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Archive for Mai 2015

Tim, mein Heimwerkerking und ich, wir haben Probleme in unserer Beziehung.

Es wäre so viel leichter, wenn wir KEINE Gefühle mehr füreinander hätten.

Dann wäre die Konsequenz klar.

So ist aber gar nix klar.

Ich war für eine Trennung auf Zeit. Weil wir beide so viele Verhaltensweisen und Ansichten haben, mit denen der Partner überhaupt nichts anfangen kann. Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, getrennt voneinander an sich zu arbeiten, und dann gemeinsam weiter an der Beziehung zu arbeiten, und nicht alles gleichzeitig. Für Tim jedoch kam das nicht infrage. Nach Stunden der Diskussion und des Heulens gab ich (erstmal) nach.

Ich habe Angst, dass mich das überfordert. Das alles-gleichzeitig-machen. Dass es scheitert, weil es mich überfordert, und dass ich dann schuld bin, weil ich mich nicht durchgesetzt habe für die Option, die ich für erfolgversprechender gehalten habe.

Ein paar der hauptsächlichen Probleme sind: die Zukunftspläne und -wünsche, die sich bei uns beiden in nicht kombinierbare Richtungen entwickelt haben. Seine Angewohnheit, sich bei meiner Schwiegermutter über mich auszujammern. Dass ich mich gerne von meiner Arbeit vereinnahmen lasse. Dass wir uns gegenseitig die Energie aussaugen und runterziehen. Ist er erschöpft, zieht er mich mit runter (meiner Meinung nach mit Absicht) und wenn ich erschöpft bin, ist das für ihn oft eine Einladung, auch mit down zu sein.

Das ist natürlich bei Weitem nicht alles.

Ich hoffe, wir schaffen es.

Ich weiß noch nicht, ob ich weiter über dieses Thema schreiben will, wir werden sehen.

Drückt uns die Daumen.

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Ich bin ein Mensch, der durchaus auch explodieren kann.

Und wie.

Man sieht mir das in der Regel auch an, wenn ich kurz vor der Explosion bin. Außer man hat das emotionales Gespür eines Steins. Oder der Gefahrendetektor dieses Menschen ist sowas von kaputt. Vielleicht wurde er auch serienmäßig nicht mitgeliefert.

Ich habe mich auch unter Kontrolle. Aber manchmal will ich das einfach nicht mehr. Wenn jemand kontinuierlich Grenzen überschreitet will ich das zum Beispiel nicht mehr.

Heute traf es eine Kollegin.

Sie und ich werden so oder so keine Freunde.

Ich halte sie für arrogant, überheblich, inkompetent, unreflektiert und unverschämt. Naiv und realitätsfern kommen auch noch hinzu.

Die komplette Abteilung hat sowas von die Nase gestrichen voll von ihr, angefangen bei der 19jährigen Kollegin über sämtliche Kolleginnen und Kollegen einschließlich den 58 Kollegen, die 59jährige Kollegin, die 62jährige Chefin.

Vor 2 Wochen hat sie – vor der obersten Ebene – behauptet, dass alle jüngeren und auch ein paar älteren Kolleginnen aufgrund ihrer nuttigen Outfits Respektsprobleme mit unseren Kunden hätten. Nuttige Outfits sind übrigens bereits Röcke in Knielänge oder kurzärmelige Oberteile. Oh, und Sandalen. Vergessen wir nicht die Sandalen.

Keiner von uns hat Respektsprobleme. Nur sie. Vermutlich merkt die Kundschaft einfach wenn wer AHNUNGSLOS ist! Selbst wenn ich nackt wäre, hätten sie vor mir mehr Respekt als vor ihr wenn sie ihre sämtlichen hässlichen Altomahosenanzüge gleichzeitig anzieht.

Gestern erklärte sie dann – wieder vor alleroberster Ebene – dass wir alle einfach unstrukturiert und planlos arbeiten (nein, sie weiß in keinster Weise, was wir eigentlich machen, sie hat von unserem Job einfach mal keine Ahnung, wenn hier irgendwer planlos ist, dann SIE) und behauptet ernsthaft, wir würden alle bereits 2 Std. vor Geschäftsschluss grundsätzlich gar nichts mehr arbeiten. Ähm, hallo? Wir reißen uns den Arsch auf! Wir arbeiten nach Geschäftsschluss weiter, weils oft gar nicht anders geht! Aber das weiß sie ja nicht, weil sie noch nicht mal auf unserer Etage sitzt. Aber Hauptsache man kann sich profilieren.

