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Archive for Mai 2013

Mein kleiner Cousin ist auf Hawaii zum Urlauben. Und postet ständig soooo schöne Fotos auf Facebook. Ich bin irgendwie neidisch…

Dafür komme ich heuer noch ins Baltikum, nach Barcelona (ich liebe diese Stadt!), Madrid und Lissabon (da wollt ich schon immer mal hin), und dann poste ICH Fotos und ER ist neidisch. So schauts aus!

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Auf dem Parkplatz im Auto nicht aussteigen, weil gerade eines der besten neuen Lieder läuft und so lange das Radio laufen lassen:

N bisschen Autobatterie.

Währenddessen zum Lied im Auto wild tanzen:

Ne achtelte Kalorie.

Nach dem Song festzustellen, das im Auto gegenüber ein Paar sitzt, das Dich ca. 3 Minuten völlig entgeistert guckend dabei beobachtet hat:

UNBEZAHLBAR!

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Kennt ihr das, wenn einem ganz viele verschiedene, wichtige Themen durch den Kopf gehen, die ihr nicht formulieren könnt?

So geht es mir gerade.

Die Gerüchteküche in der Arbeit brodelt. Und das, was da gerade rumbrodelt, gefällt mir nicht. Gar nicht. Es sieht so aus, als würden wir vom Chef verarscht. Nicht nur ein bißchen, sondern komplett für dumm verkauft. Ich würde gerne mit den Kolleginnen drüber reden, was ich gehört habe, aber ich möchte nicht die Pferde scheu machen und einen Aufstand inszenieren, so lange es nicht fix ist. Ich denke darüber nach, den Chef bei der nächsten Dienstbesprechung auf die Gerüchte anzusprechen. Vor allen. Damit nix mehr hintenrum passieren kann. Als ich dieses Gerücht gehört habe, war ich so baff, und konnte meine Gefühle und Meinungen dazu nicht mehr sortieren und artikulieren. Doch inzwischen kann ich das. Und das ist mein Vorteil. Ich kann, wenn die Stinkbombe platzt, sachlich strukturierte Argumente bringen, und keinen emotionalen Aufschrei. Und diese Argumente werden wir, fürchte ich, verdammt nötig haben.

Im Herbst werde ich 30. Ich habe eine komische Art von Pseudotorschlusspanik. Ja, ich bin verheiratet. Glücklich. Ich „muss“ mir keinen Partner suchen. Allerdings kommen sooooo viele Sachen wieder hervor. Seit ich 13 oder 14 war, wollte ich unbedingt mal zu Rock im Park. Vor 3 Jahren sagte ich mir „das schaffst Du, bevor Du 30 wirst“ und es sieht nicht so aus obwohl mir die Bands heuer sehr zusagen würden. Seit der 3. Klasse wollte ich mal in ein Bayernspiel. Ich habe das Gefühl, noch viel zu wenig gesehen zu haben von der Welt. Dass ich viel zu schnell erwachsen wurde -werden musste- um in irgendwelchen Ferien mit einer Freundin durch Australien zu trampen, ein Auslandsjahr einzulegen oder in Schottland Schottenröcke zu nähen oder… was auch immer. Denn als ich 18 war, und alt genug um so etwas zu machen, war ich mit meiner Ausbildung fertig und mir wurde ein unbefristeter Vertrag angeboten. Im Sommer 2002 war das eine Seltenheit, wenn ihr euch erinnert, und nur ein Trottel hätte das ausgeschlagen. Immerhin hab ich jetzt im Oktober einen Girlstrip mit der BF geplant (ohne Männer, dann hoffentlich auch ohne Knatsch, ich denke mit Zahnschmerzen an Kopenhagen zurück…). Es fühlt sich komisch an. Aber richtig. Immerhin mein 2. Girlstrip im Leben – der erste war super, auch wenn ich mit der damaligen Bekannten aufgrund ihres neuen Mackers keinen Kontakt mehr habe.

