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Posts Tagged ‘Gesundheit’

Männer mit schlechtem Magen dürfen leider nicht weiterlesen.

 

So. Ich also seit WOCHEN Dauerblutungen. Dieses Zwischengeschmiergedöns bin ich ja gewohnt. Der alte Gyn sagte immer „wenns schlimmer wird müss ma doch mal weiter gucken“.

4 Wochen Dauerblutungen habe ich unter „wird schlimmer“ eingeordnet.

Gyn angerufen. 3 Wochen Urlaub, und dann der nächste Termin im Oktober. Bis dahin bin ich verblutet. *DRAMAQUEEN*

Nächsten Gyn angerufen. Keine Termine für Nichtpatienten der Praxis. Weilhalt.

Mich dazu durchgerungen eine Gynäkologin anzurufen. Das war deshalb ein Überwinden, weil meine erste Gynäkologin ein (sorry, aber echt!) brutales Mistweib war. Die Männer waren da etwas vorsichtiger.

Ich konnte am selben Tag (!!!) nur 3 Std. später vorbeikommen.

Dann erstmal Anamnese, dann die erste Blutabnahme wegen Eisenwert.

Sie begrüßt mich mit den Worten „ich habe eine gute Nachricht für Sie, Sie leben noch“ wieder.

Oh. Etwas tief.

Dann Untersuchung, Ultraschall.

Die entspannteste Gyn-Untersuchung die ich je hatte! Die ALLERERSTE die nicht ansatzweise weh getan hat! In der Praxis bleib ich. *sitzstreik*

Die Ärztin total sympathisch – sogar so dass ich keine Vorurteile gegenüber Gynäkologinnen mehr hab.

Sie wollte gucken „ob es irgendwann von selber zu Bluten aufhört“ und stellt gleich fest: Nichtmehr dieses Jahr bei DER Schleimhaut.

Blick in mein Gesicht: „Lang könnense nicht mehr, das macht ja kein Mensch mit, Sie sind körperlich am Ende! Also, morgen Narkosevorbesprechung, übermorgen Ausschabung. Und jetzt nehmen wir noch gleich OP-Blut.“

Das war heute alles ambulant. 7 Uhr rein in die Klinik, Vollnarkose, 11 Uhr raus aus der Klinik.

Ich steh grad noch so n bisschen „unter Drogen“. Aber ich bin total geflasht, wie schnell das ging! Ich hatte ja wieder mit wochenlangem Rumgeeiere und kein-Termin-gekriege gerechnet, bzw. falls ne OP angesagt ist, diese in frühestens 2 Wochen…

Nope!

Ex und hopp! Die Frau ist straight. Die sagt ganz klar was Sache ist.

Ich hoffe, dass sie noch einige Jahre ihre Praxis behält und nicht in den Ruhestand geht.

Später werde ich dann die Bachelorette angucken. Das wird bestimmt ein besonderes Erlebnis – so unter Narkosemitteln *schweb*

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-Letzte Woche Mittwoch mussten wir uns von Pigwidgeon verabschieden, sie hatte als ich von der Arbeit heimkam schon neurologische Ausfälle und starb auf dem Weg zum Tierarzt in meinen Armen. Sie gab mir noch einen „Abschiedskuss“ auf den Daumen. Könnte schon wieder heulen.-

-Diese Woche Mittwoch mussten wir uns von Rocky verabschieden. Sie war seit Freitag auf der Intensivstation der Tierklinik. Mit Herz-Lunge-Leber-Geschwulst-Tumor-Gedöns. Rocky war Tims Liebling. Als wir sie abgeholt haben, hab ich Rotz und Wasser geheult.-

-Jetzt sind noch Rambo, Pixel und Chip da. Die Voliere sieht voll leer aus. Chip ist jetzt die Chefin im Ring und kommandiert die anderen Beiden rum.-

-Meine rechte Schulter macht mir Probleme. Ich muss nächste Woche zum Orthopäden, ich schlafe fast nicht mehr vor Schmerzen. Ich gehe davon aus, dass es vom unergonomischsten Arbeitsplatz ever, ever, EVER kommt. Und dass ich ein hübsches Attest für eine vernünftige Arbeitsplatzausstattung bekomme.-