Aufgrund dieser Unverschämtheit hat mir da dann tatsächlich die Sprache gefehlt. Passiert nicht so oft. Chefin WEISS wie hart wir arbeiten und war kurz davor ihr quer über den Konferenztisch an die Gurgel zu springen.

Eine Kollegin (Anfang 40, also nix pubertäre Reaktion) hat es bedauert dass sie zu gut erzogen ist, um ihr mitzuteilen, dass sie, wenn sie keine Ahnung hat, einfach mal ihr dummes Maul halten soll.

Ich bin nicht auf sie angewiesen. Sie aber auf mich/uns. Weil sie einfach mal keinen Durchblick hat (obwohl sie schon länger als ich dort arbeitet, stellt sie Anfängerfragen die Azubis nach einer Woche nicht mehr stellen). Auch wenn sie besser bezahlt wird als ich. Die ist zu dumm, um einen Leitz-Ordner zu öffnen.

Ich hab gerade so einen Hass!

Heute nachmittag nun, während ich eine neue Kollegin in ihr künftiges Aufgabengebiet einarbeite (das mache ich seit Montag und das wird auch noch einige Wochen dauern), kommt die dumme Kuh. Sie hätte mal ne Frage. Och. Mal was Neues. Nach einem Blick auf die Uhr teile ich ihr zuckersüß mit, dass wir leider in etwas weniger als einer Stunde Geschäftsschluss haben, und nachdem sie gestern behauptet hat, dass wir ab 2 Std. vor Schluss nichts mehr arbeiten denke ich nicht daran, mir ihre Frage anzuhören (auf diese Fragen hab ich sowieso keinen Bock mehr – wieso auch, sie ignoriert seit 3 Jahren alle Antworten und Erklärungen…).

Also ignoriere ich sie und erkläre der Neuen den (für Anfänger) wahnsinnig komplizierten Vorgang weiter. Die steht ernsthaft weitere 10 Minuten neben meinem Tisch und schaut.

Ernsthaft, wenn ich so einen Korb bekomme und dann eiskalt ignoriert werde, ICH fange an, mir Gedanken zu machen, woran das wohl liegen könnte. Insbesondere wenn die korbverteilende Person zur nebendran sitzenden Neuen normal ist kann es wohl nicht an allgemeiner schlechter Laune liegen. Oder?

Der komplizierte Vorgang ist gleichzeitig eilig, jeder Tag zählt. Ich erkläre der Neuen, an welchen Fachkollegen das umgehend mit welchen Unterlagen abgegeben werden muss, und dass wir die Übergabe sofort noch machen müssen.

Als wir also auf dem Weg zum Fachkollegen sind stellt sich die Irre mir ernsthaft in den Weg und sagt, sie hätte immer noch eine Frage. Ich entgegne, es eilt bei mir. Sie sagt, bei ihr eile es auch. Sie müsse wissen, was in diesem Leitzordner drin sei, ob das für sie von Belang sei. Ich habe gesagt, es ist für sie nicht von Belang und ihr empfohlen, bei solchen Fragen grundsätzlich den Deckel aufzuklappen und nachzuschauen. (Dass die Frage ungefähr so eilig war wie eine Kühlschranklieferung an den Nordpol und Heizdeckel zu australischen Aboriginees – scheiss drauf.) Dass mein Tonfall eher unterkühlt war und ich sie währenddessen nicht vollgeschleimt war, meine Wortwahl aber korrekt muss ich nicht betonen, oder? Die Neue erzählte mir im Anschluss sie fand das so unmöglich dass die dumme Nuss erwartet habe, dass ich meinen dringenden Auftrag in der Sekunde in der sie mit ihrer Arbeit nicht weiterkommt sofort fallen lasse und ihren Schmarrn mache.

In dem Moment hab ich mich geärgert, weil ich Idiot ihr geantwortet hab. Weil ich ihr damit schon wieder geholfen hab, ihre Inkompetenz zu verschleiern.

Und dann sagt dieser unmögliche Mensch wirklich tatsächlich, sie würde es begrüßen wenn der Umgangston bei uns etwas weniger barsch sei.

Ich hab dann nur gesagt, ich würde es begrüßen, wenn sie unsere Arbeit von der sie nicht die geringste Ahnung hat vor der obersten Chefetage nicht schlecht machen würde und nicht aus Profilierungsgründen Unwahrheiten erzählen würde.