Ich weiß, mit 30 ist das Leben noch lange nicht vorbei, klar kann ich auch mit 31 oder 33 zu Rock im Park gehen oder in die Allianzarena oder… was weiß ich. Theoretisch zumindest. Denn nach meinem Geburtstag wollen wir anfangen, über Familienplanung nachzudenken. An und für sich der richtige Zeitpunkt, klar, und ich möchte das auch wirklich. Aber… so viele Sachen auf meiner imaginären „das musst Du vor dem 30. gemacht haben“-Liste sind nicht abgehakt! Und dann krieg ich Panik. Und fühl mich unzulänglich. Bin ich nicht sooo dämlich???? Das ist doch mal jammern auf ganz hohem Niveau. Ich habe einen tollen Mann. Wir sind vor 2 Jahren in unser Haus gezogen. Wir haben beide unbefristete Jobs. Und ich heul rum wegen Rock im Park und Fußball und Gingkoblätterpflücken in Japan? Aber… Tatsache ist nun mal, wenn meine imaginären Kinder alt genug sind, dass ich mal auf mein erstes richtiges Festival gehen könnte fragen sich die Leute um mich rum, was denn die Oma da tut.

Ich habe irgendwie Angst, mich dann selbst zu verlieren und zu Desperate Mummyhousewife zu mutieren, und mich erst ganz viel später wieder zu finden. Ich bin so bescheuert. Aber diese Gedanken hab ich nun mal.

Und wenn man dann noch sieht, wie sich manche alte Freundschaften verlieren (oft weil die neuen Partnerinnen meiner alten Kumpels der Freundschaft zu einer Frau nicht trauen), die mir doch so wichtig sind, oder wie man bei einer Freundin durch eine neue, vermutlich coolere Freundin ersetzt wird (zumindest zum Teil – bis jetzt war ich die unangepasste coole Freundin, jetzt gehör ich zum brave-Bekannte-Inventar und meine Aufgabe wurde neu besetzt)… komisch.

Ich habe gerade das Gefühl, es ist alles im Umbruch – vieles was ich mag bricht weg und kaum Sachen die ich mag kommen dazu, dafür viele total ungeliebte Verpflichtungen.

Damit komm ich grad ganz schlecht klar. Identitätskrise?

Hoffentlich dauert es noch recht lang bis zum Tag X. Ich bin noch nicht bereit für die 3 vornedran, das signalisiert dass ich erwachsen und vernünftig bin. Und dieses Signal ist falsch. Ich bin wie meine Oma. Die ist 90 und immer noch nicht erwachsen und vernünftig. Aber ihr verzeiht man das mittlerweile wieder (das Alter!). Bis ich dann wieder so weit bin, das dauert. Ich glaube, ab 80 wirds verziehen? Also hab ich nur 50 Jahre mit kopfschüttelnder Umgebung vor mir…

Und, zum Abschluss dieses (sorry) ellenlangen Textes hätte ich bitte gern Info, wie ihr mit folgender Situation umgehen würdet:

Ihr seid ich. Euer Mann hat eine Männerclique. Auch wenn ihr die Typen nicht besonders mögt (außer den Bro, natürlich) macht ihr in der Regel gute Miene zum bösen Spiel.

Ihr tragt verschiedene Konfektionsgrößen (je nachdem wie es ausfällt… die eine nur bei manchen Hosen, die mittlere bei den anderen Hosen, bei Röcken und Kleidern und den meisten Pullis und die kleinste bei manchen anderen Shirts, Blusen gehen gar nicht, weil sie entweder um den Bauch zu weit oder um die Brust zu eng sind), seht aber aufgrund der Körpergröße schlanker aus (Ayse kennt das ja eh), und eigentlich gar nicht sooo furchtbar weil aufgrund des Sports zumindest die Proportionen stimmen. Ihr habt z. B. einen fast komplett flachen Bauch, weil sich die Reserven dort nicht ansiedeln. Nach dem gewonnen Championsleaguefinale (stellt sich bitte jeder mit seiner Traummannschaft vor…) hüpft-tanzt ihr zum Siegerlied durch die Gegend, weil ihr eure Freude gerne zeigt. Kurz, ihr seid kein Model (geht ja mit 173 cm Körpergröße auch gar nicht) aber auch kein Wal. Jetzt sind aber in dieser Männerclique 3 so zerbrechliche Läufertypen. Die Kategorie, über die die BF mit Konfektionsgröße 36/38 sagt, so einen würde sie nicht haben wollen, da hätte man ja Angst dass man die daheim versehentlich kaputt macht! Ihr wisst schon, schmalere Schultern als Naomi Campbell haben diese Typen (sooo unmännlich!) und sehen irgendwie aus wie die Caminoaner aus StarWars-Episode II (hießen doch so, oder?).

