine? Außer natürlich ihr wohnt irgendwo, wo mehr Menschen wohnen, als online unterwegs sind…

Freundschaften sind kompliziert. Und ich bin gespannt, was sich da noch alles so verändern wird. Werde ich irgendwann nur noch Bekanntschaften und keine Freundschaften mehr zulassen? Oder wird meine Menschenkenntnis besser?

Serienjunkie

Habe ich schon mal erzählt, dass ich ein Serienjunkie bin? Abgesehen von meiner Vorliebe für GNTM und das Dschungelcamp gibt es so einige Serien die ich verfolg(t)e.

Ich liste die hier mal auf:

Charmed – läuft ja nicht mehr, aber meine DVDs schon.

Nip/Tuck – läuft ja auch nicht mehr, aber meine DVDs schon ab und zu.

Glee – ist langweilig seit Puck nicht mehr wirklich dabei ist. Ich mag Puck.

HIMYM – unbefriedigendes Ende. Schon wieder Robin? Echt jetzt?

TBBT – ich LIEBE die Nerds

NCIS – Abby, Gibbs, Tony,… es läuft inzwischen die weißichnichtwievielte Staffel, aber es ist immer noch toll. Und (ich weiß, jetzt zieh ich mir nen Schiefer ein) seit Ziva weg ist, gefällt es mir wieder viel besser. Ich mochte Cate lieber, und ich mag Ellie lieber. (JAG hab ich übrigens auch daheim *hust*)

NCIS.LA – gefällt mir momentan noch besser als die Originalserie. Ich mag die Charaktere sehr gern.

Hawaii 5:0 – muss ich auch regelmäßig verfolgen

Auf NCIS:New Orleans freu ich mich schon sehr. Ging ja Sonntag los. Ich glaube, dass ich auch diese Charaktere liebgewinnen werde. Und, falls es euch nicht aufgefallen ist, die Agentin ist die dieselbe Schauspielerin die Harmon Rabb damals “gerettet” hat und als Sekretärin im JAG untergebracht hat. Das könnte ja evtl. auch mal eine witzige Sequenz geben, sollte Rabb jemals in einem Nebenplot auftauchen. Ich darf doch träumen?

Detective Laura Diamond – im Moment verfolge ich es noch. Ob es mich langfristig fesseln kann weiß ich noch nicht. Bin auf alle Fälle ein Fan der Nanny.

Meine absolute Neuentdeckung ist Stalker. Nur ist das so gruselig und beängstigend, dass ich es keinesfalls anschauen kann während es läuft. Ich bevorzuge den Samstag vormittag oder Mittag. Da ist es hell draußen. Ja, ich bin ein Feigling.

Im Gegensatz zur restlichen Menschheit kann ich mit Game of Thrones nix anfangen. Tim guckt das. So lange Jason Momoa noch mitgespielt hat, hab ich ab und an mal über seine Schulter gelinst. Aber mir sind das zu viele Personen und Handlungsstränge und Verwicklungen. Dafür hab ich nach Dienstschluss und am WE einfach keine Kraft mehr. Da wirds dann einfach eher Trash-TV.

Karma, altes Haus!

Viel kann das Karma ja nicht für mich tun. Aber manchmal… Manchmal ist es doch schön, dass ich im Gegensatz zu @hijacks Überlegungen noch nicht Amok gelaufen bin.

So auch heute.

Es war voll wenig los bei uns, das kennen wir gar nicht. Theorie meiner Kollegin: Vielleicht haben wir ne Bombendrohung und das nur noch nicht mitgekriegt…?

Woran auch immer es lag, schaden tut das auch mal nix, dann kommt man vielleicht zu dem Papierkram der seit mehreren Wochen bzw. Monaten vor sich hinstaubt. *hatschi*

Ab und an ist dann doch mal ein Kunde reingeschneit (das war für uns der Beweis dass das Gebäude noch nicht abgesperrt ist, also, alles ok!).

Und ich hatte mit einem meiner Kunden ein dermaßenes Glück.

