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Salzburg

Vorletztes Wochenende war ich mit der BF in Salzburg, wir haben den legendären Salzburger Schnürlregen besichtigt.

Am Samstag hat es nur gepisst. Dies bedeutet, wir sind von Laden zu Laden gelaufen – willens, Geld los zu werden, aber fast nix gefunden – ein T-Shirt wurde es.

An den traditionellen Kaffeehäusern sind wir vorbeigelaufen, die haben wir vor Regen gar nicht gesehen. Wir sind dann eher in so Bistro-Cafe´s gelandet. Hauptsache, in der heißen Schokolade mit Schlagobers war auch ordentlich Rum drin. Das war da nicht so tröpferlweise, sondern schon fast ein doppeltes Stamperl und das mitten am Nachmittag. Da hat sichs wenigstens rentiert, dass wir per Zug unterwegs waren.

Richtig hässliche Schuhe haben wir auch gesehen. Alptraumlike.

In Salzburg hat jedes Geschäft, jede Bäckerei, jede Metzgerei, jedes Miniteil einen Schirmständer. Das ist uns aber erst abends und nachts beim Weggehen in den Bars so richtig aufgefallen. Die haben nämlich auch Schirmständer. Sogar die etwas gammligen Boazn. Hätten wir das gleich zu Anfang realisiert hätte ich jeden einzelnen Schirmständer fotografiert und eine Salzburg-Foto-Collage “Impressionen aus dem Nachbarland” gemacht oder so. Ein Poster mit 150 Schirmständern. (Theorie: Eingesessene Salzburger erkennt man daran, dass sie immer mit Stockschirm unterwegs sind. Auch wenn die Sonne scheint.)

Am Sonntag war das Wetter etwas besser (man hat den Schirm nicht immer gebraucht), so dass wir auch die Kaffeehäuser gefunden haben.

Als alte Kaffeetanten war das für uns natürlich ein MUST VISIT. Darauf hatten wir uns weit am Meisten gefreut. Einspänner, Milchkaffee, Verlängerter. Etwas angespannt aufgrund des Wissens über Kaffeehauskellner sind wir also in das erste Kaffeehaus rein. Ich weiß, die in Wien sollen noch bissiger sein, aber auch Salzburg hat da so seinen Ruf.

Und – was soll ich sagen? Ich bin einfach interkulturell kompetent. Ich habe den Besuch überstanden, ohne dass der Kellner irgendwas zu bemängeln gehabt hätte. Und ja. Der war so wie die Vorurteile. Das hab ich miterlebt. Live und in Farbe. Allein schon einen Menschen dieses Schlages vorurteilsüblich ausflippen sehen war die ganze Reise wert. Bin froh, dass es nicht mich getroffen hat.

Gegen Nachmittag waren wir noch in einem anderen Kaffeehaus. Interkulturelle Kompetenz bewiesen sag ich da nur.

Jetzt will ich nach Wien. Die Variante für die Profis.

Ziemlich geil bei der Hinfahrt war ja auch, dass in dem Waggon wo die Schaffnerin die Ansage gemacht hat ein Junggesellenabschied mitfuhr. Die Burschen waren gut drauf. Der Bräutigam im Dirndl, die Bagage in der Lederhose, mit einigen Kästen Augustiner. Jedenfalls war da Party angesagt. So eine Party, dass man die Ansagen zum Thema “der nächste Halt ist” leider nicht mehr verstanden hat. Weil die Party durch die Lautsprecher kam. Irgendwann haben die nicht mehr gebrüllt gelallt. Irgendwann haben die gebrüllt lallend gesungen. Keiner von denen hat auch nur ansatzweise Potential für den DSDS-Recall.

Mein Vorschlag in unserem Waggon zum “Kontersingen” wurde von der BF und den vor uns sitzenden Österreicherinnen aufgenommen, aber die im Zug befindlichen asaitischen Touristen haben uns entsetzt angeschaut. Dabei empfanden wir das Hofbräuhaus der Spider Murphy Gang als passende Antwort. Textsicher ist im bajuwarischen Sprachraum da eh jeder und Melodie braucht man keine.

Dagegen war die Heimfahrt voll langweilig. Deshalb hat die gefühlt auch doppelt so lange gedauert.

