Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Juli 2015

Männer mit schlechtem Magen dürfen leider nicht weiterlesen.

 

So. Ich also seit WOCHEN Dauerblutungen. Dieses Zwischengeschmiergedöns bin ich ja gewohnt. Der alte Gyn sagte immer „wenns schlimmer wird müss ma doch mal weiter gucken“.

4 Wochen Dauerblutungen habe ich unter „wird schlimmer“ eingeordnet.

Gyn angerufen. 3 Wochen Urlaub, und dann der nächste Termin im Oktober. Bis dahin bin ich verblutet. *DRAMAQUEEN*

Nächsten Gyn angerufen. Keine Termine für Nichtpatienten der Praxis. Weilhalt.

Mich dazu durchgerungen eine Gynäkologin anzurufen. Das war deshalb ein Überwinden, weil meine erste Gynäkologin ein (sorry, aber echt!) brutales Mistweib war. Die Männer waren da etwas vorsichtiger.

Ich konnte am selben Tag (!!!) nur 3 Std. später vorbeikommen.

Dann erstmal Anamnese, dann die erste Blutabnahme wegen Eisenwert.

Sie begrüßt mich mit den Worten „ich habe eine gute Nachricht für Sie, Sie leben noch“ wieder.

Oh. Etwas tief.

Dann Untersuchung, Ultraschall.

Die entspannteste Gyn-Untersuchung die ich je hatte! Die ALLERERSTE die nicht ansatzweise weh getan hat! In der Praxis bleib ich. *sitzstreik*

Die Ärztin total sympathisch – sogar so dass ich keine Vorurteile gegenüber Gynäkologinnen mehr hab.

Sie wollte gucken „ob es irgendwann von selber zu Bluten aufhört“ und stellt gleich fest: Nichtmehr dieses Jahr bei DER Schleimhaut.

Blick in mein Gesicht: „Lang könnense nicht mehr, das macht ja kein Mensch mit, Sie sind körperlich am Ende! Also, morgen Narkosevorbesprechung, übermorgen Ausschabung. Und jetzt nehmen wir noch gleich OP-Blut.“

Das war heute alles ambulant. 7 Uhr rein in die Klinik, Vollnarkose, 11 Uhr raus aus der Klinik.

Ich steh grad noch so n bisschen „unter Drogen“. Aber ich bin total geflasht, wie schnell das ging! Ich hatte ja wieder mit wochenlangem Rumgeeiere und kein-Termin-gekriege gerechnet, bzw. falls ne OP angesagt ist, diese in frühestens 2 Wochen…

Nope!

Ex und hopp! Die Frau ist straight. Die sagt ganz klar was Sache ist.

Ich hoffe, dass sie noch einige Jahre ihre Praxis behält und nicht in den Ruhestand geht.

Später werde ich dann die Bachelorette angucken. Das wird bestimmt ein besonderes Erlebnis – so unter Narkosemitteln *schweb*

Read Full Post »

Ich schmelze. Ich mag Wärme, aber Hitze mag ich nur im Urlaub. Und ich habe keinen Urlaub. Ich zerfließe im Büro, es hat dort je nachdem zwischen 30° und 38°. Ich hab gemessen. Wer soll sich da bitte noch konzentrieren?

Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich anziehen soll. So n Bikini ist ja jetzt nicht so optimal. Ich hab mich die ganze letzte Woche umgezogen in dem Moment wo wir nur noch Nacharbeit und keinen Kundenverkehr hatten.

Freitag Abend war ich mit der BF unterwegs, und ich war soooooo kurz davor mich einfach gegen 23 Uhr zur Abkühlung in den Stadtbrunnen zu legen. Aber sie hat mich nicht gelassen, gemeines Weib, das! Immer diese Spielverderber… Dafür hat sie mir ermutigend auf meinen Sonnenbrand gehauen, den ich seit Mittwoch habe *autsch*. Ich war nur 3 Std. schwimmen (wirklich schwimmen, nicht planschen) und hatte nen 30 LSF drauf. Hat wohl nicht gereicht. Aber der Sonnenbrand wurde da schon zum 2. Mal malträtiert.