Während Tina die gruselige Gestankbombe erwischt hat, habe ich einfach mal eine richtige Sahneschnitte erwischt. Ich sehe viele Menschen. Ich sehe auch einige gut aussehende Menschen. Und ich realisiere das schon gar nicht mehr, ob ein Mensch gut aussieht. Was auffällt sind abgrundtief häßliche Menschen die mit 35 aussehen als wären sie 70, nur noch wenige (dafür dunkelgelbe) Zähne haben und riechen wie ein Käsebrot von vor den letzten Sommerferien, das in der Tupperbox vor sich hingeschwitzt hat. (So schlimm war Tinas Mensch allerdings nicht.) Und so wie mir nur noch die absoluten Ausreißer nach unten auffallen, so fallen mir auch nur noch die absoluten Ausreißer nach oben auf. Das fällt dann auf und gut ist.

Aber dass jemand mein Büro betritt und ich so geflasht bin dass ich meine Stimme suchen muss (und mein Unterkiefer, das irgendwo auf dem Boden gelandet sein muss) passiert eher selten. Alle Jubeljahre.

Heute war es so weit.

Die Tür öffnet sich und ein Mann betritt mein Büro. Gut gebaute 29jährige 1,95m mit einem hammermäßigen Gesicht. Und dunklen Haaren. Aus Südamerika.

Aber ich bin ja Profi.

Deshalb bitte ich ihn auch, sich zu setzen und frage nach dem Anliegen. Hm, er weiß was er braucht, hat aber den Antrag nicht ausgefüllt dabei sondern leer. Das geht eigentlich gar nicht, weil normalerweise keine Zeit da ist, zuzugucken wie jemand 20-30 Minuten einen Bogen vollkritzelt, in der Zeit kann man wen anders bedienen. Aber: Es ist nichts los! Tschakka! Und er stinkt auch nicht! Na, dann hab ich doch meinen guten Tag und lass ihn den Antrag hier ausfüllen. Ich kann derweil ja weiter Papierzeugs von Februar bearbeiten.

Natürlich kann ich das Papierzeugs erst bearbeiten nachdem ich Tina per E-Mail eben mitgeteilt hab dass der Liebe Gott mich erhört hat und mir ein männliches Model geschickt hat. Oh, und dem Croissant sollte ich das auch mitteilen. Weil der ja davon ausgeht, dass (Achtung, das ist sicher der Spruch des Monats: “Jeder Kerl der besser ausschaut wie ich, des sag ich Dir gleich, der nimmt Steroide, weil sonst geht das gar nicht!”) er der Best Man ever ist. Also hab ich (die ich das davor schon belächelt hat) ihm geschrieben: Der Beweis, dass Mann auch ohne Steroide deutlich besser aussehen kann sitzt in meinem Büro.

Tina muss für ihren Müffelmensch Unterlagen aus meinem Nachbarbüro holen und steht mit 2 hochgereckten Daumen breit grinsend hinter meiner Sahneschnitte.

Ich schwebe. Der Azubi will wissen, worüber Tina und ich uns so ohne Worte verständigen und sieht mich seelig grinsend vor Mr. Model sitzen. Der Azubi ist ein Jahr älter wie ich und nicht dumm. Er verpisst sich lachend ins Nebenbüro – die Zwischentür bleibt bei uns immer auf, aus Sicherheitsgründen. Haben ja nicht nur sowas wie diesen Typen sondern auch andere, wie ihr ja wisst.

Ich bearbeite immer noch das staubige Papier aus Februar und die Sahneschnitte schreibt fleißig als ich auch schon Gestampfe vernehme. Ich erkenne die meisten meiner Kollegen an den Schritten. Die mich aber auch. Das ist das Croissant. Er bremst. Geht langsam durch das Büro, mustert den Schreibenden, rollt die Augen und verzieht sich zum Azubi… nein. Er geht weiter, Richtung Tina.

2 Minuten später auf dem Rückweg hält er beim Azubi. Ich hab schon eine E-mail von Tina: “C. hat gefragt ob ich den Showmaster bei Dir gesehen hab. Habe ja gesagt und gegrinst. Er wollte wissen, ob ich den Typ attraktiv finde. Habe ihn gefragt ob er Augen im Kopf hat.”

Aus dem Nebenzimmer höre ich Getuschel vom Azubi und Croissant. Mich würde ja interessieren, was die zwei zu Tuscheln haben, der Azubi soll nicht fürs Croissant arbeiten sondern für mich. Um Arbeitsanweisungen kann es also nicht gehen.

Ich beschließe, mal nachzugucken und die beiden Ratschweiber… äh… -männer an die Arbeit zu erinnern. Echt. Männer tratschen deutlich mehr als Frauen. Ich habe da inzwischen 18 Jahre Feldforschung betrieben.