Das Weggehen hat auch Spaß gemacht. Das bockt sich da einfach, weil die Österreicher nicht so maulfaul sind und sich eh recht wenig scheißen. Da kannst spontan mit jedem ratschen ohne dass Du blöd angeschaut wirst. Wir haben ne Mädelsclique kennen gelernt und noch ein paar andere lustige Gestalten. Mit einem bin ich fröhlich durch ne Bar getanzt (wer braucht schon Tanzfläche?) weil uns die Musik gefallen hat. Der Tänzer war n ziemlicher Spaßvogel, ich bin eh ne Rampensau – da kam ziemlicher Blödsinn bei raus. Ich bin mir sicher, die gerade-18-jährigen am Tisch neben uns waren irritiert.

Was mich aber echt genervt hat, war dass die ja in den Gaststätten rauchen dürfen. Ich bin das gar nicht mehr gewohnt, dass alles nach Rauch stinkt. Ich bin des Nächtens (und sooo viel Schlaf hatten wir nicht) mehrfach aufgewacht weil meine Haare nach Rauch gestunken haben. Dabei hatte ich sie geflochten damit sie mir nicht ins Gesicht fallen können. In Portugal wird zwar auch geraucht, aber irgendwie rauchen da weniger Leute weniger Zigaretten – da wars nicht so dass ich gar so nach Rauch gestunken hätte. Bisserl vielleicht. Aber nicht wie ein hundert Jahre alter Aschenbecher. Gottseidank hatte ich genug Klamotten dabei, so dass ich am Folgetag nicht das Problem hatte, dass ich die rauchige Strickjacke noch drüber ziehen musste.

Fazit: Salzburg jederzeit wieder, aber nur mit Regenschirm.

Ich bin kein sonderlich ungeduldiger Mensch, aber auch kein sonderlich geduldiger. Normal, würd ich sagen.

Vielleicht tendier ich so ein bisschen mehr zur Ungeduld, aber ich kann mich zusammenreißen.

Mit Leuten wie meiner Cousine (“ich fahr auf der Autobahn immer auf der mittleren Spur, da gelten die Verkehrsschilder rechts und links nicht, da kann ich fahren so schnell ich will”) haben ich und meine Nerven zwar ernsthafte Probleme, aber wer kann mir das verdenken???

Tini ist inzwischen mit ihrer Anlernphase bei mir fertig, und kaum hatte ich 2 Wochen Zeit den dadurch entstandenen Rückstau auch nur ansatzweise zu überblicken (zwischendurch noch Aushilfen Angie, Cissy und Rex nebenbei informiert und beaufsichtigt, die können jetzt auch schon ganz viel allein) habe ich wieder “nebenbei” 3 Leute zum Einlernen sitzen. Mein Vorschlag mein Büro in den Schulungsraum zu verlegen, damit man sich nicht ständig auf die Zehen tritt wurde von Chef elegant ignoriert.

Ich empfehle also festes Schuhwerk in meinem Büro. *Drehstuhldrüberroll – aua*

Marcin und Didi sind ungelernte Aushilfen, die nur einen kleinen Prozentbereich können sollen und deswegen brauchen die auch nicht mehrere Wochen Anlernzeit. Amelie ist gerade mit der Ausbildung fertig und soll “komplett” einsetzbar werden, so wie letztes Jahr Tina und vor wenigen Wochen Tini. Amelie wird super, die passt. Da mach ich mir keine Sorgen. Sie stellt sich definitiv besser an als Tini, eher so wie Tina.

Marcin braucht noch etwas länger für seine Sachen, macht sie aber so weit ganz ordentlich.

Und Didi kostet mich die allerletzten Nerven. Das ist der Beweis, dass ein Abitur nicht gleichbedeutend mit “Mensch denkt mit” ist. Sie ist so – waaaaaaaaaaah!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Didi ist sicher ein sehr netter Mensch. Sie ist zwar ziemlich unsicher im Auftreten, aber das bedeutet ja nicht, dass jemand gestellte Aufgaben nicht erledigen kann. Nur, in diesem Falle… Bedeutet es das.

Amelie musste das, was Didi macht, auch lernen. Wir hatten dafür exakt 5 Minuten Zeit. Tini hatte 10 Minuten damals (da mussten wir den Rechner neu starten), Tina hat sich das selbst beigebracht.

