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Posts Tagged ‘Freunde’

Ich schmelze. Ich mag Wärme, aber Hitze mag ich nur im Urlaub. Und ich habe keinen Urlaub. Ich zerfließe im Büro, es hat dort je nachdem zwischen 30° und 38°. Ich hab gemessen. Wer soll sich da bitte noch konzentrieren?

Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich anziehen soll. So n Bikini ist ja jetzt nicht so optimal. Ich hab mich die ganze letzte Woche umgezogen in dem Moment wo wir nur noch Nacharbeit und keinen Kundenverkehr hatten.

Freitag Abend war ich mit der BF unterwegs, und ich war soooooo kurz davor mich einfach gegen 23 Uhr zur Abkühlung in den Stadtbrunnen zu legen. Aber sie hat mich nicht gelassen, gemeines Weib, das! Immer diese Spielverderber… Dafür hat sie mir ermutigend auf meinen Sonnenbrand gehauen, den ich seit Mittwoch habe *autsch*. Ich war nur 3 Std. schwimmen (wirklich schwimmen, nicht planschen) und hatte nen 30 LSF drauf. Hat wohl nicht gereicht. Aber der Sonnenbrand wurde da schon zum 2. Mal malträtiert.

Es war nämlich Stadtfest in der Altstadt, und wir haben da auch Gustav getroffen, einen meiner Kollegen aus einer anderen Abteilung. Gustav war schon – wie soll ich sagen – HACKENSTRUNZENVOLL. Ja. Das war er. Gustav hat sich so gefreut als er mich gesehen hat, weil ich eine superliebe Kollegin bin. Aus dem Grund hat er den Arm um meine Schultern gelegt (das hatte nichts damit zu tun, dass er kaum mehr stehen konnte….. naaaaiiiiin!) und hat er die Band auch gleich dazu aufgefordert mir was vorzuspielen. Weil ich die netteste und beste Kollegin von Welt bin. Und während er sich so an mir festhielt um nicht umzufallen liefen 3 Pärchen an uns vorbei.

Einer der Männer: Gustav! Wo ist Deine Frau!

Gustav: Da wo sie hingehört! Daheim! Weil ich bin heute mit Nadine unterwegs, schau! (klammert sich schwankend weiter an mir fest)

Männer: Da hast Du Recht!

Frauen: Gucken pikiert.

Mannmannmann. Die BF hat vor Schreck über Gustavs Begrüßung gleichmal ihren Döner zwischen Sandalen und Zehen geworfen (andere machen Gesichtsmasken mit Quark, sie macht Fußmasken mit Döner…).

Gustav meint das nicht ernst, er blödelt nur rum. Nur dumm dass die Frauen vermutlich Freundinnen seiner Frau waren. Was mir widerum egal ist, solange sie nicht weiß, dass ich es war. Gustav ist nett und lustig, sie ist eine furchtbare, arrogante und humorlose Zicke soweit ich das höre. Und sie labert mit wenn es um Beförderungen in unserem Haus geht. Wenn sie ihren Mann falsch einschätzt, dann werde ich das spüren. Yay.

Zum Abschied, als die BF und ich uns verdünnisiert haben, hat er mir noch auf ebenjenen Sonnenbrand geschlagen.

Die BF und ich hatten das Ziel, die Weinstände direkt miteinander zu vergleichen. Müssen ja nächstes Mal direkt wissen, wo wir anfangen müssen.

Und am letzten Weinstand seh ich das Croissant stehen. Verdammt. Ganz vergessen, dass der auch da auf dem Stadtfest unterwegs ist. Er meinte noch, er wolle an seinem Stammweinstand niemanden seiner Kollegen sehen… Egal. Warum soll ich mir das verbieten lassen? Abgesehen davon, dass der Wein dort am wenigsten geschmeckt hat (was ich aber davor nicht wusste). Da wir aber nicht kommuniziert haben konnte mir wenigstens nicht noch ne dritte Person auf den Sonnenbrand hauen. Später sind wir uns im Gewühl nochmal begegnet. Zeigt mir der doch nicht ernsthaft nen Stinkefinger? Herr Croissant ist es gewohnt, dass die Ladys bei ihm Schlange stehen und er sie dumm anredet und stehen lässt. Hab ich doch wohl nicht sein Ehrgefühl gekränkt, weil ich das nicht getan hab? Was solls. Der wird morgen erstmal bluten. So nicht.

Also, der wird morgen natürlich nur leiden, wenn ich diese Nacht nicht schmelze.

Wenn ich jetzt Urlaub hätte würde ich tagsüber schlafen und nachts etwas machen. Das wäre wenigstens auszuhalten…

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Ein Pieps für Vany.

Und ein ganzer Post für alle ^^

Joa, unsere neue Kollegin (habe beschlossen, sie Tini zu nennen, dann hab ich jetzt Tina & Tini und das hab ich früher total gern gelesen) ist noch da, obwohl ich sie vermutlich totgelabert habe mit Paragraphen und Kommentierungen und Gerichtsentscheiden und BVerwG und EuGH und haste nicht gesehen. Und nebenbei noch „eigentlich müsste das technisch so funktionieren aber die bereitstellende Firma kriegt das nicht hin und DAS ist unsere Übergangslösung“. Lauter so n Kram. Dass sie nicht schreiend abgehauen ist spricht echt für sie.

Und letzte Woche dann noch eine spontane Großaktion. Und weil ich zickig bin habe ich noch diverse örtliche und europaweit arbeitende Polizeibehörden drauf angesetzt, einen lobenden Rückruf des einzigen Fachmanns für dieses spezielle Themengebiet in Deutschland erhalten und eine europäische Behörde drauf angesetzt.

Daaaannn kann es sein dass ich viel Glück habe und für eine Hospitation im Ausland ausgewählt werde. Voll genial. Hoffe es klappt! Und wenn ich nochmal so viel Glück habe, dann wird bei uns eine neue Stelle genehmigt. Und sollte diese genehmigt werden und ich genommen werden (was laut Chef sicher ist, dass wenn er diese Stelle genehmigt kriegt er mich dort haben will) habe ich als eine der ganz wenigen Mitarbeiter bei uns die Chance auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Und wenn ich das krieg OHNE Parteibuch und Golfclubconnection und was es da sonst noch so gibt… Das ist wirklich eine Bestätigung für meine Leistung.

Ansonsten lerne ich auf meine Gürtelprüfung (ich hab Prüfungsangst!) und mein Trainer wurde vom Deutschlandtrainer gelobt weil ich mich bei einer Vorführung sehr gut gemacht habe. Das läuft da eher fernöstlich. Wenn ich scheiße bau ist mein Lehrer schuld, wenn ich gut bin ist es das Verdienst des Lehrers. Nicht meiner. Aber da ansonsten eher nach „Nicht geschimpft ist Lob genug“ verfahren wird ist das schon etwas Besonderes! Bereits während den Pausen der Vorführung habe ich von höhergestellten Schülern mitgeteilt bekommen, dass es eine große Ehre ist spontan für so viel Vorführungszeit ausgewählt zu werden. Ein paar waren echt neidisch.

Und mit einer Tussi dort kam ich gar nicht klar. Ich hab ihr einen Gefallen getan, und dann geht sie mich auf übelste Weise an. Und ich Vollidiot entschuldige mich noch bei ihr, anstatt dass ich ihr sage „Schnauze, Rindviech!“. Und da ärgere ich mich auch über mich.