Es war nämlich Stadtfest in der Altstadt, und wir haben da auch Gustav getroffen, einen meiner Kollegen aus einer anderen Abteilung. Gustav war schon – wie soll ich sagen – HACKENSTRUNZENVOLL. Ja. Das war er. Gustav hat sich so gefreut als er mich gesehen hat, weil ich eine superliebe Kollegin bin. Aus dem Grund hat er den Arm um meine Schultern gelegt (das hatte nichts damit zu tun, dass er kaum mehr stehen konnte….. naaaaiiiiin!) und hat er die Band auch gleich dazu aufgefordert mir was vorzuspielen. Weil ich die netteste und beste Kollegin von Welt bin. Und während er sich so an mir festhielt um nicht umzufallen liefen 3 Pärchen an uns vorbei.

Einer der Männer: Gustav! Wo ist Deine Frau!

Gustav: Da wo sie hingehört! Daheim! Weil ich bin heute mit Nadine unterwegs, schau! (klammert sich schwankend weiter an mir fest)

Männer: Da hast Du Recht!

Frauen: Gucken pikiert.

Mannmannmann. Die BF hat vor Schreck über Gustavs Begrüßung gleichmal ihren Döner zwischen Sandalen und Zehen geworfen (andere machen Gesichtsmasken mit Quark, sie macht Fußmasken mit Döner…).

Gustav meint das nicht ernst, er blödelt nur rum. Nur dumm dass die Frauen vermutlich Freundinnen seiner Frau waren. Was mir widerum egal ist, solange sie nicht weiß, dass ich es war. Gustav ist nett und lustig, sie ist eine furchtbare, arrogante und humorlose Zicke soweit ich das höre. Und sie labert mit wenn es um Beförderungen in unserem Haus geht. Wenn sie ihren Mann falsch einschätzt, dann werde ich das spüren. Yay.

Zum Abschied, als die BF und ich uns verdünnisiert haben, hat er mir noch auf ebenjenen Sonnenbrand geschlagen.

Die BF und ich hatten das Ziel, die Weinstände direkt miteinander zu vergleichen. Müssen ja nächstes Mal direkt wissen, wo wir anfangen müssen.

Und am letzten Weinstand seh ich das Croissant stehen. Verdammt. Ganz vergessen, dass der auch da auf dem Stadtfest unterwegs ist. Er meinte noch, er wolle an seinem Stammweinstand niemanden seiner Kollegen sehen… Egal. Warum soll ich mir das verbieten lassen? Abgesehen davon, dass der Wein dort am wenigsten geschmeckt hat (was ich aber davor nicht wusste). Da wir aber nicht kommuniziert haben konnte mir wenigstens nicht noch ne dritte Person auf den Sonnenbrand hauen. Später sind wir uns im Gewühl nochmal begegnet. Zeigt mir der doch nicht ernsthaft nen Stinkefinger? Herr Croissant ist es gewohnt, dass die Ladys bei ihm Schlange stehen und er sie dumm anredet und stehen lässt. Hab ich doch wohl nicht sein Ehrgefühl gekränkt, weil ich das nicht getan hab? Was solls. Der wird morgen erstmal bluten. So nicht.

Also, der wird morgen natürlich nur leiden, wenn ich diese Nacht nicht schmelze.

Wenn ich jetzt Urlaub hätte würde ich tagsüber schlafen und nachts etwas machen. Das wäre wenigstens auszuhalten…

Read Full Post »

Salzburg

Vorletztes Wochenende war ich mit der BF in Salzburg, wir haben den legendären Salzburger Schnürlregen besichtigt.

Am Samstag hat es nur gepisst. Dies bedeutet, wir sind von Laden zu Laden gelaufen – willens, Geld los zu werden, aber fast nix gefunden – ein T-Shirt wurde es.

An den traditionellen Kaffeehäusern sind wir vorbeigelaufen, die haben wir vor Regen gar nicht gesehen. Wir sind dann eher in so Bistro-Cafe´s gelandet. Hauptsache, in der heißen Schokolade mit Schlagobers war auch ordentlich Rum drin. Das war da nicht so tröpferlweise, sondern schon fast ein doppeltes Stamperl und das mitten am Nachmittag. Da hat sichs wenigstens rentiert, dass wir per Zug unterwegs waren.

Richtig hässliche Schuhe haben wir auch gesehen. Alptraumlike.

In Salzburg hat jedes Geschäft, jede Bäckerei, jede Metzgerei, jedes Miniteil einen Schirmständer. Das ist uns aber erst abends und nachts beim Weggehen in den Bars so richtig aufgefallen. Die haben nämlich auch Schirmständer. Sogar die etwas gammligen Boazn. Hätten wir das gleich zu Anfang realisiert hätte ich jeden einzelnen Schirmständer fotografiert und eine Salzburg-Foto-Collage „Impressionen aus dem Nachbarland“ gemacht oder so. Ein Poster mit 150 Schirmständern. (Theorie: Eingesessene Salzburger erkennt man daran, dass sie immer mit Stockschirm unterwegs sind. Auch wenn die Sonne scheint.)