-BF und ich haben die optimalen Namen für ihre Kinder gefunden. Jetzt muss sie nur noch diverse Männer mit passenden Nachnamen finden, die Vater werden möchten. Zwillinge namens Gian-Horst und Gian-Heinz Hinterbichler. Wobei Gian-Horst einen Dr.-Titel hat. Dr. Gian-Horst Hinterbichler. Das wärs doch. Dann brauchen wir noch einen Herrn der Dietzkofler oder so heißt. Weil wegen Dörte. Deren Spitzname dann Dirty sein wird. Dirty D. Sie wird Stripperin. Auf sowas kommen wir nüchtern.-

-Am Donnerstag habe ich fast eine bekannte Politikerin über den Haufen gerannt. So Rugbyspielermäßig. Mir hats pressiert, da kann ja ich nicht ahnen dass DIE ums Eck kommt. Hätte ich nicht aus Anstand gebremst und einen Haken geschlagen, sondern sie umgerannt wäre ich nun in der Sänfte durch die Stadt getragen worden, hat ein Bekannter gesagt. Fuck, DAS wenn ich mal eher gewusst hätte!-

-Im Moment guck ich Fastnach in Franken. Ich freu mich jetzt auf die Altneuhäuser Feuerwehrkapelln, die sind immer der Knaller!-

-Letztes Wochenende war ich wieder in Sachen Sport unterwegs. Ich hab in der Halle geschlafen, und mir diese Halle mit 2 Herren aus Rom geteilt, und mit Rüdiger aus Sachsen-Anhalt. Rüdiger war sobald wir keinen Sport gemacht haben, nur in Unterhosen unterwegs. Und das gehört zu den Sachen, die man einfach nicht sehen möchte. Warum machen das nur gwamperte ältere Herren und nie jüngere knackige? Murphys Law?-

-Zum Valentinstag hat mich Tim mit Orchideen überrascht. Normalerweise krieg ich keine Topfpflanzen, weil die bei mir dem Tode geweiht seien. Er hat von mir ein Computerequipment bekommen. Dann hat mir das Croissant noch einen Valentinsgrußfoto geschickt, für welchen er nach Rückkehr noch nen 5er in die Chauvi-Kasse zu zahlen hat. Die Chauvi-Kasse muss ich noch bauen. Wir haben in der Arbeit beschlossen, die Chauvi-Kasse gleich bei ihm ins Büro zu stellen, sonst hat der jeden Tag so viel Fußweg.-

-Fazebuk hat wodsäb gekauft. Jetzt posten alle bei Fazebuk, dass sie, weil das böse datenklauende Fazebuk keinesfalls was über sie wissen soll, künftig mit ihrer Handynummer 01234567890 über Threema erreichbar sind. 10 Minuten davor noch ein neues öffentliches Foto vom eigenen Kleinkind gepostet. Das ist der Moment, wo man als in Bayern aufgewachsenes Kind die Metzgerei Boggensagg zitieren möcht: „Wou isn do des Hirrrn?“-

-Wahlkampf in Bayern: Funktioniert wie Privatfernsehen: Saufen, ekelhaftes Anbiedern, Promiboxen, unreflektierten Mist von sich geben (dies ist keine abschließende Aufzählung!). Ich warte momentan auf den Kakerlakensarg und das Madenessen. Für Wok-Rodeln gibts nicht genug Schnee.-

-Wenn mir die Schulter keinen Strich durch die Rechnung macht richte ich morgen mal wieder ein paar vernünftige Blogposts her, nicht so ein Resterlessen wie heute.-

-Blöd find ich: Stricken is nicht, weil macht aua. So werde ich NIE fertig!-

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Heute Morgen ist Tims Opa verstorben.

Als wir ihn am 2. Weihnachtsfeiertag sahen waren meine Gedanken „maximal 3 Wochen, wenn es lang dauert 8 Wochen“ und „ok, schwarze Klamotten hab ich“. Wir waren beide schockiert, wie schlecht er aussah. Seit Monaten, fast schon Jahren, geht es ihm schlechter und schlechter, seit Monaten, auf alle Fälle schon über einem Jahr, will er endlich nur noch sterben und erlöst werden.