Dann hab ich mich umgedreht, hab sie stehen gelassen, und bin gegangen.

 

Die Neue meinte nur, sie kenne mich erst wenige Tage, würde aber wagen zu behaupten, dass auch ihr klar war, dass man mich nach so einem Auftritt nicht noch blöd anreden sollte und dass sich die Explosion wohl in meiner Mimik angedeutet und wirklich JEDEN gewarnt hat. Und sie stellte einfach mal nach den paar Tagen (zweieinhalb) die kühne Behauptung auf, dass ich ständig jedem helfen würde und jedem alles erklären würde und dass es wohl eine gewisse Zeit dauert bis meine Geduld erschöpft ist.

Meine Teamchefin hat das mitbekommen. Die ist seit gestern auch nicht mehr so gut auf die dumme Nuss zu sprechen. Gut auf sie zu sprechen ist sie schon länger nicht mehr, aber auch bei der Teamchefin ist jetzt endgültig Schluss mit Lustig. Und zu mir hat sie gesagt, wenn die dumme Nuss es wagen sollte, über mich zu jammern, wird sie ihr noch (verbal) dermaßen eine mitgeben, weil ich einfach Recht hab mit meiner Ansicht und auch keinesfalls springen muss wenn die Kuh ruft.

Ich sehe der Zukunft neugierig entgegen.

 

Die Frau hat doch einen Sprung in der Schlüssel. Die ist beleidigend und macht einen auf superkatholisch. Da geht mir das Messer in der Hosentasche auf!

Tina will morgen nackig kommen. Dann muss sie sich keine Gedanken über Ärmellängen machen, sagt sie.

Ich habe mir vorgenommen, ihr nicht mehr zu helfen. Ich bin ein hilfsbereiter Mensch, und das wird mir schwer fallen. Aber von mir aus fällt die jetzt auf die Schnauze. Die braucht das Echo von diesen Profilierungsauftritten.

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Wieder dahoam

Bin vor 4 Stunden wieder nach Hause gekommen. Gerade rechtzeitig zum Muttertagsessen bei Mama.

Passte grad gut zusammen. Zu essen war eh nix daheim.

Ich habe einen üblen Muskelkater. Ich war ca. 120 km weg, habe in einer Jugendherberge geschlafen mit Dusche 2 Stockwerken weiter oben. Es ist echt nicht lustig nach 5 Std. Dauertraining noch dauernd treppauf und treppab zu laufen wegen Duschen und Umziehen, dann ganz runter, essen, dann ganz ins Dachgeschoss vom 2. Gebäude um weiterzutrainieren. Und so. 3 Tage lang.

In der Mittagspause ging ich noch in den See zum „Schwimmen“. Die haben gesagt, ich trau mich da nicht rein, weil es noch nicht Sommer ist und ich ein Weichei bin. Also, grad mit Absicht. War nur kurz, aber ich war drin.

Die Leute waren übelst cool, wenn wir grade nicht trainiert haben hatten wir viel Spaß. War supernett. Wurde mal wieder ständig für Anfang 20 gehalten. Nicht, dass mich das stören würde ^^. Natürlich ging mir Mr. Macho zwischendurch mal wieder auf die Nerven und wollte mich zu einem vhs-Blowjobkurs überreden. Weil ich erklärte, dass Englisch die einzige für mich einigermaßen verständliche Fremdsprache ist. Mr Macho: „koa französisch?“ ich: „nö“ er: „dein armer mann“… Als seine Teenagerziehtochter mich gefragt hat, was er da grad so meint hab ich sie an ihn verwiesen. So aufgelöst hab ich ihn noch nie gesehen, weil er will dass sie sein kleines Mädel bleibt. Seine Ausflüchte waren auch echt unterhaltsam. Tja, sollte er halt gucken in welcher Runde er was äußert.

Der Muskelkater wird morgen sicher nicht weniger. Und morgen kommt die Neue zum Anlernen. Ich glaube ich fange mit den technischen Fachanwendungen an, da muss ich mich nicht viel bewegen.

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Wer kann der kann!

Und ich kann!

Heute war Stadtlauf. 7 Kilometer.

Ich wollte schon unbedingt mitmachen. Aber leider leider hatte ich keine Zeit zur Vorbereitung.

Und gestern dachte ich mir „Scheiß drauf!“. Und habe mich angemeldet.