Ich saß fast 8 Stunden (!!!!!!!) neben Didi. Bei einer ungelernten Kraft habe ich mit ca. 40 Minuten gerechnet und lag damit bisher auch nicht falsch. Was sie machen muss ist Schema F. Und wirklich nicht schwer. Sie muss nur Anhänge an E-Mails hängen und verschicken. Bei der gefühlten 1000sten Erklärung, die sie, ebenso, wie die 999x davor, mitschrieb, habe ich mir Entspannungsmittelchen irgendwelcher Art gewünscht. Und ich nehme keine Drogen. Ich rauche nicht, ich trinke selten Alkohol, und die verbotenen Betäubungsmittel hab ich nie auch nur probiert (das reizt mich auch alles gar nicht). Ich nehme keine Medikamente (aufgrund meiner Darmerkrankung noch nicht mal die Pille), ich bin nicht spielsüchtig. Aber da hätte ich etwas zur Entspannung brauchen können, weil meine Geduld echt ziemlich am Ende war (was man mir laut Tina und Tini nicht angemerkt hat).

Trotzdem hab ich mich auch das 1000ste Mal und das 1001ste Mal und und und zusammengerissen. Dann hab ich sie irgendwann, als sie meinte, jetzt ginge es, alleine machen lassen.

Großer Fehler.

Ganz großer Fehler.

Den Teil der Datenbank den Didi verschicken sollte hat sie zwar nicht verschickt, aber leider gelöscht.

Ich werde morgen Stunden für die Rekonstruktion brauchen.

Amelie war völlig baff. Nach 3 Minuten hat sie mich gefragt, WIE man das schafft und was man da falsch machen kann. Und wie man auf die Idee kommt, das zu löschen statt zu versenden.

So ein langfristiges Problem, das wir einige Stunden beheben werden, muss ich der Chefin mitteilen. Wir haben Didi ja zur Entlastung zugeteilt bekommen, nicht, dass sie uns noch mehr Arbeit macht.

Eine noch einfachere Arbeit als das haben wir leider nicht. Keine Ahnung, was sie sonst machen soll.

Die Chefin klärt, ob man sie in eine andere Abteilung setzen kann.

Das tut mir Leid für Didi. Aber was hab ich für Alternativen? Eigentlich keine. Ich hab es mir abgewöhnt, immer für alle alles aufzufangen und abzuarbeiten und auszuputzen. Weil dann wird das MIR nämlich zu viel.

So Leid es mir für Didi persönlich und menschlich tut – wir brauchen jemand anderes, der uns tatsächlich eine Hilfe ist.

Wenn es übrigens nicht möglich sein sollte, mir mehr Geduld zu schenken, dann hätte ich gern so die ein oder andere Million Euro. Wenn das Haus dadurch abbezahlt ist und die Solar- und Photovoltaikanlage drauf und alles umgebaut und hergerichtet und so, dann könnte ich die Wochenarbeitszeit reduzieren auf eine Stundenzahl für die meine Geduld ausreichend ist ;) Nicht, dass man für die Abzahlerei und Umbauerei eine Million bräuchte. Aber schaden tät sie sicherlich auch nicht.

Bestanden!!!!

Ich habe meine Sportprüfung bestanden! Yiha!

Ich freu mich, ich freu mich, lalalalalaaaaaala

Wertschätzung

Eigentlich wollte ich jetzt um diese Uhrzeit noch schlafen. Mindestens noch 5 Minuten. Stattdessen bin ich jetzt schon 50 Minuten wach. Frechheit. Wenn ich nicht ausschlafen kann wegen warum-auch-immer werde ich natürlich nicht wach.

Heute hab ich Urlaub. Der letzte Urlaubstag des Jahres 2014 ist dann somit abgegolten. Und ich wollte zwar nicht den Tag verschlafen, aber von selber wach werden um 6:20 Uhr und nicht mehr schlafen können ist schon echt irgendwie doof. Ich bin kein Frühaufsteher! Außer heute, wie es scheint.

Nun, dann werde ich mal nach dem Bloggen bisserl Fernsehen und lernen.

Mal gucken, ob mir noch ein passender Titel für den Artikel einfällt. Weil bislang war das nicht der Fall.

Worüber wollte ich eigentlich schreiben?

Ach ja. Jetzt weiß ichs wieder.

Ich glaub ich bin plötzlich jemand der megabeliebt ist.