Ich gehe also nach nebenan. Aber meine guten Vorsätze schwinden in dem Moment als ich die beiden da stehen seh. Croissant offensichtlich empört, Azubi tut so als wäre er auch empört kann aber nicht aufhören zu grinsen.

Darauf achtend dass mich der Kunde nicht sieht beginne ich, mit den Händen zu fächern und flüstere mit leuchtenden Augen “Oh mein Gott, ist der HEISS!!!”

Ich muss aufpassen, dass der Azubi sich nicht einnässt. Dem stehts schon in den Augen.

Das Croissant fragt mich ob ich spinne, der sei ja wohl mal gar nix Besonderes. Ich fächere seeligen Blickes weiter. Flüstere “Leute, ich muss diesen schönen Mann weiter angucken”, drehe mich um und gehe.

Die beiden Waschweiber brauchen Lästerstoff? Könnense haben. Hier das Gespräch. Allerdings nur in Auszügen. Sonst wird der Artikel wieder so lang.

Ich (höflich): “Herr Sahneschnitte, kommen Sie soweit zurecht?”

Sahne: “Ja, ich denke schon, ist ja nicht schwer.” (weiter mit einem eher rauhen Tonfall) “Wenn nicht darf ich Sie sicher alles fragen?”

Ich (höflich): “Natürlich.”

Sahne: “Was bedeutet Körpergröße? Aaaah, ich seh schon, ja, wie groß bin ich… ich weiß immer nicht, ist richtig 159 oder 195 Zentimeter?”

Ich: “Bei Ihnen sicher 195 Zentimeter, Sie sind sehr groß, das ist mir gleich aufgefallen.”

Sahne: “Ja, zu Hause ich habe immer Problem beim durch-Tür-gehen, in Europa ist besser, Türen sind höher, macht nicht mehr Rücken kaputt.” und verzieht sein Gesicht zu einer Grimasse.

Ich muss lachen.

Das tuscheln wird lauter. Wo sind wir hier, am Fluss beim schrubben auf dem Waschbrett?

Ich gehe wieder rüber: Fächelnd und flüstern. “Hot Hot Hot!!! Leute, ich schmelze!”

Croissant äfft mich nach: “oooh, wie groß Sie sind, blabla!”

Azubi: “und er darf sie ALLES fragen! … und so wie er redet wird er das auch!” und tanzt Augenbrauentango.

Ein Depp kommt selten allein.

Ich geh wieder zurück. Wohl wissend dass die beiden sich keinen Millimeter vom Platz bewegen werden, bis ich hier nicht fertig bin. Der Azubi kann das begründen: er will wissen, wie man mit Kunden umgeht und ich bin darin gut. Croissant kann das auch begründen: die Oberchefin und die Chefin sind beide nicht da und er vertritt sie und ist Chef und will gucken, wie sich seine Mitarbeiter so machen. Und Frau Welt sitzt ja relativ abgeschottet, nicht dass der Kunde so n Axtmörder ist. Oder so. Kann übrigens sein, dass Croissant die Oberchefin in ein paar Monaten beerben wird und dann echt mein Chef ist.

Maaannn ey.

ICH werde auf alle Fälle meinen professionellsten Tonfall zücken.

Ich (profi): “Herr Sahneschnitte, soweit noch alles in Ordnung?”

Sahne: “Ja!”

Ich bearbeite den Staub und Aktenberg.

Sahne: “Was ist Familienstand? Also, ich weiß was ist verheiratet, gescheidet, verwitwet, aber was heißt ledig?”

Ich (immer noch profi): “Das bedeutet, dass sie alleinstehend sind, also nicht verheiratet, verlobt,…”

Er (die Stimme wird sehr rau und flirtig): “Ich bin ganz alleine! Keine Frau, keine Freundin, keine Verlobte, keine Kinder,… Hier in Europa noch nicht mal Familie oder Freunde! Ich bin ganz allein in der Abcstraße, die ganze Zeit! Und das werde ich vermutlich auch bis zu meiner Abreise im Dezember sein.”

Ähm, ja. Auch ohne es zu sehen, weiß ich, dass die Herren drüben Ohren größer als Osterhasen haben.

Ich (immer noch profi): “Dann kreuzen Sie ledig an.”