Nach dem Eklat mit meiner Kollegin (ich berichtete) dachte ich diesmal „mönsch sei mal erwachsen, nimm dich zurück und entschuldige dich für den Gefallen den du ihr getan hast“. Ganz ehrlich? SCHEISS AUF ERWACHSEN! Ich werde da nie wieder vernünftig und erwachsen und diplomatisch und kompromissbereit handeln, weil da ärgere ich mich dann nur über mich selber. Und das ewig! Ich würde mich ja viel wohler fühlen wenn ich ihr irgendwas um die Ohren gehauen hätte. Naja, wir treffen uns schon mal wieder *händereib*

Meine frühere Chefin ist in Rente gegangen. Sie hat mich eingeladen und sich nochmal bei mir für die Arbeit, die Einstellung, die Loyalität, etc. pp. bedankt. Fand ich total lieb! Sie meint, sie hat mich die letzten 3 Jahre (also seit ich gewechselt habe) total vermisst, weil halt einfach keiner das ausfüllen konnte der danach kam. Die Orga lief einfach, sie musste sich um kaum was kümmern, ich hab einfach gemacht und nicht lang drum rum gelabert und fertig.

Ansonsten war ich ganz viel für Erika da. Letztes Wochenende gingen wir nachmittags auf nen Kaffee und nen Ratsch. Auf einmal kommt ein Anruf ihrer Mutter, ihr Vater sei mit Schlaganfall in die Klinik eingeliefert worden. Erikas Eltern wohnen am anderen Ende von Schland. Wie kriegste dat Mädel jetzt von Bayern nach Nordsee? Züge brauchen mit Umsteigen und Warten ca. 22 Std.

Flug. Aber da wo sie hin muss fliegt nur eine Fluglinie hin. Egal. Anrufen. Um Reservierung bitten. Tun sie nicht. Weil dafür braucht man eine Kreditkarte. Ich habe keine Kreditkarte. Erika und die andere Freundin die noch dabei war haben auch keine. Also Vollgas zum Flughafen und HOFFEN dass noch ein Ticket frei ist. Ich auf der linken Autobahnspur und *gib ihm*. Quasi den Fahrstil meiner „italienischen Mamma“ kopiert. (Diese Italienerin hab ich als Zusatzmama adoptiert.)

Jedenfalls haben wir noch ein Flugticket bekommen (nicht nach dem Preis fragen, bitte, das war übel!). Erikas Vater geht es nicht gut. Mein Whatsapp läuft heiß.

Ich werde das gute Wetter heute (29 Grad!) weiter nutzen und weiter ganz viel Wäsche waschen und draußen aufhängen, weil das so wunderbar schnell trocken wird. Find ich super! Hat heuer eh lang gedauert mit dem Sommer…

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Freundschaften

@Hijack hat über Freundschaften geschrieben. Ich hätte gern kommentiert. Ging nicht, kein Feld für Kommentar. Nun, dann zumindest reblogged? Ging auch nicht.

Aber das Thema, das sie angestoßen hat, interessiert mich. Neue Freundschaften zu schließen, echte Freundschaften, nicht nur Zweckgemeinschaften.

In ihrem Falle möchte sie wohl keine Leute aus den letzten 15 Jahren mehr als Freunde bezeichnen, wegen Enttäuschungen. Wenn ich ihren Text richtig verstanden hab.

Mich hat das nachdenklich gemacht.

Wen bezeichne ich als Freund? Wie lange kenne ich diese?

Grundsätzlich unterscheide ich in: gute Freunde, Freunde, gute Bekannte, Bekannte.

Gute Freunde hab ich nicht viele. Weniger, als ich dachte.

Da wäre zum Einen die BF. Wir kennen uns seit dem Kindergarten, waren wohl so 5 Jahre alt. Also seit 26 Jahren. Allerdings hatten wir uns zwischendurch einige Jahre nicht gesehen und uns erst mit 18 zufällig wiedergetroffen.

In der Schulzeit war Biggi noch eine sehr gute Freundin. Als ich nach der 10. Klasse allerdings eine Ausbildung begann und sie weiter zur Schule ging hatten wir so unterschiedliche Themen, die uns interessierten, dass die Freundschaft eingeschlafen ist. Sie bestand primär aus zusammen Handarbeiten und bisschen tratschen, bisschen Liebeskummer teilen. So viel wie der folgenden Person hab ich ihr nie anvertraut.

Dann gibt es Mary. Wir kennen uns, seit ich in der 4. Klasse und sie in der 3. Klasse war. 21 Jahre. Bis vor wenigen Jahren hätte ich gesagt, dass SIE meine beste Freundin ist. Ich konnte mit ihr über weit mehr Themen sprechen als mit der BF. Sogar mehr als ich mit der BF heute besprechen kann. Das Problem: Ihr Lebensgefährte. Er ist so n Typ, der sie für sich alleine haben will. Sie hat sich schon oft drüber beklagt, dass sie -außer mir- überhaupt keine Freundinnen mehr hat. Er hat es geschafft, so peu a peu den Kontakt zu ihren Freundinnen zu untergraben. Während er bei ihren anderen Freundinnen inzwischen seit Jahren abgebrochen ist, ist er mit mir sehr eingeschränkt. Sämtliche Sozialkontakte laufen über ihn. Seine Freunde, seine Clique. Pärchenabende mit den Freundinnen seiner Freunde. Ich bin kein guter Kontakt, übe schlechten Einfluss aus. (Oh, er hat mich genau einmal gesehen. Bei meiner Hochzeit.) Ich mache mir Sorgen. Sie ist nicht glücklich in dieser Beziehung, aber sie kommt auch irgendwie nicht raus. Seit Whatsapp haben wir wieder mehr Kontakt, das kriegt er nicht so mit, wie Treffen oder Telefonate. Irgendwie ist es komisch. Kaum jemand in meinem Bekanntenkreis kennt sie, aber ich möchte sie trotzdem noch als gute Freundin bezeichnen. Soll ich das noch? Ist sie das noch? In 80% der Fälle geht der Kontakt von mir aus. Vielleicht sollte ich aufgeben? Aber… ich weiß dass sie unglücklich ist – will ich ihr wirklich das Gefühl geben, komplett alleine zu sein, für den Fall, dass sie doch mal den Arsch in der Hose hat Nägel mit Köpfen zu machen?

Alexa: Wir haben die Ausbildung zusammen überlebt und Monate im Internat ein Zimmer geteilt. Danach vertraut man sich oder man hasst sich. Bei uns ist es das Erstere. Ich kann mit ihr über fast soviel sprechen wie mit der BF.