Ich mein, ich war nie unbeliebt sondern halt normales Mittelmaß. Nachdem ich Sturkopf auch gerne mal gegen den Strom geschwommen bin und in der Regel meine Meinung lautstark kundgetan hab vielleicht auch mal unter dem normalen Mittelmaß. Aber kennt ihr die Leute, mit denen jeder befreundet sein will und auf deren Bekanntschaft man stolz ist? Ich bin plötzlich eine von “denen” so wie es ausschaut.

Ich weiß gar nicht wie das passieren konnte. Ich bin doch eine alte Grantlerin, zickig, stur und ungeduldig! Wie immer!

Sowas ist echt komisch.

Ob in der Arbeit oder beim Sport, es betrifft beides.

Ich finde das total seltsam. Ich bin nicht anders als früher. Es sind andere Menschen um mich als früher, eventuell gibt das den Ausschlag. Meine Art kann nämlich schon sehr speziell sein. Und es gibt Menschen, die damit klar kommen, und welche, die das nicht tun.

Die Leute die jetzt um mich rum sind kommen damit klar. Vielleicht sind denen andere Sachen an ihren Mitmenschen wichtig?

In der Arbeit sind das z. B. die Kollegen und die Vorgesetzten. Und die Azubis. Resultat: Auf einmal gehöre ich zu den Leuten wo Facebook und Whatsapp ständig fiepen (stell Dir vor was mir grad im Wartezimmer passiert ist / hey was hältst Du von nem Shoppingurlaub in Barcelona / Du musst unbedingt heute Abend auf Sender X Sendung Y sehen, das gefällt Dir bestimmt / Ich will nicht dass Du morgen frei hast :( / Ich hab meine Prüfung zurückbekommen, die muss ich Dir zeigen / …). Ich muss aufpassen, dass ich kein Smartphonezombie werde.

Rita hat das ganz gut auf den Punkt gebracht. Bei unserem Arbeitgeber mit einer Mitarbeiterzahl im 4-stelligen Bereich gibt es wenige Mitarbeiter die alle kennen und mit denen es sich keiner verscheißen will. Als sie in der Ausbildung war, waren das x y und z. Als ich in der Ausbildung war, gehörte zu den Mitarbeitern die alle kennen und wo man als Azubi und auch später respektvoll aufschaut auch Rita. Nun gehöre ich wohl endgültig auch dazu. Rita und ich wissen beide nicht, wie das passieren konnte. Unsere Theorie geht in Richtung Kompetenz, Fleiß, sicheres Auftreten, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und soziales Verhalten. Und dem guten überleben in unserem sehr anspruchsvollen Arbeitsgebiet.

Im Sport – ja, “zu Hause” bin ich ohnehin schon immer sehr gut in die Gruppe integriert, obwohl als einzige Frau und eher jüngeres Gruppenmitglied es auch keinen gewundert hätte wenn nicht. Es gibt keinerlei Kompetenzgerangel oder sonst was. Hierarchisch stehe ich relativ weit oben, aufgrund der Graduierung, und auch das gibt keine Probleme. Das ist zu Hause aber einfach so gewachsen und passt. Daran hat sich auch nichts geändert.

Was sich geändert hat in den letzten 1,5 Jahren ist das Umgehen mit mir wenn ich nicht “zu Hause” in der Gruppe bin. (Also, was manche Cliquen angeht – mit anderen konnte ich schon immer gut.) Und seit dieser Vorführung vor ein paar Wochen sowieso nochmal.

Ich finde das sehr interessant. Warum ist das so?

Versteht mich nicht falsch, ich beklage mich nicht dass man mich mag (das wäre ja echt strange) und jammern tu ich auch nicht (das fände ich auch echt beknackt, es freut mich schließlich dass mich Menschen mögen). Es verwundert mich nur.

Vielleicht hat Rita Recht. Kompetenz, Fleiß, sicheres Auftreten, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und soziales Verhalten. Und wenn das in meiner Arbeitsumgebung und privaten Umgebung ausschlaggebend ist für die Wertschätzung der Menschen untereinander find ich das gut. Dann hab ich mir mein Umfeld gut ausgesucht.