Während ich die Daten aus Februar in die Tasten hämmere beobachte ich Sahne beim fertig ausfüllen. Schöne Hände hat der Mann. Schöne Arme. Und er guckt mich ständig mit so nem Augenaufschlag an. Wenn ich nicht verheiratet wäre käme ich glatt in Versuchung zurückzuflirten. Ich meine, ein so dermaßen gut aussehender, intelligenter (weiß ich aus den mitgebrachten Unterlagen, höhö!) und charmanter höflicher Mann ist nicht so häufig anzutreffen (wie die Single-BF immer wieder verkündet).

Sahne (immer noch mit dieser rauen und flirtenden Stimmlagen): “Entschuldigung, ich bräuchte Ihre Hilfe!”

Ich (vollprofi): “Ja, bitte?”

Sahne (immer noch diese lockere Stimmlage): “Ich bin fertig bis auf das mit der Augenfarbe. Das weiß ich nicht, ich glaube braun. Also, heute früh war es noch braun, aber vielleicht hat es sich seitdem verändert? Gucken Sie mal!” und reißt seine Augen gaaaanz weit auf!

Ich würde töten für solche Wimpern. Gnarf.

Aber der Mann hat einen trockenen Humor, so wie er das rübergebracht hat, ich muss lachen! Natürlich lache ich vollprofimäßig. Nett, charmant und unverbindlich, keinesfalls irgendwie anders.

Die nebendran tuscheln immer mehr.

Natürlich sind die Augen immer noch braun. Nach 29 Lebensjahren ändert sich das nicht mehr.

So geht das die ganze Zeit. Als ich nach weiteren Unterlagen frage reicht er sie mir und streicht mir dabei über den Handrücken. Der zückt auch alle weiteren Register.

Nachdem Sahne fertig ist mache ich sein begehrtes Objekt des Antrages fertig. Wir unterhalten uns ganz nett dabei. Nix besonderes, so wie ich halt mit Kunden Small Talk halte. Er flirtet mich weiter an. Ich bin charmant, aber flirte nicht zurück. So wie sich das halt gehört.

Er verabschiedet sich mit den Worten “Ich hoffe, ich finde am Wochenende beim Ausgehen eine Frau die auch so charmant ist wie Sie!” zwinkert mir zu und geht.

Alter. Um ganz ehrlich zu sein, in meinem Büro hat es inzwischen die Temperatur einer finnischen Sauna. Obwohl ich nicht zurückgeflirtet habe ist doch verdammt warm hier.

Lüften.

Ab ins Nebenzimmer zu Azubi und Croissant. Da hängt auch ein Spiegel. Verdammt, meine Backen sind ganz rot! Da kann ich natürlich stimmlich voll super den vollprofessionellen Sachbearbeiter spielen, wenn man auf meinen Wangen Spiegeleier braten könnte. Deshalb hat der sich trotz meiner Stimmlage (die Stimme ist etwas, das ich zu 100% unter Kontrolle hab) nicht vom Flirten abhalten lassen. Das wird mir klar. Haben die Männer in Hollywood ein Glück dass der kein Schauspieler ist, der Typ würde sämtliche Plätze von 1 bis 100 bei der sexiest man alive Wahl bekommen, und dann ginge es erst bei Nummer 300 weiter oder so.

Ich zu den beiden: “Leute! Ich brauch dringend ne eiskalte Dusche!”

Croissant: “Weiber!” genervt “Da behauptet ihr immer, ihr könnt professionell sein und gerade bei Dir, wo Dich sonst nix aus dem Tritt bringt kann man Steaks auf der Backe braten! Nur wegs so einem Selbstdarsteller?” *tob* *wetter* *motz* Ich habe mich fachlich in keinster Weise von irgendwelchen Äußerlichkeiten blenden lassen. Da kann einer schön sein wie er will. Der hat genau das bekommen, was korrekt war.

Der Neuchef möchte wohl einen Einlauf? Eine klare Info, bis wohin und nicht weiter? Es hat schließlich seinen Grund warum er seine Hardcorekandidaten (die aggressiven) immer zu mir schickt – weil er weiß, dass ich gut bin und mich nicht reizen lasse.

Na, diese Info kanner haben: “Schnuckiputzi, pass auf, wenn einer so aussieht wie der, dann ist es die Krönung jeder Professionalität sich NICHT die Klamotten vom Leibe zu reißen, auf den Tisch zu springen und >nimm mich jetzt und nimm mich hier< zu schreien. Und fachlich war sowieso alles korrekt! Comprende?”

*schnauf* ich dreh mich um und geh… und dreh mich nochmal um.