Am Sonntag war das Wetter etwas besser (man hat den Schirm nicht immer gebraucht), so dass wir auch die Kaffeehäuser gefunden haben.

Als alte Kaffeetanten war das für uns natürlich ein MUST VISIT. Darauf hatten wir uns weit am Meisten gefreut. Einspänner, Milchkaffee, Verlängerter. Etwas angespannt aufgrund des Wissens über Kaffeehauskellner sind wir also in das erste Kaffeehaus rein. Ich weiß, die in Wien sollen noch bissiger sein, aber auch Salzburg hat da so seinen Ruf.

Und – was soll ich sagen? Ich bin einfach interkulturell kompetent. Ich habe den Besuch überstanden, ohne dass der Kellner irgendwas zu bemängeln gehabt hätte. Und ja. Der war so wie die Vorurteile. Das hab ich miterlebt. Live und in Farbe. Allein schon einen Menschen dieses Schlages vorurteilsüblich ausflippen sehen war die ganze Reise wert. Bin froh, dass es nicht mich getroffen hat.

Gegen Nachmittag waren wir noch in einem anderen Kaffeehaus. Interkulturelle Kompetenz bewiesen sag ich da nur.

Jetzt will ich nach Wien. Die Variante für die Profis.

Ziemlich geil bei der Hinfahrt war ja auch, dass in dem Waggon wo die Schaffnerin die Ansage gemacht hat ein Junggesellenabschied mitfuhr. Die Burschen waren gut drauf. Der Bräutigam im Dirndl, die Bagage in der Lederhose, mit einigen Kästen Augustiner. Jedenfalls war da Party angesagt. So eine Party, dass man die Ansagen zum Thema „der nächste Halt ist“ leider nicht mehr verstanden hat. Weil die Party durch die Lautsprecher kam. Irgendwann haben die nicht mehr gebrüllt gelallt. Irgendwann haben die gebrüllt lallend gesungen. Keiner von denen hat auch nur ansatzweise Potential für den DSDS-Recall.

Mein Vorschlag in unserem Waggon zum „Kontersingen“ wurde von der BF und den vor uns sitzenden Österreicherinnen aufgenommen, aber die im Zug befindlichen asaitischen Touristen haben uns entsetzt angeschaut. Dabei empfanden wir das Hofbräuhaus der Spider Murphy Gang als passende Antwort. Textsicher ist im bajuwarischen Sprachraum da eh jeder und Melodie braucht man keine.

Dagegen war die Heimfahrt voll langweilig. Deshalb hat die gefühlt auch doppelt so lange gedauert.

Das Weggehen hat auch Spaß gemacht. Das bockt sich da einfach, weil die Österreicher nicht so maulfaul sind und sich eh recht wenig scheißen. Da kannst spontan mit jedem ratschen ohne dass Du blöd angeschaut wirst. Wir haben ne Mädelsclique kennen gelernt und noch ein paar andere lustige Gestalten. Mit einem bin ich fröhlich durch ne Bar getanzt (wer braucht schon Tanzfläche?) weil uns die Musik gefallen hat. Der Tänzer war n ziemlicher Spaßvogel, ich bin eh ne Rampensau – da kam ziemlicher Blödsinn bei raus. Ich bin mir sicher, die gerade-18-jährigen am Tisch neben uns waren irritiert.

Was mich aber echt genervt hat, war dass die ja in den Gaststätten rauchen dürfen. Ich bin das gar nicht mehr gewohnt, dass alles nach Rauch stinkt. Ich bin des Nächtens (und sooo viel Schlaf hatten wir nicht) mehrfach aufgewacht weil meine Haare nach Rauch gestunken haben. Dabei hatte ich sie geflochten damit sie mir nicht ins Gesicht fallen können. In Portugal wird zwar auch geraucht, aber irgendwie rauchen da weniger Leute weniger Zigaretten – da wars nicht so dass ich gar so nach Rauch gestunken hätte. Bisserl vielleicht. Aber nicht wie ein hundert Jahre alter Aschenbecher. Gottseidank hatte ich genug Klamotten dabei, so dass ich am Folgetag nicht das Problem hatte, dass ich die rauchige Strickjacke noch drüber ziehen musste.

Fazit: Salzburg jederzeit wieder, aber nur mit Regenschirm.

Read Full Post »