Viel besser als der eine berufliche Zickenhaufen in dem nur der wertgeschätzt wurde der Kleidergröße 36 hatte und deren Mann die meiste Kohle heimgebracht hat. Da wurde es mir übel genommen, dass ich mir tatsächlich Fachwissen angeeignet habe und deswegen die interessanteren Aufgaben bekam. Das hatte ich mir wohl nicht so gut ausgesucht.

Ich hoffe, der Blogpost kommt jetzt nicht so “hach ich bin so toll und megabeliebt und voll selbstverliebt und arrogant und jetzt huldigt mir gefälligst” rüber. So ist das nicht gemeint.

Der Blog ist für mich oft Reflexion. Wenn ich was aufschreibe verstehe ich es oft besser. Und wenn ichs nicht besser verstehe (wie jetzt grad) erklärts mir schon wer der kommentiert. Ich hoffe, das passiert auch da. (Ja, das war jetzt durchaus eine Aufforderung *g* )

Pieps

Ein Pieps für Vany.

Und ein ganzer Post für alle ^^

Joa, unsere neue Kollegin (habe beschlossen, sie Tini zu nennen, dann hab ich jetzt Tina & Tini und das hab ich früher total gern gelesen) ist noch da, obwohl ich sie vermutlich totgelabert habe mit Paragraphen und Kommentierungen und Gerichtsentscheiden und BVerwG und EuGH und haste nicht gesehen. Und nebenbei noch “eigentlich müsste das technisch so funktionieren aber die bereitstellende Firma kriegt das nicht hin und DAS ist unsere Übergangslösung”. Lauter so n Kram. Dass sie nicht schreiend abgehauen ist spricht echt für sie.

Und letzte Woche dann noch eine spontane Großaktion. Und weil ich zickig bin habe ich noch diverse örtliche und europaweit arbeitende Polizeibehörden drauf angesetzt, einen lobenden Rückruf des einzigen Fachmanns für dieses spezielle Themengebiet in Deutschland erhalten und eine europäische Behörde drauf angesetzt.

Daaaannn kann es sein dass ich viel Glück habe und für eine Hospitation im Ausland ausgewählt werde. Voll genial. Hoffe es klappt! Und wenn ich nochmal so viel Glück habe, dann wird bei uns eine neue Stelle genehmigt. Und sollte diese genehmigt werden und ich genommen werden (was laut Chef sicher ist, dass wenn er diese Stelle genehmigt kriegt er mich dort haben will) habe ich als eine der ganz wenigen Mitarbeiter bei uns die Chance auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Und wenn ich das krieg OHNE Parteibuch und Golfclubconnection und was es da sonst noch so gibt… Das ist wirklich eine Bestätigung für meine Leistung.

Ansonsten lerne ich auf meine Gürtelprüfung (ich hab Prüfungsangst!) und mein Trainer wurde vom Deutschlandtrainer gelobt weil ich mich bei einer Vorführung sehr gut gemacht habe. Das läuft da eher fernöstlich. Wenn ich scheiße bau ist mein Lehrer schuld, wenn ich gut bin ist es das Verdienst des Lehrers. Nicht meiner. Aber da ansonsten eher nach “Nicht geschimpft ist Lob genug” verfahren wird ist das schon etwas Besonderes! Bereits während den Pausen der Vorführung habe ich von höhergestellten Schülern mitgeteilt bekommen, dass es eine große Ehre ist spontan für so viel Vorführungszeit ausgewählt zu werden. Ein paar waren echt neidisch.

Und mit einer Tussi dort kam ich gar nicht klar. Ich hab ihr einen Gefallen getan, und dann geht sie mich auf übelste Weise an. Und ich Vollidiot entschuldige mich noch bei ihr, anstatt dass ich ihr sage “Schnauze, Rindviech!”. Und da ärgere ich mich auch über mich.

Nach dem Eklat mit meiner Kollegin (ich berichtete) dachte ich diesmal “mönsch sei mal erwachsen, nimm dich zurück und entschuldige dich für den Gefallen den du ihr getan hast”. Ganz ehrlich? SCHEISS AUF ERWACHSEN! Ich werde da nie wieder vernünftig und erwachsen und diplomatisch und kompromissbereit handeln, weil da ärgere ich mich dann nur über mich selber. Und das ewig! Ich würde mich ja viel wohler fühlen wenn ich ihr irgendwas um die Ohren gehauen hätte. Naja, wir treffen uns schon mal wieder *händereib*

Meine frühere Chefin ist in Rente gegangen. Sie hat mich eingeladen und sich nochmal bei mir für die Arbeit, die Einstellung, die Loyalität, etc. pp. bedankt. Fand ich total lieb! Sie meint, sie hat mich die letzten 3 Jahre (also seit ich gewechselt habe) total vermisst, weil halt einfach keiner das ausfüllen konnte der danach kam. Die Orga lief einfach, sie musste sich um kaum was kümmern, ich hab einfach gemacht und nicht lang drum rum gelabert und fertig.