“Und, Croissant, das weißt Du genau so gut wie ich! Ich hab Dich schließlich ausgebildet und jetzt wirst Du dann Chef! Und dass diese Lektion angekommen ist weiß ich ganz genau! Weil Du Dich nämlich auch nicht von Damen mit Dekolletes bis zum Bauchnabel und Röcken breit wie Gürtel blenden lässt und trotzdem fachlich korrekt arbeitest, egal wie viel Outfit “verrutscht”! Also wirf mir verdammtnochmal nicht vor wenn ich irgendeinen Anblick genieße weil DU es auch nicht anders machen würdest! Und den Anblick hab ich mir nach den letzten Wochen verdient…” seelig grinsend gehe ich.

Ich schwebe den restlichen Tag auf meinen Wattebauschwölkchen, weil ich die ganze Zeit die Optik des verhinderten Male-Models im Kopf habe. In Staubakten wühlen ist auch gar nicht so schlimm, wenn man die ganze Zeit seelig grinst.

Das geht auch Tina so. Dabei hat sie ihn nur kurz gesehen. Wir sind beide so gut drauf, dass es uns nicht einmal stört, dass ein paar Stunden später direkt vor unserem Fenster ein Presslufthammer losgeht. Der Typ ist wie Morphium – macht schmerzfrei.

PS: Diesen Eintrag hab ich gestern geschrieben. Wir schweben heute immer noch…. huiiiiii! Kann der bitte bitte öfter von uns was brauchen? Dieses PS musste ich jetzt noch eben in meiner Mittagspause hinzufügen, bevor der Artikel dann in ein paar Stunden online geht.

Hatte gestern einen recht langen Dienst. Ich glaub 10 Stunden oder so. Ich hab nicht mehr geguckt. Vielleicht warens auch 9 Std. 45 Min.

Habe dieses Jahr bereits 65 Überstunden aufgebaut. 25 davon im März (trotz 4 Urlaubstagen und 2 Krankheitstagen), 10 im April (und der April hatte bisher erst 6 Arbeitstage). Der April mag noch nicht rum sein, aber aufgrunddessen, dass ich zumindest noch nen Teil meines Resturlaubs abbauen muss (das was ich nicht schaffe wird mir der Personalchef so Gott will – und das will er) bis Ende Juni übertragen, werde ich im April nur noch 7 Arbeitstage und einen Schulungstag haben. Auf 25 Std. + komm ich also im April ja dann hoffentlich nicht. Eher so 18-20. Reicht auch.

Jeeeeedenfalls gibt es so Tage, die einfach doof sind. Gestern war so einer. Es stand so ein Menschlein in meinem Büro und laberte mich in einer Sprache voll die ich nicht erkannte (und vom hören erkenne ich einige Sprachen, ich verstehe sie nur nicht!). Und das Menschlein wollte auch nicht wieder gehen. Das Einzig verständliche was es von sich gab war “I know my rights you have to listen to me”. Irgendwann wurde mir das etwas zu bunt. Ich bin ja ein geduldiger friedfertiger Mensch, aber vor meiner Türe standen noch ca. 15-20 Menschen die mir auch was zu sagen hatten und die ich sogar verstanden hab. Aber das Menschlein wollte nicht gehen und mich arbeiten lassen, veranstaltete einen brüllenden (unverständlichen) Sitzstreik. Aber I know my rights genauso und hab den irgendwann (waren mindestens 45 Minuten später und ebensoviele Versuche ihn freiwillig zum Gehen zu überreden) entnervt in Achtern abholen lassen. Hausfriedensbruch, Nötigung, was weiß ich. Früher hätte sich bei so was mein Puls erhöht, ich wäre nervös geworden, hätte mich vielleicht sogar aufgeregt. Inzwischen krieg ich da nicht mal mehr schwitzige Hände. Ich hatte nach wie vor nen Ruhepuls von 48. Der geht inzwischen eh nur noch bei bewaffneter körperlicher Bedrohung minimalst hoch. Ich glaub ich bin resistent auf alles.

Und es waren erst 3 Stunden des Tages rum.

Irgendwer hat meine Erdbeeren zsammgefressen. Ok, da geht der Puls dann doch auch hoch. Erdbeeren klauen steht unter Strafe nicht unter einem Riesenanschiss.