Bini: Da kommen wir zu „ich dachte, wir wären gute Freunde, sind aber wohl doch nur gute Bekannte“. Bini war eine Kollegin von mir. Jahrelang (seit über 10 Jahren) haben wir fast jede Mittagspause zusammen verbracht, auch als wir nicht mehr zusammengearbeitet haben. Wir haben uns auch privat viel getroffen, shoppen, Konzerte besucht, Sylvester zusammen verbracht, miteinander Geburtstag gefeiert (sie feiert z. B. immer im kleinen Kreis, das heißt maximal 8 Personen, sprich 3 Freundinnen mit Partner und 2 Single-Freundinnen), über alles Mögliche geredet, uns einiges -auch Probleme und Sorgen- anvertraut. Klar, nicht so viel wie BF, Mary, Alexa, aber doch viel. Seit ich aber vor ca. 18 Monaten einmal keine Zeit hatte, mit ihr ein Konzert zu besuchen – was wohlgemerkt bereits bei ihrer ersten Anfrage klar war, weil ich an diesem Tag bereits etwas vor hatte – ist das anders. Ich habe ihr eine meiner Kolleginnen empfohlen, von der ich wusste, dass sie auch zu diesem Konzert gehen wollte, aber nicht alleine gehen wollte. Die beiden kannten sich nur vom Sehen, sind zusammen gefahren. Die Kollegin hat Connections in die Musikbranche und VIP-Tickets besorgt. Und seitdem bin ich „unter ferner liefen“. Anscheinend kann Bini nur eine bestimmte Anzahl von Menschen im Freundeskreis haben. Und jemand mit Kontakt in die amerikanische Musikbranche, der an geniale Tickets rankommt, ist cooler als ich. Wir haben schon noch Kontakt. Aber bei Weitem nicht mehr so viel. Aktuell würde ich sie als an der Grenze von Freundin (NICHT Guter Freundin) zu Guter Bekannten einstufen.

Erika. Erika kenne ich erst seit 6 Jahren. Auch über den Job. Seit ca. 4 Jahren würde ich sie als gute Freundin bezeichnen. Ich kann über einiges mit ihr sprechen. Als sie sich vor 2-3 Jahren von ihrem Mann getrennt hatte, hab ich ihr geholfen den Umzug zu organisieren. Wir haben nächtelang telefoniert. Ich war die erste Person, der sie ihre neue Wohnung gezeigt hat. Trotzdem hab ich momentan ein komisches Bauchgefühl, was sie angeht. Ich kann nicht beschreiben, was es ist, es kann auch sein, dass ich mich täusche. Aber entweder ist sie in den letzten Monaten echt gröber gestresst (was bedeutet, dass ich mir enorme Sorgen um ihre Gesundheit mache), oder sie braucht mich jetzt nicht mehr, nachdem sie sich jetzt eingelebt hat im neuen Wohngebiet und dort Anschluss gefunden hat. Den einen Tag denk ich so, den nächsten Tag denk ich anders. Sie hat im Sommer einen recht auslaugenden Nebenjob angenommen, weil sie nach der Trennung finanziell sehr sehr knapp dran war und aber einige Investitionen anstehen. Der Nebenjob wird vermutlich irgendwann in den nächsten Monaten weniger Zeit beanspruchen. Dann sehn wir ja. Ich hab einfach wohl irgendwie Angst vor dem Bini-Effekt. Dass ich immer für jemanden da war, der mich mitten in der Nacht heulend anrufen konnte, und dann BÄM in den Müll mit Nadine. Coolere Freunde gefunden. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Erika Bini 2.0 wird.

Dann – noch jemand bei dem ich mich getäuscht habe. Mark. Mark und ich kennen uns seit meiner Geburt. Er ist 4 Wochen älter als ich. Wir sind aufgewachsen wie Geschwister, in einer Straße, 3 Häuser weiter. Unsere Eltern sind befreundet. 2 Menschen auf dem Planeten merken wenn ich lüge. Mama und Mark. Wir haben uns als Kinder geprügelt, gestritten, geärgert… So wie Geschwister halt. So mit 13 Jahren haben wir uns nicht mehr geprügelt, sondern haben freiwillig Zeit zusammen verbracht. Wir hatten denselben Freundeskreis. Wir wurden beste Freunde. Zu der Zeit waren Mary und er meine besten Freunde. Wir gingen zusammen durch dick und dünn. Wir verstanden uns schweigend. Wortlos. Quasi per Gedankenübertragung. Wir waren die Horrorgegner bei TABU. Die komplette Pubertät haben wir Seite an Seite verbracht. Ich habe die Mädels, denen er Interesse entgegenbrachte, auf Herz und Nieren überprüft, und er hat mich vor dem ein oder anderen Aufreißer beschützt. Man lässt seinen Bruder nicht sehenden Auges in die Fänge irgendwelcher hinterfotzigen betrügerischen Tussen laufen, und man lässt auch seine Schwester nur zu Typen, die es vermutlich ernst meinen. Diese wurden so geprüft, wie das nur große Brüder können. Furchteinflößend. Wir haben uns durch Liebeskummer (beide), gebrochene Beine (er), gerissene Sehnen (beide), furchtbar gekochte Spaghetti (beide), Notaufnahmenaufenthalte (ich), Ärger aller Art und bei Elterndiskussionen unterstützt. Ich habe ihm erklärt, wie er seine Augenbrauen zupfen muss weil er ein Mr. Monobraue war. Ich bin fest davon überzeugt dass ich eine knapp 15jährige Teenie-Mom geworden wäre, hätte er an dem einen bestimmten Tag nicht auf mich aufgepasst. Den Führerschein hatte er natürlich ein paar Wochen vor mir. Bei meinem 18. Geburtstag fungierte er deshalb als Chauffeur. Bei dem Spiel, das ich überstehen musste um mein Geschenk zu erhalten, hat er dafür gesorgt, dass meine Mutter eine meiner Hosen für mich einpackte, weil das Spiel mit Rock zu tiefe Einblicke gewährt hätte. Als ich mit 19 Tim kennenlernte meine Mark: „Ich glaub, der ist ok. N bisschen ruhig vielleicht. Und wenn er Dir weh tut kastrier ich ihn.“ An meinem 21. Geburtstag hat er eine CD mit schlechten Witzen unter meine Musikplaylist gemixt. Weil mir sonst zu langweilig ist. Ich habe ihm erklärt, dass er mit seinen schlechten Anmachsprüchen garantiert nie irgendwo landen wird. Zwischendurch wollten wir uns immer wieder mal umbringen. Zum Beispiel als er die Bergwanderung ausgesucht hat und irgendwas von 3 Stunden Aufstieg erzählt hat. Im Endeffekt waren es 9 Stunden. Mit 24 hab ich versucht die CD-Anlage für einen Auftritt meiner Tanzschülerinnen einzustellen. Sie ging nicht. Mark kam und hat eine Stromschlag bekommen. Ich hab ihn angeschrieen, die Tanzschülerinnen auch. Wenn er mitten in der Nacht Hilfe brauchte bei einer Date-Organisation, oder jemanden, der ihn irgendwo abholte (Notaufnahme wegen Beinbruch…) rief er mich an. Als wir 23 waren hat er seine Freundin kennen gelernt. Sie wollte uns alle nicht kennen lernen. Insbesondere mich nicht. Weil Männer und Frauen nicht befreundet sein können. Ob sie eng befreundet sein können weiß ich nicht. Lose befreundet auf alle Fälle. Mark und ich sind aber nicht nur befreundet. Wir sind Geschwister ohne Blutsverwandtschaft. Dachte ich. Vor 3-4 Jahren (als wir also 28 Jahre alt waren) hat Mark den (dann schon vergleichsweise sehr losen aber trotzdem vertrauten – es ist nicht die Quantität sondern die Qualität!) Kontakt zu mir eingestellt. Zu den Männern der Clique nicht. Mit denen konnte sie sich zwischenzeitlich anfreunden. Ich bin verletzt. Er hat zwischenzeitlich geheiratet. Dafür musste er abnehmen, weil sie ihn sonst nicht geheiratet hätte. Sie will schließlich schöne Fotos. Auf meine Glückwunschkarte haben die Beiden nicht reagiert. Das sieht ihm nicht ähnlich. Ich schätze, dass seine Frau für die Post zuständig ist. Ich weiß auch, dass er inzwischen Vater einer Tochter ist. Hoffentlich kommt das Kind nach ihm und nicht nach ihr. Und hoffentlich weiß er, dass er sich trotzdem jederzeit bei mir melden kann. Wenn er jemals zur Vernunft kommt. Mal ganz ehrlich… Die Frau ist doch irre? Und das ist die einzige seiner Freundinnen, die nie durch meinen TÜV musste. Weil er so verliebt war, dass ausfragen verboten war. Und was hat er jetzt davon? So einen Hausdrachen, der ihm seine sozialen Kontakte vorschreibt. Seine Eltern sehen das Enkelkind auch kaum. Die sind nämlich auch nicht das, was sie sich so vorstellt.