Und 2 dieser laufenden Striche lästern doch tatsächlich darüber, warum „die Fette“ (=ich) da so tanzen muss, das ginge ja gar nicht, und ich solle mich lieber in die Ecke stellen, und wie man nur so sein kann und wie man nur so was haben will… Besonders bei Caminoaner 1 hätte ich gern die Reaktion seiner Freundin gesehen (ja, der hat tatsächlich eine gefunden die verblendet genug ist…), denn die gutste Rosi trägt die selbe Konfektionsgröße wie ich. Nur hat sie mehr Oberweite und mehr Bauch.

An und für sich trifft mich das nicht. Es tut nicht weh. Weh täte es, wenn das jemand sagen würde, den ich mag. Und deren Weltsicht über den weiblichen Körperbau ist auch eher…unzutreffend. Wenn ich so furchtbar unattraktiv wäre, wäre es nicht notwendig einen kleinen Korbvorrat mit mir rumzutragen wenn ich ausgehe. Den tödlichen Blick „sprichmichnichan“ und seinen Bruder „tanzmichnichan“ und seinen Onkel „kommjetztjanichtrüberzumir“ – die muss ich auch immer wieder live erproben (manchmal mehr und manchmal weniger hilfreich).

Jedenfalls jetzt zu meiner Frage: Würdet ihr an meiner Stelle weiterhin gute Miene zum nervigen Spiel machen, und bei Cliquenveranstaltungen mitgehen, oder wäre euch eure knapp bemessene Freizeit zu schade für die Typen und ihr würdet nur noch im Ausnahmefall mitkommen? Ich persönlich tendiere zu zweiterem, einfach weil ich in der Zeit wo ich mir die Caminoaner und ihr Gefolge angucken müsste sicherlich sinnvolleres tun könnte, das mehr Spaß macht (Fensterputzen oder Shades of Grey rezensieren oder so). Aber wäre das nicht ein Egotrip von mir?

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Gestern war natürlich Fußballpflichtveranstaltung für mich, da ich ja seit über 20 Jahren dem FCB anhänge. Letztes Jahr im Finale (TRAGISCH!) hab ich nur Apfelschorle und Wasser getrunken.

Heuer hab ich mir gedacht – hey! die Bayern sind rot weiß! Und dann hab ich auf den Weg zum Kumpel, wo wir uns trafen, 2 Weinflaschen mitgenommen. Eine rote und eine weiße.

Ich mag keinen Rotwein. Aber wenns den Bayern hilft – Augen zu und durch!

In der ersten Halbzeit haben wir den Weißwein getrunken. In der zweiten den Rotwein. Und prompt haben wir gewonnen. Nur, können wir doch nicht bei jedem Finale 2 Flaschen Wein verkonsumieren! Besonders keinen Roten!

Bin nur froh, dass ich kein BVB-Fan bin, sonst müsste ich künftig 2 Dinge trinken, die ich ned mag. Eierlikör und Schwarzgebrannten.

Ich bin ja gespannt, was mein Kollege übermorgen in der Arbeit erzählt – er war live dabei in Wembley.

Schaun wir mal, ob wir am Samstag dann das Triple holen.

Bis dahin sind bestimmt auch die Kopfschmerzen weg… AUTSCH!!!!

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So, das waren jetzt ca. 900 km am Wochenende, so alles in Allem. Plusminus. Zum Glück war ich nur Beifahrerin (die ständig dem Navi widersprochen hat *hust* und aber auch Recht hatte!). Ich habe nur mal so für 5 km abgelöst (vom Abendessen zum Bett, quasi), weil die Herren der Schöpfung Alkohol konsumieren wollten und ich mir die Kalorien gespart hab. Ja, und am liebsten hätte ich mir das von den 5 Männern schriftlich geben lassen um es gewissen Menschen zu zeigen: ICH habe einen Fiat Kleinbus mit 9 Sitzen gefahren. Unfallfrei. Problemlos. Und nicht nur das: ICH habe mit dem Teil rückwärts in eine Parklücke eingeparkt! Unfallfrei! Problemlos!