Eine nette Kundin schenkt mir ne Tafel Milkaschokolade weil ich so nett bin. Rücksprache Chef, darf ich annehmen. OK, hat mehr Kalorien als die Erdbeeren ist aber genau so lecker. Fair wie ich bin leg ich sie zu unserem Süßkramsammelplatz. In der irrigen Annahme, ich würde auch was davon abkriegen. Das Croissant ist nämlich auf 180 (der hat so cholerische Züge) weil ihn einer verarscht hat (er war mal wieder zu großzügig) und ihm der jetzt voll auf den Keks geht. Also futtert frustrierter Mensch meine Schoki weg. Als ich meinte ich hätt scho a no gern a Stückerl ghabt von der Schokolade die ICH bekommen hab meint er nur: “Wie, Du? Warum?” Ich: “Weil ich so nett bin!” Er: ROFL! Ich: “Heh!” Er: “Kann ja kein Mensch ahnen dass DU a Schokolade kriegst… wegen nett sein…” *gröhl* Vor Lachen is er jetzt nicht mehr auf 180. Ich denke mir ein Wort mit 5 Buchstaben, das mit A anfängt und mit sch aufhört.

Er ruft seinen Kumpel in der Personalabteilung an “Kannst Du Dir vorstellen, dass die Nadine irgendwer so nett findet dass man ihr Schoki schenken will?” …. “Ja, UNSRE Nadine! Die Queen of Zsammscheißing und Einspuring!”

Ich bin ja wirklich gut im Einspuren, die Schleifer der Special Forces sind Waisenkindlein gegen mich (heißt es). Aber ich spur halt auch nur ein, wenns jemand braucht (leider brauchts das bei uns öfter). Die nette Frau hat sich anständig und höflich verhalten, wieso also sollte ich die Bratpfanne zücken?

Immerhin sind schon 4 Stunden rum.

Warum soll nur ich leiden? Während mein Computer Sanduhren dreht ruf ich mal eben meinen EDV-Mensch an und frage ganz unschuldig ob es schlimm ist, wenn aus meinem Rechner so Gestank und Rauchschwaden kommen. Der Typ ist sonst nie so still, der quasselt immer. Jetzt hats ihm die Sprache verschlagen. Den Tag marker ich mir im Kalender an. Oh, jetzt schreit er. Naja. Die Sanduhr hat aufgehört sich zu drehen.

5 Stunden geschafft.

Während ich meine Akte aufräume kommt mir ein schäumendes Croissant entgegen (ob ich ihm zu Weihnachten Beruhigungsmittel oder Herztabletten schenken soll? Der wird keine 40 wenn er sich immer so aufregt!). Er: “ghdjksfahsajhfs!!! Alles! Alles! Scheiße! Alles was ich heute anlang ist scheiße!” *tippt mir gegen die Schulter* “siehst! Egal was ich anlang, alles…*

Da frisst mir der die Schokolade weg und dann noch sowas. Der kummd ma scho mal wieder und braucht was.

7 Stunden rum.

Die Oberchefin die bald in Rente geht murmelt nur noch “kanndochnichtwahrsein…neeee kann doch nicht wahr sein” vor sich hin. Ich glaub ihr Tag ist auch suboptimal verlaufen.

Sie schaut mich verzweifelt an und meint “Stellen Sie sich des mal vor” *schildert Fall*.

Meine Reaktion: “Mein Gott, san de Weiber dumm!”

Sie: “JA! Aber… die Männer san a ned gscheider!” Ha! Das kann praktisch werden. Über das Thema haben Croissant und ich am Mittwoch in der Pause gestritten.

Ich forsche nach. “Chefin, aber wer is denn blöder? Ich bin mir da ned schlüssig!”

Chefin: “Ich würd sagen des gleicht sich aus. 50:50″

So, jetzt hab ich ihn.

Ich: “Ja, des wär auch mein Tip gewesen, aber vorgestern in der Pause hatten Herr Croissant und ich eine Diskussion zu genau dem Thema. Er meint es wäre keinesfalls 50:50, es gäbe weit mehr hohle Weiber. Er meint auf 5 hohle Tussis kommt 1 dummer Mann.”

Chefin: “So!” *deutet auf sein Büro* “Der?”

Ich: “Ja! Der!”

Chefin: “Der meint des! Aha!”

Und es war dieses das-merk-ich-mir-Aha. Das, das mich auf eine Show hoffen lässt.

Die Chefin ist ein humorvoller Mensch. Und sie wird es ihm unter die Nase reiben. Und zwar so, dass er erstmal erschrickt bevor er merkt, dass sie ihn verblödelt.