Soweit also zu den Leuten, die ich bisher für gute Freunde hielt.

Für Freunde (also, ohne „gute“)… Ja, Freunde sind mehr als gute Bekannte, das Vertrauensverhältnis ist ein Anderes. Aber sie sind weniger als gute Freunde. Also, diese mitten-in-der-Nacht-aufgelöst-anrufen-können-Option entfällt, außer es handelt sich um einen echten Notfall.

Für einen Freund hielt ich bisher den Bro. Seit Kopenhagen nicht mehr. Ihr wisst ja… Und wer es nicht weiß, kann es nachlesen. Im Januar 2013.

Für eine Freundin hielt ich zwischen 16 und 18 auch Katha. Sie war gerade auf dem Weg zur guten Freundin, als ich durch Zufall heraus bekam, dass sie mich nur ausgenutzt hat.

Auch Micha hielt ich mal für eine Freundin. So zwischen 14 und 17. Allerdings wollte sie irgendwann meine beste und einzige Freundin und einziger Sozialkontakt sein. Und das auch nur, wenn ich machte was sie tat. Darauf hatte ich keinen Bock.

Carlos hingegen ist ein Freund. Ich glaube, der Einzige, der momentan in dieser Klassifizierung läuft.

Nein, nicht ganz. Meine 4 ältesten Schülerinnen würde ich auch als Freundinnen bezeichnen. Nein, eher als Familie. Schließlich ist für sie ganz klar, wenn ich Kinder krieg werden sie Tante. Oder auch große Schwester. Das ist noch nicht raus. Aber auf alle Fälle die, die verwöhnen und verziehen. Es spricht auch eher für Familie, weil die Mädels mich natürlich jederzeit mitten in der Nacht anrufen können. Ich sie aber nur in einem echten Notfall mitten in der Nacht anrufen würde.

Kirsten möchte ich auch nach wie vor als Freundin bezeichnen. Aufgrund unterschiedlicher Wohnorte und Tagesrhythmen hören wir nicht mehr so viel voneinander. Aber das Vertrauensverhältnis ist da.

 

Was Freunde angeht versage ich wohl ziemlich.

Dafür bin ich gut bei Bekanntschaften. Gute Bekannte hab ich… weiß nicht, bestimmt gut 40 Leute. Leute, mit denen man Spieleabende machen könnte wenn man den wollte (ich spiele nicht gern), sich zum Raclette machen trifft, ins Kino geht, oder auch mal feiern geht. Auch die Leute, mit denen ich schon sehr sehr lange trainiere würde ich dazu zählen. Sind vielleicht 2 oder 3. Auch ein paar Kollegen bzw. Kolleginnen. Und dann noch die weiteren Bekannten. Die keine guten Bekannten sind. Davon gibt es massig. Ich kenne immer jemanden und lerne leicht weitere Leute kennen. Aber die „Beförderung“ von Bekanntschaft zu Freund… die ist schwierig. Gebranntes Kind usw. Ich bin total offen, bis zu einer gewissen Grenze. Da halte ich mich zurück. Und da kommt auch so leicht keiner mehr durch. Ich glaube, ich bin vorsichtiger geworden.

Das ist jetzt ziemlich ausführlich geworden, deutlich ausführlicher als jeder Kommentar den ich @hijack hinterlassen hätte. Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass mich auch Leute, die ich weit länger als 15 Jahre als gute Freunde an meiner Seite hatte enttäuscht haben, und Leute, die kürzer in meinem Leben sind, das (noch?) nicht gemacht haben. Wo ich aber auch das Gefühl habe, dass es keine Zweckgemeinschaft ist.

Ich kann aber durchaus das Gefühl nachvollziehen, dass einem manche Online-Kontakte mehr geben, als Leute, mit denen man sich regelmäßig trifft und austauscht. Ich glaube, das hat einerseits damit zu tun, dass wir hier, online, anonym sind. Die online-Kontakte sind nicht im echten Leben in unseren Sozialkontakten verwoben. Wir können offener sein. Man muss sich nicht überlegen, was welche Auswirkungen haben könnte. Dadurch sind die Antworten auch ehrlicher. Und man trifft so automatisch auf Leute, die ähnlich ticken. (Wieso auch sollte man sich mit jemandem stressen, den man doof findet? Im Gegensatz zum echten Leben, wo das evtl. die Freundin des Stammtischbruders des Mannes ist wo man sich ja damit abgeben muss…) Also die, mit denen man sich vermutlich auch im echten Leben verstehen würde. Und das ist das andererseits. Unsere Sozialkontakte im echten Leben werden z. B. durch den Wohnort mitbestimmt und miteingeschränkt. Online ist das nicht der Fall. Wenn da jemand genau so tickt, ist es egal, ob er oder sie 1000 Kilometer entfernt sitzt oder im Nachbarhaus. Gehen wir einmal davon aus, dass 0,5 % aller Menschen in unserer Wohnregion das Potential haben, gute Freunde zu werden. Und dass 0,5% aller Menschen online das Selbe Potential haben. Die natürliche Zahl bei zweiterem ist logischerweise weitaus höher. Ihr wisst, was ich meine? Außer natürlich ihr wohnt irgendwo, wo mehr Menschen wohnen, als online unterwegs sind…

Freundschaften sind kompliziert. Und ich bin gespannt, was sich da noch alles so verändern wird. Werde ich irgendwann nur noch Bekanntschaften und keine Freundschaften mehr zulassen? Oder wird meine Menschenkenntnis besser?

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Hatte gestern einen recht langen Dienst. Ich glaub 10 Stunden oder so. Ich hab nicht mehr geguckt. Vielleicht warens auch 9 Std. 45 Min.

Habe dieses Jahr bereits 65 Überstunden aufgebaut. 25 davon im März (trotz 4 Urlaubstagen und 2 Krankheitstagen), 10 im April (und der April hatte bisher erst 6 Arbeitstage). Der April mag noch nicht rum sein, aber aufgrunddessen, dass ich zumindest noch nen Teil meines Resturlaubs abbauen muss (das was ich nicht schaffe wird mir der Personalchef so Gott will – und das will er) bis Ende Juni übertragen, werde ich im April nur noch 7 Arbeitstage und einen Schulungstag haben. Auf 25 Std. + komm ich also im April ja dann hoffentlich nicht. Eher so 18-20. Reicht auch.