Aber diese Bestätigung haben zu wollen wäre doch etwas… übertrieben gewesen. Vor allem, da eigentlich allgemein behauptet wird, dass ich eine gute und sichere Fahrerin sei. Nur eine Person behauptet das Gegenteil, und dem hätte ichs gern unter der Nase gerieben.

Jedenfalls glaube ich, dass mein Trainer nach dem Wochenende eine Strichliste mit „Nadine widerspricht“ führt. „Sie widerspricht schon wieder!“ war am Wochenende ein geflügeltes Wort, allerdings meist gefolgt von „…aber sie hat Recht. Trotzdem, so viel Widerspruch…“ *grummelgrugrammelgram*

Genächtigt haben wir in einem Ort, in dem eigentlich nix außer Senioren (so richtige Senioren… die mit Rollatoren und Ü80 und so) war. Der andere U30 in unserem Bus hat umgehend ausgerechnet, dass unsere Ankunft den Altersdurchschnitt gleich um 100 Jahre senkt und die deswegen die Deko im örtlichen Supermarkt auf neunzehnhundertirgendwas ändern müssten. Charmant, der Gutste (war ich mit 24 auch so? nein, oder?). NOCH darf ich ja mitlachen mit dem Burschen, aber ab Herbst… oioioi. Vielleicht stuft er ja dann auf U35 hoch. Man kann ja mal hoffen.

Nun, ich bin wieder daheim. Dort wo die Getränke im Halbliterglas serviert werden (ich vergesse immer, „groß“ zu bestellen…).

Morgen muss ich wieder in die Arbeit. Nach dem „Erholungs“urlaub jetzt, der eher ein Aufräum-Umräum-Umbau-Umstrukturier-Erdwespenausgartenvertreibwasnichtfunktionierthat-Urlaub war werde ich meinen Tisch unter dem ganzen Papier das in meiner Abwesenheit eingegangen ist kaum finden können. Ich werde die nächsten Tage Überstunden schieben dürfen ohne Ende, damit ich überhaupt mal einen Überblick bekomme. Vom Abarbeiten ganz zu schweigen… Mir gruselts richtig davor. Ich trau mich gar nicht, morgen mein Büro aufzuschließen. Und rein will ich schon gleich dreimal nicht. Ich habe kaum etwas von meiner To-Do-Liste erledigt im Urlaub, ich bin frustriert. Und wenn ich wieder im Alltagstrott unterwegs bin, schaffe ich die To-Do-Liste NIEMALS!!! Naja, hilft ja nix. Vielleicht nächstes Wochenende…? Bissi was? Vorhänge nähen vielleicht? Wespen loswerden? Chilis umtopfen? Mal gucken.

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Servus beianand,

ich zitiere mal einen Autowerbespruch: Vorsprung durch Technik! GENAU den hatte ich nämlich nicht.

Ich hab ein Netbook, und dann haben wir irgendwas upgedatet, und dieses Update hat so viele unnütze Sachen wieder aktiviert oder eingespielt oder was weiß denn ich, dass es einfach zu viel für mein Booklein war. Des hats nimma daschnauft. Resultat: Ich kam nicht mehr online. Ich konnte keine Mails mehr abrufen. Ich musste dringend per online-Banking was erledigen. Dr. pc. Tim hat sich dem Patienten angenommen. Er macht noch die ein oder andere Fehlermeldung, aber er geht wieder.

Wollte mich jetzt nur mal melden, nicht dass ihr meint, ich bin völlig in der Versenkung verschwunden. Wird aber jetzt einige Tage dauern, bis ich wieder bei allen Blogs up to date bin. Denn heute komm ich nicht zu viel Sachen am Computer, und moooorgen gehts nach Hessen. Also ins Nachbarbundesland. Aber wenn man aus Südbayern da nauf *zeig* fahren muss, das dauert schon die ein oder andere oder ganz andere Stunde. Am Montag gehts dann wieder heim.

Also, wenn irgendwer morgen oder am Montag in Hessen ein desorientiertes Auto mit einem Kennzeichen aus Bayern sieht, in dem eine Frau und viele Männer sitzen, die aussehen, als würden sie eine Sportgemeinschaft sein – nicht böse sein, das sind wir. (Außer natürlich, ich sitze am Steuer, dann sind wir nicht desorientiert, is klar, ne?) Und ich schwöre, dass ich nach dem Desaster von 2006 (oder so) NIE WIEDER einen Philosophen einen Straßenplan lesen lasse, der hat mich komplett in die falsche Richtung geschickt und kam dann mit so einem „Der Weg ist das Ziel“-Scheiß. Nein. Isses nicht. Insbesondere dann nicht, wenn ich aufs Häuschen muss.