Denn außer vor seiner Mama hat das Croissant noch vor genau einem Menschen die Hosen voll. Und das ist diese Chefin.

Hoffentlich erleb ich die Show Live.

 

Dann noch ein paar Sachen “schnell” fertig gemacht und dann war nach fast 10 Stunden (geplant hatte ich max. 8 Stunden) endlich Wochenende.

 

Und weils der BF auch Oberkante-Unterlippe steht und sie sich aus Vorbildsgründen aber nicht hier betrinken kann wollten wir heute ins benachbarte Ausland fahren. Mitm Zug hin, die Nacht zum Tag machen, und morgen Früh mitm Zug zurück. Aber das sind wir nicht. Denn bei ihr gabs ne spontane Dienstplanänderung. So. Das Alternativprogramm Reifen wechseln und im Baumarkt erdrücken lassen kam allerdings konkurrenzmäßig nicht so ganz hin.

GNTM – heute

Ja, Trash-TV, ich weiß, aber mein Lieblingslästermensch is heute ned daheim so dass wir keinen Lästerchat auf Facebook haben. Und irgendwo muss ichs loswerden. Hilft ja nix.

Der Moderator nannte die letztjährige Gewinnerin eine Dame.

Thomas Hayo sagt, wenn er erschrickt nicht etwa Jesus sondern Tschiiiiisäss, weil er is so Ami.

Laura und Varisa haben jetzt Stress. Jetzt ist Erika weg und jetzt ist da voll der Zickenkrieg. Laura ist die volle Dramaqueen und Varisa der volle Unschuldsengel. Ob Varisa echt voll böse ist oder ob Laura einfach gepisst ist weil Varisa schon 2 Jobs hatte und Laura noch gar keinen… Who knows. Ja, ich kann auch Englisch *ätsch*

Ich hab irgendwie das Gefühl als würde Laura versuchen, durch dieses Heul- und Dramagetue eine Konkurrrentin auszuschalten. Kanns aber nicht begründen. Aber weil sie so übertrieben reagiert ist das für mich Show.

Diesmal ist irgendwie Toni Garrn dabei. Die is übrigens sympathischer als Heidi oder Hayo. Ihre Kritik, die sie gibt, empfinde ich als sehr konstruktiv und nicht so weichgespült sondern mit Lösungsvorschlägen. Nicht nur “so nicht” sondern auch ein “aber so oder so”.

Alkoholfreien Sekt trinken die. Ah ja. Wenns scheee macht.

Darya neigt zum Doppelkinn!!!!! OMG!!!

Cliffhanger vor der Werbung: Der Fight zwischen Laura und Varisa. Beide heulen jedem etwas vor. Kiki will sich nicht einmischen (hat sie Recht).

Jetzt ist Laura zickig wegen denen, die zu den Jobs durften. Sie gönnt es ihnen nicht. Mein Instinkt ruft immer lauter dass ich bei dem Streit Team Varisa bin.

Vanessa geht ohne Modelmappe zu nem Bewerbungsgespräch. Und Jüli hat die Setcard nicht dabei. >< Haben die die alten Staffeln nicht gesehen?

Nächstes Casting: Diesmal haben sie ja hoffentlich alle alles dabei. Haben sie. Aber es sind andre Models auch dabei. Jülis Bikinioberteil ist total unvorteilhaft. Zum Casting… Ja. Es ist glaub ich aber Heidis neue Marke. Da. 4 von 5 kommen weiter. Komisch komisch.

Der nächste Cliffhanger vor der Werbung: Laura hat noch Ajsa, Sara, Kiki und die blonde kurzhaarige auf ihrer Seite, und lästert voll über die böse Varisa ab. Sandy tröstet Varisa, weil sie die Storys, mit denen Laura die anderen auf ihre Seite gezogen hat, nicht glaubt. Fassen wir also zusammen: Katharina war Zeugin des Gesprächs und hält zu Varisa, Laura erzählt den anderen was angeblich gelaufen ist und alle außer Sandy glauben ihr weil “arme Laura”. Kann mich ja täuschen und Varisa ist echt der Teufel, aber ich glaube, Laura intrigiert einfach gerne. Find ich schade. Laura mochte ich am Anfang voll gerne. Allerdings wird das mit jeder Folge und jedem Dramaauftritt weniger. Inzwischen denk ich mir mehr so mooooah. Ne. Ned Du scho wieda mit Deinem Geheule.