Jeeeeedenfalls gibt es so Tage, die einfach doof sind. Gestern war so einer. Es stand so ein Menschlein in meinem Büro und laberte mich in einer Sprache voll die ich nicht erkannte (und vom hören erkenne ich einige Sprachen, ich verstehe sie nur nicht!). Und das Menschlein wollte auch nicht wieder gehen. Das Einzig verständliche was es von sich gab war „I know my rights you have to listen to me“. Irgendwann wurde mir das etwas zu bunt. Ich bin ja ein geduldiger friedfertiger Mensch, aber vor meiner Türe standen noch ca. 15-20 Menschen die mir auch was zu sagen hatten und die ich sogar verstanden hab. Aber das Menschlein wollte nicht gehen und mich arbeiten lassen, veranstaltete einen brüllenden (unverständlichen) Sitzstreik. Aber I know my rights genauso und hab den irgendwann (waren mindestens 45 Minuten später und ebensoviele Versuche ihn freiwillig zum Gehen zu überreden) entnervt in Achtern abholen lassen. Hausfriedensbruch, Nötigung, was weiß ich. Früher hätte sich bei so was mein Puls erhöht, ich wäre nervös geworden, hätte mich vielleicht sogar aufgeregt. Inzwischen krieg ich da nicht mal mehr schwitzige Hände. Ich hatte nach wie vor nen Ruhepuls von 48. Der geht inzwischen eh nur noch bei bewaffneter körperlicher Bedrohung minimalst hoch. Ich glaub ich bin resistent auf alles.

Und es waren erst 3 Stunden des Tages rum.

Irgendwer hat meine Erdbeeren zsammgefressen. Ok, da geht der Puls dann doch auch hoch. Erdbeeren klauen steht unter Strafe nicht unter einem Riesenanschiss.

Eine nette Kundin schenkt mir ne Tafel Milkaschokolade weil ich so nett bin. Rücksprache Chef, darf ich annehmen. OK, hat mehr Kalorien als die Erdbeeren ist aber genau so lecker. Fair wie ich bin leg ich sie zu unserem Süßkramsammelplatz. In der irrigen Annahme, ich würde auch was davon abkriegen. Das Croissant ist nämlich auf 180 (der hat so cholerische Züge) weil ihn einer verarscht hat (er war mal wieder zu großzügig) und ihm der jetzt voll auf den Keks geht. Also futtert frustrierter Mensch meine Schoki weg. Als ich meinte ich hätt scho a no gern a Stückerl ghabt von der Schokolade die ICH bekommen hab meint er nur: „Wie, Du? Warum?“ Ich: „Weil ich so nett bin!“ Er: ROFL! Ich: „Heh!“ Er: „Kann ja kein Mensch ahnen dass DU a Schokolade kriegst… wegen nett sein…“ *gröhl* Vor Lachen is er jetzt nicht mehr auf 180. Ich denke mir ein Wort mit 5 Buchstaben, das mit A anfängt und mit sch aufhört.

Er ruft seinen Kumpel in der Personalabteilung an „Kannst Du Dir vorstellen, dass die Nadine irgendwer so nett findet dass man ihr Schoki schenken will?“ …. „Ja, UNSRE Nadine! Die Queen of Zsammscheißing und Einspuring!“

Ich bin ja wirklich gut im Einspuren, die Schleifer der Special Forces sind Waisenkindlein gegen mich (heißt es). Aber ich spur halt auch nur ein, wenns jemand braucht (leider brauchts das bei uns öfter). Die nette Frau hat sich anständig und höflich verhalten, wieso also sollte ich die Bratpfanne zücken?

Immerhin sind schon 4 Stunden rum.

Warum soll nur ich leiden? Während mein Computer Sanduhren dreht ruf ich mal eben meinen EDV-Mensch an und frage ganz unschuldig ob es schlimm ist, wenn aus meinem Rechner so Gestank und Rauchschwaden kommen. Der Typ ist sonst nie so still, der quasselt immer. Jetzt hats ihm die Sprache verschlagen. Den Tag marker ich mir im Kalender an. Oh, jetzt schreit er. Naja. Die Sanduhr hat aufgehört sich zu drehen.

5 Stunden geschafft.

Während ich meine Akte aufräume kommt mir ein schäumendes Croissant entgegen (ob ich ihm zu Weihnachten Beruhigungsmittel oder Herztabletten schenken soll? Der wird keine 40 wenn er sich immer so aufregt!). Er: „ghdjksfahsajhfs!!! Alles! Alles! Scheiße! Alles was ich heute anlang ist scheiße!“ *tippt mir gegen die Schulter* „siehst! Egal was ich anlang, alles…*

Da frisst mir der die Schokolade weg und dann noch sowas. Der kummd ma scho mal wieder und braucht was.

7 Stunden rum.

Die Oberchefin die bald in Rente geht murmelt nur noch „kanndochnichtwahrsein…neeee kann doch nicht wahr sein“ vor sich hin. Ich glaub ihr Tag ist auch suboptimal verlaufen.

Sie schaut mich verzweifelt an und meint „Stellen Sie sich des mal vor“ *schildert Fall*.

Meine Reaktion: „Mein Gott, san de Weiber dumm!“

Sie: „JA! Aber… die Männer san a ned gscheider!“ Ha! Das kann praktisch werden. Über das Thema haben Croissant und ich am Mittwoch in der Pause gestritten.

Ich forsche nach. „Chefin, aber wer is denn blöder? Ich bin mir da ned schlüssig!“

Chefin: „Ich würd sagen des gleicht sich aus. 50:50“

So, jetzt hab ich ihn.

Ich: „Ja, des wär auch mein Tip gewesen, aber vorgestern in der Pause hatten Herr Croissant und ich eine Diskussion zu genau dem Thema. Er meint es wäre keinesfalls 50:50, es gäbe weit mehr hohle Weiber. Er meint auf 5 hohle Tussis kommt 1 dummer Mann.“

Chefin: „So!“ *deutet auf sein Büro* „Der?“

Ich: „Ja! Der!“

Chefin: „Der meint des! Aha!“

Und es war dieses das-merk-ich-mir-Aha. Das, das mich auf eine Show hoffen lässt.

Die Chefin ist ein humorvoller Mensch. Und sie wird es ihm unter die Nase reiben. Und zwar so, dass er erstmal erschrickt bevor er merkt, dass sie ihn verblödelt.

Denn außer vor seiner Mama hat das Croissant noch vor genau einem Menschen die Hosen voll. Und das ist diese Chefin.

Hoffentlich erleb ich die Show Live.

 

Dann noch ein paar Sachen „schnell“ fertig gemacht und dann war nach fast 10 Stunden (geplant hatte ich max. 8 Stunden) endlich Wochenende.

 

Und weils der BF auch Oberkante-Unterlippe steht und sie sich aus Vorbildsgründen aber nicht hier betrinken kann wollten wir heute ins benachbarte Ausland fahren. Mitm Zug hin, die Nacht zum Tag machen, und morgen Früh mitm Zug zurück. Aber das sind wir nicht. Denn bei ihr gabs ne spontane Dienstplanänderung. So. Das Alternativprogramm Reifen wechseln und im Baumarkt erdrücken lassen kam allerdings konkurrenzmäßig nicht so ganz hin.

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So ihr Lieben, bevor ich jetzt schau, was bei euch war, schreibe ich noch vor Mitternacht (sprich: vor Beginn der Fastenzeit) meinen Faschingsbeitrag. Seien wir alle froh, dass es hier um das geschriebene Wort geht und ihr meine Stimme nicht hören müsst.

Mein Fasching ging mit dem Weiberfasching letzten Donnerstag so richtig los. Es ist immer toll, wenn Umzugswägen vor dem Bürofenster dermaßen Party machen, dass man trotz geschlossener Fenster die Leut nicht mehr versteht. Es ist auch toll, Anrufe von den Kollegen aus Köln zu bekommen und erstmal mit einem gegröhlten Alaaaaf aus der Routine gerissen zu werden.