Jedenfalls, ich muss Tim noch einschärfen, dass er unseren Salat gießen muss, der erste Kopf muss nämlich am Montag dran glauben, da freu ich mich schon drauf.

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So, jetzt hab ich meinen Mocchachino ausgeschlürft (super geile abhängig machende Neuentdeckung… hätt ichs doch nur nie rausgefunden! Senseo i ❤ U) und fang schon mal an, mich auf den neuesten Stand zu bringen. 30 Minuten hab ich noch.

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Ja, die 90er!

In den 90ern wurde ich vom Kind zum Teenie, vom Kindergartenkind zur Bewerberin um eine Ausbildungsstelle. 1990 wurde ich eingeschult, 2000 habe ich die Mittlere Reife gemacht.

Der Großteil von dem, was bei mir unter Kindheits-/Jugenderinnerungen läuft spielt also in den 90ern.

Am Telefon habe ich kürzlich mit einer Freundin eine Art 90er Jahre OMG was war da -Party gehabt.

Ich meine, guckt euch mal bei Youtube die Videos von MC Hammer an, von 20 Fingers oder meinetwegen auch den Backstreet Boys!!!

Diesbezüglich möchte ich jetzt meine 90er Jahre Party mit euch „weiterfeiern“.

Der erste Link ist ein Lied, das mich unfreiwillig bis in die frühen 00er Jahre begleitet hat… und diese „Choreo“ hätten die Jungs meiner Clique genau so auch tanzen können:

http://www.youtube.com/watch?v=eZdEbbratSQ&feature=youtube_gdata_player

zum 2:

http://www.youtube.com/watch?v=9G7JpwZEKPk

kann man nur sagen: Wie unglaublich kompliziert diese Schrittfolgen waren! LOL!!! Vom Outfit mal ganz abgesehen. JA wir hatten sowas an. 1991 aber noch eher unfreiwillig (von Mama eingekleidet).

http://www.youtube.com/watch?v=b9FwA3Ch7tc

und wo wir grad beim Thema Outfit waren passt ja das Video auch gut (das Lied war nie so mein Highlight)… Entweder wars extrem knapp und bauchfrei oder übergroß und knielang (sieht man auch bei 20 Fingers ganz gut).

Und NIE zu vergessen: Die riesigen Silbercreolen. Die musste das Mädchen von updodate aber auch 2001/2002 noch tragen. Ich hab meine (Bijou Brigitte) noch. Inzwischen sind sie korridiert und verbogen. Manchmal nehme ich sie hoch und denke an die Zeit, wo ich eitles Huhn ohne Brille wegging und deshalb leider niemanden erkennen konnte. An die riesigen Erdbeer-Eisbecher im Sommer, die wir ab und zu aßen, bevor wir in die Tanzschule gingen.

An die tausenddreihundertsiebenundzwanzig Mückenstiche auf den Beinen, weil ich nachts am Feuer unbedingt hochgekrempelte Jeans tragen musste. Und wie ich, als mir kalt wurde, die Füße näher ans Feuer gestellt habe und die Sohlen meiner Dockers fast geschmolzen wären. Das ist aber niemandem aufgefallen, weil zeitgleich der Schulschwarm mit seinen Muckis protzen musste und bei ca. 12°C „mir ist sooo warm weil ich so heiß bin!“ gespielt hat und sich das Eishockeytrikot irgendso einer Amimannschaft vom Leib gerissen hat und fortan oben ohne am Feuer saß.

Da hatte ich dann übrigens auch wesentlich weniger Mückenstiche, weil wir uns dann also die Mücken geteilt haben.

So ein paar objektiv wertfreie aber subjektiv wertvolle Erinnerungsstücke hat doch bestimmt jeder von euch? Zu meinen gehören noch 2 Poster (aber nur eins aus den 90ern).