Bei der Studiomessage schaut Laura jetzt ja mal “leider-nicht-gekonnt” leidend und ernsthaft und leider sieht man auch wie sie sich das Lachen verbeißen muss. Miese Schauspielerin.

Der nächste Cliffhanger behandelt scho wieder den Streit. Wer hätts gedacht?

Croissant hat mir grad geschrieben, dass die Klumin die Sendung verlassen könnte weil sie am gruseligsten geschminkt ist. Mit einer Wortwahl dass ich fast mein Butterbrot über die Tastatur gesprüht hätte. Der kann so richtig schön lästern. Und das als bayrischer Mann – was eigentlich heißt, dass er sich über Brummlaute oder mit in diversen Tonfällen von sich gegebenen Vokalen oder  (an guten Tagen) Silben verständigen müsste. Der bringts so aufn Punkt. Oooooh, hoffentlich wird er mein neuer Chef (weil die Oberchefin geht in Rente). Kollegin E wäre auch für ihn. Nicht nur weil er hier aufn Punkt ist, sondern weil er von selber mit angreift und hilft auch wenns eigentlich nicht sein Job wäre. Und weil er kompetent ist und im Notfall immer da ist.

Oh, Wolle Joop sagt er traut Laura zu, dass sie alle aufhetzt und lügt. Damit hat er ein besseres Gespür als Hayo, der ja die ganze Zeit die arme Laura trösten will, weil er auf Tränen voll reagiert.

Jetzt geht es ums “safen”. Erst soll man zwischen Kiki, Jüli, Sandy und Varisa wählen (sagen die Mädels). Varisa will aber nicht nur wegen dem “safen” weiterkommen. Daraufhin will Kiki das auch nicht mehr. Das finde ich interessant. Das ist für mich eine unterschwellige Entschuldigung an Varisa, denn Kiki ging während der “Befragung” durch die Jury wohl auf, dass sie von den angeblichen Sachen so gut wie gar nix selber mitgekriegt hat. Nur Hörensagen. Und als Lisa (die kurzhaarige Blonde) gesagt hat, dass sie dumm war, weil sie auf sowas reingefallen ist, ist es Kiki wohl auch aufgegangen. Für mich war diese Reaktion eine unterschwellige Entschuldigung/Annäherung.

Die Entscheidung. Jüli ist übrigens jetzt endgültig gesafed worden, hatte eine Stimme mehr als Sandy.

So, jetzt ist mitten unter der Entscheidung der Fernseher ausgefallen. Gottseidank ist Werbung. Oh, gut, geht wieder.

Sandy muss gehen. Sie war modelmäßig wirklich nicht gut, aber sie war ein eher reflektierter Typ was dem Hühnerstall ganz gut getan hat.

(Darya hat gerade wieder ihr Doppelkinn gezeigt!)

Die Entscheidung wer noch geht fällt grad auch noch zwischen Laura und Varisa. Ich hätte jetzt damit gerechnet, dass Varisa weiter ist, weil sie schon Jobs hatte und auch deutlich hübscher ist als Laura. Aber nein, Laura ist weiter.

Na, da bin ich ja mal gespannt, wen sie nächste Woche anzickt. Oh, kam schon in der Vorschau. Darya. Ob es da dann auch so ein Jammervideo gibt, weil sie ist so schlimm?

Facebook

Facebookvorschläge für mich:

Gruppe “Nierentransplantation” – jaaaaa, ich trink zu wenig, aber transplantieren müss ma da noch nix!

Gruppe “Polyamouröse Singles und Polys die weitere Partner suchen” – ähm… echt jetzt?

Gruppe “Was mir im Predigerseminar keiner sagte” – ????

Gruppe “Helene Fischer Fans” – wollt ihr mich verscheißern? Ich habe Leute wie Pitbull geliked!

Gruppe “Proud to be Africans” – ich bin bajuwarischpolnisch. Liegt nicht in Afrika.

Gruppe “Chorsänger und Chorsängerinnen” – ihr könnt scheißfroh sein, so lange ich NICHT singe!

Gruppe “Lübeck liebt Brettspiele” – ich war noch nie in Lübeck, ich kenn niemanden in Lübeck und ich HASSE Brettspiele!

 

Will ich wissen, wie FB auf diese Vorschläge kommt? Eigentlich… nicht.

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