Während draußen also Schatzi ein Foto schicken sollte und eine atemlose Frau ins Mikro hauchte versuchten wir, ernsthaft zu arbeiten.

Anschließend ging ich mit Erika auf den Weiberfaschingsball. War sehr lustig. Und spät. Als ich irgendwann (also, es war noch dunkel!) daheim war kam ich gar nicht aus den Schuhen raus. Kostümtechnisch waren die Leut ganz kreativ, das guck ich immer gern an.

2 Zahnfeeriche mit struppigem Vollbart im rosa Tüllkleid haben ihre Männerclique (SWAT-Team) getroffen, und nachdem der eine Herr Swat eine Neandertalerin aufgerissen hat, hatte er keine Hand mehr frei für seine Plastikmaschinenpistole, so dass die eine Zahnfee bewaffnet durch die Menge lief, was etwas irritierend aussah.

Musikmäßig wars sehr mallorcalastig. So mit Lasso und Pferd und so. >< Nicht dass ich den Text und die Choreographien nicht könnte… Schmarrn kann ich mir immer merken.

Das üble an der Sache war, dass ich am Freitag zwar frei hatte, aber einen Arzttermin hatte. Impfung. Nach der Diskussion: „Ich kann Sie nicht impfen, wenn Sie krank sind!“ Ich (krächz): „I bin ned krank, i hab bloß zvui gsunga!“

Freitag Abend war ich dann eher gemütlich mit der BF aufn Kaffee, zum Lästern und Ratschen (Helene Fischer kommt jetzt übrigens auf MTV – früher war das Rammstein und Metallica). Samstag und Sonntag hab ich dann meine Stimme gesucht.

Als ich gestern dann in die Arbeit ging waren 75% meiner Stimme wieder da. Und des geht ja ned. Deshalb bin ich dann abends wieder mit der Erika losgezogen in den Nachbarlandkreis, wo wir gefeiert haben. Zuerst waren wir in einer Location, da waren oben die Erwachsenen so ab 30 und im Keller die Teenies. Naja, und wir zwei alte Schachteln, aber uns hat halt da die Musik mehr getaugt. Der DJ immer so „Ihr seid die geilsten Teenies der Stadt!“ und ich: „Und die 2 alten Weiber da hinten san a guad!“

Auf der Hinfahrt haben wir noch gelästert, weil ich bei Quizduell bei der Frage von wem „I sing a Liad für di“ ist echt überlegt hab, auf den Punkt zu verzichten, weils eigentlich scheißpeinlich ist, die Antwort zu wissen (aber ich hab den Punkt gebraucht und ich kann ja nix dafür das Kollege Croissant von dem Liveauftritt des Sängers bei so ner Schlagerhitparade wo auch die Helene Fischer war tagelang geschwärmt hat). Aber ich schwör, die ganzen Kiddies gehen auf das Schlagerzeug ab! WIR haben wenigstens noch vernünftige Musik gehört. Eminem, Bloodhound Gang, so halt. Jetzt hören die Helene Fischer und Andreas Gabalier! Einmal hat der DJ dann Backstreets Back von den Backstreet Boys gespielt mit den Worten „Das kennt ihr gar nimma!“ und die Teens sind so bissi desinteressiert rumgezuckt – und meinereiner hat voll abgespackt. Wie überhaupt bei jedem Lied aus den 90ern, auch wenn ich es damals nicht leiden konnte. Dafür stehen die Kiddies auf Nicky. Auf „Wenn i mit dir tanz“ und „I wui nur zruck zu Dir“. In den späten 90ern in meiner Schule hättest für so nen Musikgeschmack eine Klodusche bekommen!

Jedenfalls haben wir uns auch den Seniorenball oben angeschaut, da wo die Leut volljährig waren. Da lief NUR Schlager. Nix mit zwischendurch mal Pitbull oder Cro oder 2Fingers. Schon klar, Fasching MUSS auch so Stimmungsmusik sein, aber man kann doch abwechseln, oder?

Irgendwann haben wir dann die Feierörtlichkeit gewechselt, und da wars dann einfach perfekt. Die Leute dort waren so zwischen 25 und Anfang 30, die Musik gemischt aus den 90ern, 2000ern, aktuellem und dem bayrisch-österreichischem Faschingsschlagerzeug (das Fasching natürlich auch sein muss, klar!). Einfach ein vernünftiger Mix (Gott sei Dank mit wenig bis keiner Mallemusik)! Lustige, verkleidete Partypeople in optimaler Partylocation, ich hätte direkt einziehen können.

Und während wir noch meinten „wir können uns voll aufführen, hier kennt uns keiner“ kommt schon Sandra vorbei und kreischt uns ein „supergeil, was macht denn ihr hier?“ ins Ohr. Erika war aber eh seelig – langhaarige als Ritter verkleidete Typen mit vernünftigem Körperbau, Tattoos und Piercings – das war n Eye-Candy! So im Vergleich zu den schmalschultrigen Bubis in grünen Badeanzügen mit aufgeklebtem Schamhaar zwischen den Beinen (und was für ne Schamhaarmenge, da gingen pro Schritt sicher 2 Knäuel Wolle drauf!). Wenn ich irgendwann Alpträume krieg dann liegts an denen.

Und auf einmal wars spät. Sehr spät. Ich musste heute arbeiten (Gott sei Dank nur bis Mittag), und als ich ins Bett ging dachte ich mir: Hey, in 10 Stunden hast schon Feierabend! 4 Stunden und 18 Minuten Schlaf, 4 Stunden Krächzstimmen-Dienst (mit der Feststellung: Nächstes Jahr hab ich frei! Da geh ich ned heim, wenns so schön ist! Keinesfalls wenn grad Jein gespielt wird! Und überhaupts!) mit ähnlich kaputten Leuten (das sind die mit den Augenringen und den blümchenförmigen Ausschlägen im Gesicht U know) und anschließend in der Wartezeit auf Tim einen Cappuccino beim Ösi geschlürft.

Und wenn man übermüdet überm Schaum meditiert und sich die gesetztere Kundschaft (an die 70 Jahre) begeistert über den Kuchen äußert passiert folgendes: Der Ösi meint: „Ja, der ist guad gell, ich bin um fünfe aufgstandn!“ Kundschaft: „Ja, schmeckt super!“ Ösi: „Ach so, na, ned zum Backen, sondern zum Bieseln, den Kuacha lass i liefern!“

Morgen Mittag gehen wir Kollegen dann zum Fischessen (is schließlich Fastenzeit!) und in 2 Wochen gehts dann scho zum Starkbierfest. Wir kommen gar nicht raus aus der Action!

Ich würd jetzt gerne ein Youtube-Video verlinken, von der Altneihauser Feierwehrkapelln von der Fastnacht in Franken 2012, einfach zwecks der Gaudi. Und weil sich laut Tim mein Dialekt so ähnlich anhört, obwohl ich gar nicht aus Windischeschenbach komm, damit ihr mal n Vergleich habt – vermischt die Herrschaften mit a bisserl Spider Murphy Gang und es dürfte in Etwa mein persönlicher Dialektmix rauskommen. Aber irgendso ein Gscheider im Radio hat gesagt, dass Youtube anfangen will die Leut zu verklagen die Videos verlinken. Also müsst ses selber raussuchen. Tut mir Leid.