Ich bin Sportlerin, ja. Aber ich laufe nicht. Ich betreibe 2-3 x die Woche Kampfsport (na gut, manchmal auch mehr, es gibt ab und an Wochenenden mit bis zu 20 Std. Training), gehe unregelmäßig ins Fitnessstudio an die Gewichte (jedesmal wenn ich über die Maßen frustriert bin weil meine Mitkampfsportler mehr Kraft haben wie ich und ich auch noch Zeit hab, also ca 1x im Quartal). Ich gehe ab und an spazieren. Letztes Jahr war ich 2x im Freibad und hab ein paar Bahnen gezogen. Im August hatte ich mich einmal mit einer Bekannten zum Nordic Walking verabredet. Letztens Endes sind wir rumgeschlendert und haben gequasselt. Joggen geht seit 19 Jahren nicht mehr. Ich hab mir mit 12 Jahren beim Fußballspielen alle möglichen Sehnen im rechten Fuß und linken Knie gerissen. Nachdem das nie stabilisiert wurde (als es 7 Jahre später festgestellt wurde woher die Probleme kamen wars zu spät) haut es mir beim Joggen (also, wenn das länger als 5-10 Minuten geht) immer die linke Kniescheibe raus die ich dann wieder reinpressen muss. Die Ärzte haben mir unmissverständlich klar gemacht, dass Joggen nicht in Frage kommt für mich. Der Crosstrainer geht komischerweise problemlos. Nur, dass ich da dieses Jahr bisher nur 3x drauf war. Tanztraining hab ich heuer noch gar nicht gehabt.

Aber ich habe beschlossen, dass so ein Stadtlauf einfach mal mit meiner Grundausdauer zu erledigen sein muss. Man musste ja nicht joggen (was ja nicht geht), man konnte auch Walken oder Nordic Walken.

Und: Ja, es geht mit meiner Grundausdauer. Und zwar easy, gechillt und problemlos.

Meine Ziele waren ja mangels Vorbereitung nicht so hoch gesteckt (ins Ziel kommen, innerhalb der vorgeschriebenen Zeit ins Ziel kommen, mindestens Vorletzter werden). Aber die hab ich weit übertroffen. Ich war deutlich schneller als ich gedacht habe. Schneller als so einige Jogger und schneller als unzählige (Nordic) Walker. Ich bin mehr als zufrieden mit mir. Ich habe ewig viel Zeitpuffer nach hinten gehabt. Die Glückshormone sprudeln…

Am Start war so eine Joggerin, Kategorie „Dumme Schnepfe“ neben mir. So eine aufgetakelte Demonstrativcoole. Sehr hübsche Frau, muss man sagen. Aber unsympathisch. Die keift auf alle Fälle rum weil „diese lahmen Stockläufer auch starten dürfen“ und „wenn mir eine so nen Stock zwischen die Füße steckt tret ich der voll in Arsch“. Ja logisch. Wie wenn irgendwer seine Stöcke freiwillig mit sowas kontaminiert. Und umsichtig wenn man läuft passiert das auch nicht. Ich bin z. B. die ersten paar Meter vorsichtig gejoggt, Stöcke am Körper, damit nix passiert, und erst als nach dem Start nach ein paar Metern mehr Platz war weil das Teilnehmerfeld etwas mehr gestreckt war bin ich zu der anderen Technik geswitcht.

Jedenfalls gehörte Madame Arrogant zu den Joggern die weit nach mir im Ziel waren. Im Cool down bereich hatte ich schon gute 5 Minuten entspannt, einen Viertel Apfel, 3 kleine Stücke Wassermelone und eine halbe Banane gegessen und nen halben Liter Wasser getrunken als sie völlig dramatisch mit den Worten „schnell, ich brauche Zucker, dringend“ in die Halle gestürzt kam.

Wer ist jetzt hier lahm?

Ich war ja viel zu happy über meine Leistung. Sonst hätte ich bestimmt noch was äußerst charmantes vom Stapel gelassen.

Ich mag das nicht, wenn man versucht sich selbst zu erhöhen indem man versucht andere zu erniedrigen. Aber… ganz ehrlich, eigentlich musste ich gar nichts mehr sagen, das hat sie ja doch selbst geschafft.

Leute gibts…

Fragt sich nur ob ich in 4 Wochen bei dem Dorflauf kurz außerhalb der Stadtgrenze auch ohne Vorbereitung (außer man zählt den heutigen Tag als Vorbereitung) starten soll. Aber das sind 8,5 km. Das ist nochmal ne andere Hausnummer…

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