Ansonsten war ich ganz viel für Erika da. Letztes Wochenende gingen wir nachmittags auf nen Kaffee und nen Ratsch. Auf einmal kommt ein Anruf ihrer Mutter, ihr Vater sei mit Schlaganfall in die Klinik eingeliefert worden. Erikas Eltern wohnen am anderen Ende von Schland. Wie kriegste dat Mädel jetzt von Bayern nach Nordsee? Züge brauchen mit Umsteigen und Warten ca. 22 Std.

Flug. Aber da wo sie hin muss fliegt nur eine Fluglinie hin. Egal. Anrufen. Um Reservierung bitten. Tun sie nicht. Weil dafür braucht man eine Kreditkarte. Ich habe keine Kreditkarte. Erika und die andere Freundin die noch dabei war haben auch keine. Also Vollgas zum Flughafen und HOFFEN dass noch ein Ticket frei ist. Ich auf der linken Autobahnspur und *gib ihm*. Quasi den Fahrstil meiner “italienischen Mamma” kopiert. (Diese Italienerin hab ich als Zusatzmama adoptiert.)

Jedenfalls haben wir noch ein Flugticket bekommen (nicht nach dem Preis fragen, bitte, das war übel!). Erikas Vater geht es nicht gut. Mein Whatsapp läuft heiß.

Ich werde das gute Wetter heute (29 Grad!) weiter nutzen und weiter ganz viel Wäsche waschen und draußen aufhängen, weil das so wunderbar schnell trocken wird. Find ich super! Hat heuer eh lang gedauert mit dem Sommer…

Tim, mein Heimwerkerking und ich, wir haben Probleme in unserer Beziehung.

Es wäre so viel leichter, wenn wir KEINE Gefühle mehr füreinander hätten.

Dann wäre die Konsequenz klar.

So ist aber gar nix klar.

Ich war für eine Trennung auf Zeit. Weil wir beide so viele Verhaltensweisen und Ansichten haben, mit denen der Partner überhaupt nichts anfangen kann. Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, getrennt voneinander an sich zu arbeiten, und dann gemeinsam weiter an der Beziehung zu arbeiten, und nicht alles gleichzeitig. Für Tim jedoch kam das nicht infrage. Nach Stunden der Diskussion und des Heulens gab ich (erstmal) nach.

Ich habe Angst, dass mich das überfordert. Das alles-gleichzeitig-machen. Dass es scheitert, weil es mich überfordert, und dass ich dann schuld bin, weil ich mich nicht durchgesetzt habe für die Option, die ich für erfolgversprechender gehalten habe.

Ein paar der hauptsächlichen Probleme sind: die Zukunftspläne und -wünsche, die sich bei uns beiden in nicht kombinierbare Richtungen entwickelt haben. Seine Angewohnheit, sich bei meiner Schwiegermutter über mich auszujammern. Dass ich mich gerne von meiner Arbeit vereinnahmen lasse. Dass wir uns gegenseitig die Energie aussaugen und runterziehen. Ist er erschöpft, zieht er mich mit runter (meiner Meinung nach mit Absicht) und wenn ich erschöpft bin, ist das für ihn oft eine Einladung, auch mit down zu sein.

Das ist natürlich bei Weitem nicht alles.

Ich hoffe, wir schaffen es.

Ich weiß noch nicht, ob ich weiter über dieses Thema schreiben will, wir werden sehen.

Drückt uns die Daumen.

Ich bin ein Mensch, der durchaus auch explodieren kann.

Und wie.

Man sieht mir das in der Regel auch an, wenn ich kurz vor der Explosion bin. Außer man hat das emotionales Gespür eines Steins. Oder der Gefahrendetektor dieses Menschen ist sowas von kaputt. Vielleicht wurde er auch serienmäßig nicht mitgeliefert.