Dann verabschiede ich mich heute mit Helau und Alaaf! *trööööööt*

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Ich möchte euch mal wieder Storys vom Ösi erzählen. Ihr kennt ja bereits die und die und diese hier.

Zwischen Weihachten und Sylvester hab ich mir im vollbesetzten Ösi-Cafe mittags nen Latte Macchiato reingezogen. Am Nebentisch saß ein Paar, die mit großen Augen in alle Richtungen sahen. Man sah direkt, dass sie gefühlt nur 1x im Jahr in die große Stadt fuhren. Das sah auch der Ösi auf Anhieb.

Ich wollte zahlen (und durfte diesmal auch zahlen – in der Adventszeit durfte ich das öfter mal nicht) und zückte einen 5-Euro-Schein. Ösi zwinkerte mir zu, schlug mir (diesmal unauffällig) aufs Wadel und sagte: „Entschuldigens bittschön“ (und wenn er anfängt mich zu Siezen kommt irgendein Hammer, das war ja klar) „des is a oida 5er, den nimmt ma d Bank nimma, habens nix anders?“ Ich: „Doch, momentamal, ich hab da noch an Neuen, is des bessa?“ Ösi: „Mei ja subba!!!“

Ösi ging zum Nebentisch, weil das Paar eben auch zahlen wollt. ER zückt nen 10er und fragt ganz schüchtern: „Mit dem kamma aber scho no zahlen, oder?“

Ösi: *gröhl*

Er macht auch wahnsinnig gern Klo-Witze mit seinen Stammkunden. Macht aber natürlich auch nur in einem vollbesetzten Laden wirklich Spaß, das sehen wir schon alle ein, oder?

Im Dezember, Tim und ich waren abends noch auf nen Kaffee (ich) bzw. Tee (Tim) im Cafe zum Ösi… und ich musste mal. Blase drückt und so. Also mach ich mich auf den Weg Richtung Toilette. Und Ösi rief natürlich durchs Cafe „aber ned wieda so a Sauerei hinterlassen, gell!“ und wenn sich alle umdrehen und mich angucken (was passiert ist), dann lacht er sich kaputt. Es waren aber großteils Stammkunden da, die ihn kennen, so haben wir alle zusammen gelacht.

Und vorgestern hab ich mich mit Erika getroffen und Cappucchino getrunken und Wasser und Espresso. Und dann musste ich eben auch irgendwann mal. Und als ich wieder raus kam, rief er mir laut entgegen: „Nadine, da hast aber da drin scho bessere Shows abgezogen!“ Alle gucken völlig irritiert und er nur: „Kameraüberwachung! Ned dass da irgendwelche Junkies spritzen!“ Jeder guckt. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. „VERAARSCHT!!! Yiha, gib mir 5!“

Das sind jetzt nur so ein paar Beispiele der letzten Wochen. N Cafebesuch ist wie ne One-Man-Show, bei der Du nie weißt, was als nächstes passiert.

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Ich wünsche allen ein gutes Neues Jahr! Nachdem 2013 für mich eher durchwachsen war (es gab tolle Dinge, es gab miese Dinge), hoffe ich, dass 2014 zumindest nicht schlechter wird. Mit „durchwachsen“ kann ich ganz gut leben, es kann nicht jedes Jahr ein Knaller werden!

Dieses Jahr geht auf alle Fälle schon mal super los. Heute Abend treffe ich mich mit „meinen 4 Mädels“. 2 davon hab ich im Sommer das letzte Mal gesehen, die anderen beiden 2012 auf dem Weihnachtsmarkt. Da waren wir auch alle 5 das letzte Mal zusammen unterwegs. Wir halten alle Kontakt über Facebook. Man kann Facebook verteufeln wie man will, aber man hält Kontakt mit Menschen, die man ohne Facebook traurigerweise aus den Augen verloren hätte. Wir sehen uns nicht so selten, weil wir uns nicht leiden könnten, sondern bring mal 5 vielbeschäftigte Weiber mit großem Laberbedarf unter einen Hut!

Inzwischen sind alle Mädels volljährig, auch V. Ich kenne die 4 aus meiner Zeit in der Jugendarbeit in der katholischen Pfarrgemeinde. 12/13 Jahre lang hab ich Jugendgruppen geleitet (die letzten Jahre 3 Gruppen gleichzeitig weil meine Gruppen immer geplatzt sind vor Teilnehmern und ich sie dann teilen musste), bin auf Freizeiten als Betreuung mitgefahren, war immer da. Die letzten 2-3 Jahre nur noch auf Abruf. Diese 4 Mädels waren eine meiner letzten Gruppen (Tanztraining hab ich da gegeben). Jahrelang hab ich einmal bis mehrmals die Woche 1 Stunde oder mehr Zeit mit ihnen verbracht (und Choreagrafien gemacht und beigebracht), habe ihren Ängsten und Träumen gelauscht.

Ich habe V. getröstet wenn der Papa plötzlich nur noch Zeit für die neue Frau und das neue Kind hatten und die Mama sich seit Jahren nicht mehr gemeldet hat. Sie hatte auch keinen Bock auf Schule mehr, und hat da viel Radau gemacht, die 6. Klasse wiederholt, schlechte Noten… Ich denke, mit den Verwarnungen und Verweisen könnte man ein kleines Zimmer tapezieren, sie sagte mir mit 11, sie habe eh keine Zukunft und das meinte sie ganz ernst. Doch irgendwann – ich weiß nicht, ob es an unseren langen Gesprächen lag, oder daran, dass wir 5 zusammengewachsen sind, zwischen den Tanztrainings auch mal zusätzliche Termine hatten um zu backen, spielen, wasweißich, oder an etwas völlig anderem – hat sie die Kurve gekriegt. Wurde in der Schule besser, hat Streit geschlichtet statt angefangen, hat ihren Abschluss gemacht. Heute macht sie eine schulische Ausbildung, jobbt nebenbei UND hat ihre eigene Tanzgruppe mit der sie in ganz Süd- und Mitteldeutschland auf Events zu finden ist (V. war schon immer viel talentierter als ich!). Ich bin so unglaublich stolz auf sie, stark und selbstbewusst war sie schon immer, aber jetzt ist sie glücklich. Und doch, immer wenn ich an sie denke, habe ich ihr leises 12jähriges Stimmchen im Ohr: „Nadine, kennst Du den Film Honey? DU bist unsre Honey!“ Ich musste damals echt heulen, als ich heim gegangen bin. V. ist einfach eine vielbeschäftigte junge Frau, deshalb hatte sie im Sommer auch keine Zeit. Sie hatte Ferien und war grad auf irgendeinem Gig gebucht. Ich freu mich, sie heute Abend zu sehen.

S. werde ich vermutlich für ziemliche lange Zeit zum letzten Mal sehen. S. ist 19, schließt im Februar ihre Ausbildung ab und geht dann nach Australien. Vielleicht nur für 1 Jahr, vielleicht für immer (und wenn für immer, dann muss ich echt zum sparen anfangen, damit ich sie mal besuchen kann!). Das hat sie im Sommer erzählt. Ich brenne darauf, zu erfahren, wie weit ihre Vorbereitungen schon sind. S. war nie so „schwierig“ wie V (also, ich fand V. nie schwierig, allerdings war ich auch nie so der total autoritäre Typ – nicht, dass ich nicht mal streng sein konnte). Unsere S. war das Sonnenscheinchen unserer Truppe. Stets gut gelaunt, megabeliebt, hübsch, talentierte Tänzerin aber eine richtig miese „Jungswahl“. Und sie wurde V.s beste Freundin. Die beiden zusammen haben jeden Saal gerockt und so manche erwachsene Tänzer alt aussehen lassen. Die beiden zusammen haben mich auch so manche Nerven gekostet. S. hat nun seit einiger Zeit (endlich) einen Freund, der ihr gut tut. Er wird ihr im Sommer dann nach Australien folgen, wenn auch er seine Ausbildung beendet hat. Das war beiden wichtig, dass sie einen Abschluss in der Tasche haben. Vernünftig.