Ein Poster (ich musste mein Zimmer mit meiner Schwester teilen und durfte nur 1 Poster aufhängen) hing so ab der 4. Klasse in meinem Zimmer. Mehmet Scholl. Hach, was war ich verliebt in Mehmet Scholl! Naja, und in Sasha und in Kommisar Moser aus Kommisar Rex, aber von denen hatte ich kein Poster. Aber so! Jeden Abend war das letzte das ich sah Scholli (oder meine kleine Schwester) und morgens das erste (wenn nicht meine kleine Schwester ihr Kuscheltier auf mein Kissen geworfen hatte und das erste was ich sah dieses scheußliche Vieh war).

Als ich mit 15 mein eigenes Zimmer bekam durfte ich leider keine Poster aufhängen („Jetzt haben wir Dir extra so eine schöne neue Tapete gekauft, die Du selber aussuchen durftest, die war teuer, da wird nix draufgeklebt, haben wir uns verstanden?“). Aber in der Ausbildung im Internatsblockunterricht (6 Monate). Ich hatte mir kurz davor irgendwas bei Hager und Mager, Hasi und Mausi, Hirn- und Mummfrei gekauft und dazu ein ziemlich großes Poster geschenkt bekommen. Da war ein nicht unattraktiver Mann drauf, der vermutlich Unterwäschemodel war. Das vermute ich deshalb, weil er nur schwarze Boxershorts und ein Lederarmband trug.

Der Typ hat mir und meiner Zimmerkameradin jedenfalls das am-Arsch-der-Welt-sein und das weg-von-der-Clique-sein ziemlich versüßt – am Wochenende waren wir ja glücklicherweise daheim. Und als unsere Klassenkameradinnen (und 1 Kamerad) das Poster entdeckten bekamen wir auch regelmäßig Besuch.

Damit der arme Mann da nicht den ganzen Tag allein rumhängt während wir im Unterricht sind bekam er peu a peu Gesellschaft: Buffy, Sasha, David Boreanaz, Zorro, Britney Spears und Christina Aguilera (wir hatten sonst nix!), ein Foto von einer Oktoberfestbreze, Harrison Ford, The Simpsons, Kaya Yanar, die Bullyparade – alles was man aufhängen konnte, haben wir aufgehängt! Aber das war dann schon im Jahre 2000. Und das h&m-Poster müsste ich auch noch irgendwo im Keller haben.

Und ich weiß eins: Wie uncool diese Silbercreolen auch immer werden mögen, ich werde meine NIE wegwerfen (allerdings vermutlich auch nie wieder tragen auch wenns irgendwann wieder aktuell werden sollte… verbogen und korridiert!). Das ist so ein Stückchen meiner persönlichen Geschichte. Wenn ich irgendwann alt und grau bin und eben NICHT MEHR bin werden meine Urenkel beim Ausräumen so komische verbogene Metallreifen mit Öffnung finden, die in einer Kiste liegen, wo auch ein vergilbtes großes Bild eines Mannes mit Fußball drin ist. Ansonsten werden in dieser Kiste wohl Fotos, Briefe, Postkarten, ein Armband aus Tunis und Urkunden aus Japan mit meinen Lehrlizenzen in Kanji liegen. In einem Eck noch mein heißgeliebtes rotes Top, das ich von 15 bis 20 fast jedes zweite Wochenende beim Ausgehen trug und nie Farbe oder Form verlor. Auch den Brief, den mir meine frühere Vorgesetzte letztes Jahr im Juni zum Abschied geschrieben hat, als ich die Abteilung gewechselt habe wird man dort finden – so viel Wärme und Anerkennung von so einer tollen Person zu erhalten! Auch die Engelsflügel, von denen ich kürzlich erzählt habe, werden dort Platz haben.

GottseiDank ist in meiner imaginären Kiste noch ganz viel Platz für neue Erinnerungen. Ich will schließlich 118 Jahre alt werden, da warten noch einige Erinnerungen auf mich, die gemacht werden wollen!

Und wenn sich jetzt der/die ein oder andere frägt, wieso mein Ehering nicht in der Kiste liegt, oder der Schmuck, den mein Mann mir geschenkt hat: Der Ehering wird selbstverständlich an meiner Hand sein, und der Schmuck von Tim in der Schmuckschatulle. Genau so wie die Kette, die ich von Oma geerbt hab. Oder das goldene Kreuz, das ich zur Erstkommunion von meiner geliebten Großtante bekommen hab.

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