Ich habe mich auch unter Kontrolle. Aber manchmal will ich das einfach nicht mehr. Wenn jemand kontinuierlich Grenzen überschreitet will ich das zum Beispiel nicht mehr.

Heute traf es eine Kollegin.

Sie und ich werden so oder so keine Freunde.

Ich halte sie für arrogant, überheblich, inkompetent, unreflektiert und unverschämt. Naiv und realitätsfern kommen auch noch hinzu.

Die komplette Abteilung hat sowas von die Nase gestrichen voll von ihr, angefangen bei der 19jährigen Kollegin über sämtliche Kolleginnen und Kollegen einschließlich den 58 Kollegen, die 59jährige Kollegin, die 62jährige Chefin.

Vor 2 Wochen hat sie – vor der obersten Ebene – behauptet, dass alle jüngeren und auch ein paar älteren Kolleginnen aufgrund ihrer nuttigen Outfits Respektsprobleme mit unseren Kunden hätten. Nuttige Outfits sind übrigens bereits Röcke in Knielänge oder kurzärmelige Oberteile. Oh, und Sandalen. Vergessen wir nicht die Sandalen.

Keiner von uns hat Respektsprobleme. Nur sie. Vermutlich merkt die Kundschaft einfach wenn wer AHNUNGSLOS ist! Selbst wenn ich nackt wäre, hätten sie vor mir mehr Respekt als vor ihr wenn sie ihre sämtlichen hässlichen Altomahosenanzüge gleichzeitig anzieht.

Gestern erklärte sie dann – wieder vor alleroberster Ebene – dass wir alle einfach unstrukturiert und planlos arbeiten (nein, sie weiß in keinster Weise, was wir eigentlich machen, sie hat von unserem Job einfach mal keine Ahnung, wenn hier irgendwer planlos ist, dann SIE) und behauptet ernsthaft, wir würden alle bereits 2 Std. vor Geschäftsschluss grundsätzlich gar nichts mehr arbeiten. Ähm, hallo? Wir reißen uns den Arsch auf! Wir arbeiten nach Geschäftsschluss weiter, weils oft gar nicht anders geht! Aber das weiß sie ja nicht, weil sie noch nicht mal auf unserer Etage sitzt. Aber Hauptsache man kann sich profilieren.

Aufgrund dieser Unverschämtheit hat mir da dann tatsächlich die Sprache gefehlt. Passiert nicht so oft. Chefin WEISS wie hart wir arbeiten und war kurz davor ihr quer über den Konferenztisch an die Gurgel zu springen.

Eine Kollegin (Anfang 40, also nix pubertäre Reaktion) hat es bedauert dass sie zu gut erzogen ist, um ihr mitzuteilen, dass sie, wenn sie keine Ahnung hat, einfach mal ihr dummes Maul halten soll.

Ich bin nicht auf sie angewiesen. Sie aber auf mich/uns. Weil sie einfach mal keinen Durchblick hat (obwohl sie schon länger als ich dort arbeitet, stellt sie Anfängerfragen die Azubis nach einer Woche nicht mehr stellen). Auch wenn sie besser bezahlt wird als ich. Die ist zu dumm, um einen Leitz-Ordner zu öffnen.

Ich hab gerade so einen Hass!

Heute nachmittag nun, während ich eine neue Kollegin in ihr künftiges Aufgabengebiet einarbeite (das mache ich seit Montag und das wird auch noch einige Wochen dauern), kommt die dumme Kuh. Sie hätte mal ne Frage. Och. Mal was Neues. Nach einem Blick auf die Uhr teile ich ihr zuckersüß mit, dass wir leider in etwas weniger als einer Stunde Geschäftsschluss haben, und nachdem sie gestern behauptet hat, dass wir ab 2 Std. vor Schluss nichts mehr arbeiten denke ich nicht daran, mir ihre Frage anzuhören (auf diese Fragen hab ich sowieso keinen Bock mehr – wieso auch, sie ignoriert seit 3 Jahren alle Antworten und Erklärungen…).

Also ignoriere ich sie und erkläre der Neuen den (für Anfänger) wahnsinnig komplizierten Vorgang weiter. Die steht ernsthaft weitere 10 Minuten neben meinem Tisch und schaut.