Dann gibt es da noch M. Ich habe mir M. immer als Richterin am Obersten Gerichtshof vorgestellt. M. ist so wahnsinnig fair und versuchte auch bei Streitereien immer, ALLE Seiten zu beleuchten um einen fairen und für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu finden. Sie kann nicht anders. M. möchte aber lieber in den Designbereich gehen, hat aber noch keinen Studienplatz gefunden. Aber unsere „Auftrittssachen“ vorzubereiten hat ihr immer Freude bereitet. Aus nix ein Auftrittsoutfit hinzukriegen war auch nicht immer leicht. Finanzielle Unterstützung von insgesamt 25 Euro im Jahr für 17 Mädchen (ohne mich) für Musik und sonstiges Krams ist jetzt nicht so viel. Dass die Partypizza vor den Auftritten und so auf mich ging ist klar, ne? Obwohl M. NIE Anlass zu Sorgen bereitete, mach ich mir um sie momentan welche. Sie ist mit ihrem Freund schon länger zusammen, und sie überlegt, etwas zu studieren, was ihr gar nicht gefällt, damit sie in seiner Nähe sein kann. Ich halte das für keine gute Idee, ihr Leben komplett auf ihn auszurichten, werde ihr das auch sagen. Aber natürlich bin ich bei _jeder_ Entscheidung für sie da, klar.

Last but not least ist T. noch eines meiner 4 Mädels. T. hat im Herbst ihr Studium im Ruhrgebiet begonnen. Ich habe riesigen Respekt vor ihrer Studienwahl. Ich glaube, T. ist mir in vielen Sachen ähnlich, ich erkenne viel von mir ihn ihr wieder. Deshalb kann ich sie auch so schlecht beschreiben. Sie ist auf alle Fälle taff. T. und M. sind beste Freundinnen. T. hat M. schon gesagt, dass es ne doofe Idee ist, was sie sich überlegt.

Die nächsten Jahre werden wir 5 wohl nur zusammentreffen, wenn S. während T. und M.´s Semesterferien in Deutschland ist und V. gerade weder Schule noch Arbeit noch einen Gig hat.

Deshalb möchte ich ihnen eine Kleinigkeit mitgeben, und deshalb muss ich jetzt gleich an die Nähmaschine.

Ich fühle mich tatsächlich so, als hätte ich durch diese 4 Mädchen 4 zusätzliche kleine Schwestern bekommen. Und ich freue mich auf heute Abend.

Mit den anderen jüngeren Mädels aus den anderen Tanzgruppen habe ich auch noch Kontakt, aber es ist anders. Für die sind eher S. & V. bzw. M. & T. die großen Schwestern. Ich bin da einfach weiter weg.

Übrigens bin ich gespannt, was mir 2014 bringt. Aber dass man sich am 1. Tag des Jahres schon auf ein Highlight freuen kann, das geht doch gut los!

Vorsätze hab ich übrigens keine spezifischen. Eher auf meinem bisherigen Pfad weiterzugehen. Weiter auf die Ernährung zu achten, weiter Sport zu machen, weiterhin regelmäßig die Oma zu besuchen, weiter gute Arbeit zu leisten, weiter meine Positionen zu vertreten, weiter Zeit für Freunde und Familie finden, endlich die Vorhänge nähen … eben so.

Übrigens haben mich smoky und ihre Freundinnen auf eine Idee gebracht. Sie hatten ja eine Wichtelrunde bzgl der Twelve days of Christmas (super! angucken, Leute!). Und irgendwie bin ich jetzt über tausend unnachvollziehbare durch den Kopf schießende Gedanken auf die Idee gekommen meinen 4 engsten Freundinnen BF, Erika, Alexa und Breena einen Adventskalender mit selbstgemachtem zu machen. Für 2014, klar. Und weil ich es sicher nicht schaffe, jeweils 24 Türchen zu füllen, möchte ich die Adventssonntage füllen, den Nikolaustag und den Heiligen Abend.

Am 1. Adventssonntag sollen sie Schokobrot im Adventskalender finden. Da kann ich kurz vorher ein Blech backen und es vierteln.

Am Nikolaustag sollen sie einen Stiefel aus rotem Filz mit weißem Puschel finden, da möchte ich so eine kleine Flasche Sekt rein tun.

Am 2. Adventssonntag soll ein Glas selbstgemachter Bratapfelmarmelade die Vorweihnachtszeit gemütlicher machen. Die kann ich irgendwann im Herbst machen.

Am 3. Adventssonntag hätte ich gern etwas genähtes drin. Ich weiß noch nicht so konkret was, auf alle Fälle was mit Schneemännern, eventuell patchworkartig. Aber die Gedanken laufen auf Hochtouren. Gott sei Dank hab ich noch einige Monate Zeit.

Am 4. Adventssonntag hätte ich gern was gesticktes drin. Ich hab keine Ahnung was. Das Bild darf nicht groß sein, ich muss es schließlich 4x sticken (evtl dann in unterschiedlichen Farben… keine Ahnung!), ggf. rahmen und ich muss ja eben die anderen Dinge auch machen.

Am 24. 12. hätte ich gern was gestricktes drin. Damit hab ich jetzt auch angefangen (ich hab die Wolle gleich im Ausverkauf erstanden). Mit den Knitting Looms. Entweder kommt jeweils ein Loopschal rein, oder jeweils ein Loopschal und ne Mütze. Das kommt jetzt ganz drauf an, ob ich das mit der Mütze hinkriege. Ich mach grad die erste Mütze, mit dem 1. Loopschal bin ich schon fertig.

Trotzdem darf ich mich das ganze Jahr über ranhalten, damit es zum Schluss raus nicht in Stress ausartet. 4 Loopschals (und ggf. 4 Mützen) bis Mitte Februar, dann sticken bis Ende Mai, nähen bis Ende August, im September die Marmelade. Im Oktober und November komm ich eh meistens nicht zu recht viel, und meine normalen Weihnachtsgeschenke muss ich auch noch machen, falls es 2014 was selbst gemachtes gibt. Sicherheitshalber sollte ich mir den Puffer lassen. Vor allem sind das ja zusätzliche Dinge, die ich machen möchte. Es sollten ja (ENDLICH) die blöden Vorhänge genäht werden und meine Patchworkdecke, die ich ja komplett mit der Hand nähe auch weiter gemacht werden und meine 1001 anderen Ideen möchte ich auch mal (zumindest ein paar davon) umsetzen. Und nachdem Tim jetzt den fertigen Loop gesehen hat, will er auch einen haben. Und eine Mütze auch.

Ach, und was ich mir tatsächlich vorgenommen hab: Künftig das taggen nicht mehr zu vergessen.

Aber jetzt muss ich erstmal für die 4 Mädels an die Maschine, viel Zeit hab ich nicht mehr bis zum Treffen!

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