Ernsthaft, wenn ich so einen Korb bekomme und dann eiskalt ignoriert werde, ICH fange an, mir Gedanken zu machen, woran das wohl liegen könnte. Insbesondere wenn die korbverteilende Person zur nebendran sitzenden Neuen normal ist kann es wohl nicht an allgemeiner schlechter Laune liegen. Oder?

Der komplizierte Vorgang ist gleichzeitig eilig, jeder Tag zählt. Ich erkläre der Neuen, an welchen Fachkollegen das umgehend mit welchen Unterlagen abgegeben werden muss, und dass wir die Übergabe sofort noch machen müssen.

Als wir also auf dem Weg zum Fachkollegen sind stellt sich die Irre mir ernsthaft in den Weg und sagt, sie hätte immer noch eine Frage. Ich entgegne, es eilt bei mir. Sie sagt, bei ihr eile es auch. Sie müsse wissen, was in diesem Leitzordner drin sei, ob das für sie von Belang sei. Ich habe gesagt, es ist für sie nicht von Belang und ihr empfohlen, bei solchen Fragen grundsätzlich den Deckel aufzuklappen und nachzuschauen. (Dass die Frage ungefähr so eilig war wie eine Kühlschranklieferung an den Nordpol und Heizdeckel zu australischen Aboriginees – scheiss drauf.) Dass mein Tonfall eher unterkühlt war und ich sie währenddessen nicht vollgeschleimt war, meine Wortwahl aber korrekt muss ich nicht betonen, oder? Die Neue erzählte mir im Anschluss sie fand das so unmöglich dass die dumme Nuss erwartet habe, dass ich meinen dringenden Auftrag in der Sekunde in der sie mit ihrer Arbeit nicht weiterkommt sofort fallen lasse und ihren Schmarrn mache.

In dem Moment hab ich mich geärgert, weil ich Idiot ihr geantwortet hab. Weil ich ihr damit schon wieder geholfen hab, ihre Inkompetenz zu verschleiern.

Und dann sagt dieser unmögliche Mensch wirklich tatsächlich, sie würde es begrüßen wenn der Umgangston bei uns etwas weniger barsch sei.

Ich hab dann nur gesagt, ich würde es begrüßen, wenn sie unsere Arbeit von der sie nicht die geringste Ahnung hat vor der obersten Chefetage nicht schlecht machen würde und nicht aus Profilierungsgründen Unwahrheiten erzählen würde.

Dann hab ich mich umgedreht, hab sie stehen gelassen, und bin gegangen.

 

Die Neue meinte nur, sie kenne mich erst wenige Tage, würde aber wagen zu behaupten, dass auch ihr klar war, dass man mich nach so einem Auftritt nicht noch blöd anreden sollte und dass sich die Explosion wohl in meiner Mimik angedeutet und wirklich JEDEN gewarnt hat. Und sie stellte einfach mal nach den paar Tagen (zweieinhalb) die kühne Behauptung auf, dass ich ständig jedem helfen würde und jedem alles erklären würde und dass es wohl eine gewisse Zeit dauert bis meine Geduld erschöpft ist.

Meine Teamchefin hat das mitbekommen. Die ist seit gestern auch nicht mehr so gut auf die dumme Nuss zu sprechen. Gut auf sie zu sprechen ist sie schon länger nicht mehr, aber auch bei der Teamchefin ist jetzt endgültig Schluss mit Lustig. Und zu mir hat sie gesagt, wenn die dumme Nuss es wagen sollte, über mich zu jammern, wird sie ihr noch (verbal) dermaßen eine mitgeben, weil ich einfach Recht hab mit meiner Ansicht und auch keinesfalls springen muss wenn die Kuh ruft.

Ich sehe der Zukunft neugierig entgegen.

 

Die Frau hat doch einen Sprung in der Schlüssel. Die ist beleidigend und macht einen auf superkatholisch. Da geht mir das Messer in der Hosentasche auf!

Tina will morgen nackig kommen. Dann muss sie sich keine Gedanken über Ärmellängen machen, sagt sie.

Ich habe mir vorgenommen, ihr nicht mehr zu helfen. Ich bin ein hilfsbereiter Mensch, und das wird mir schwer fallen. Aber von mir aus fällt die jetzt auf die Schnauze. Die braucht das Echo von diesen Profilierungsauftritten.

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