Nun hat er diese letzte schwere Aufgabe gemeistert. Wenn man das so miterlebt hat, ist sterben verdammt anstrengend. Oft wollte und konnte er nicht mehr. Er bat im Dezember seine Familie um Rasierklingen, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Gestern gab ihm ein Arzt noch 2 Wochen, die Extremitäten (Finger, Zehen) starben ab, bis die Blutvergiftung ihn töten würde. Eine OP würde er ohnehin nicht überleben, also keine OP. Das sterben an einer Blutvergiftung stelle ich mir schmerzhaft und furchtbar vor.

Und eigentlich müsste ich doch jetzt der Meinung sein, dass 2014 scheiße losgegangen ist, mit einem Todesfall. Warum denke ich dann, dass 2014 gnädiger ist, als 2013, weil 2014 ihm erlaubt hat, seine letzte große Aufgabe abzuschließen, und es ihm auch noch erlaubt hat, friedlich zu sterben?

Bin ich ein schlechter Mensch?

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Heute musste ich arbeiten. Und wenn ich schon in aller Herrgottsfrüh in die Stadt fahren muss, dann fahr ich doch noch früher um auf dem Selbsterzeugermarkt Obst und Gemüse einzukaufen. Egal, dass ich gestern Abend noch auf nem Mädelsabend war.

Oh, bevor ich zum Reserl komm, schnell noch zu gestern Abend. Zuerst war ich im Training. (Vany, leider keine schönen nackigen Männer, zum Glück auch sonst keine nackigen.) Der Trainer war wieder da, und hat mich rumgescheucht. Ein Mann war zum Probetraining da. Angeblich hab ich ihn zu hart angefasst, aber ich war wirklich ganz sanft! Naja, er wollts wissen, da war ich halt schon sanft aber nicht weicheiig. Bin ja mal gespannt, ob der wiederkommt. Anschließend Mädelsabend. Habe klugerweise einen Pulli angezogen, der meine Hämatome bedeckt, die sind immer noch nicht weg. Wir waren beim Italiener, war echt nett! Auf dem Weg zum Auto sind wir noch von ein paar angetrunkenen Typen angelabert worden, von wegen, warum wir schon heimgehen. Wir haben die ganz cool ignoriert. Naja, bis ich die Spinne an der Hauswand entdeckt hab (die war soooooo groß und bestimmt australisch und voll giftig und so) und das Wort „Spinne!!!!“ gequietscht hab. Die Herren: „Kommt zu uns, da sind keine Spinnen!“ Nadine hysterisch: „a…a…a..aba daaaaa!“ Blickwechsel mit Mädels. Und dann sind wir auf und davon, während die Herren gegröhlt haben.

Aber jetzt zum Reserl. Das Reserl hab ich vor ein paar Wochen kennengelernt. Das ist eine 88-jährige Dame, die ihr selbsterzeugtes Obst und Gemüse verkauft. Spritzen tut sie nicht, weil sie das Gift selber nicht essen möchte. Das Reserl hat inzwischen 2 neue Hüftgelenke. Und ohne den samstäglichen Markt wäre ihr langweilig. Das hält sie fit. Heute hat sie mir von ihrer Kürbispflanze erzählt. Da ist aus einem Kern den sie weggeworfen hat „so ein Kerle“ aufgegangen auf dem Komposthaufen. Und jetzt hängen da 32 Riesenkürbisse mit jeweils 20 kg dran. Einen hat sie dabei gehabt. Ich würd wirklich gerne wissen, wie das Reserl den hochgehoben hat. Eine Scheibe des Kürbisses hab ich gekauft, und nächsten Samstag erzähl ich ihr, wie er geschmeckt hat.

Die Frau ist einfach toll. Heute hat sie verwundert festgestellt, dass sie Kreislaufprobleme hat. Bei unserem momentanen Wetter noch nicht mal bei gesunden, jungen Menschen verwunderlich. Aber das Reserl sieht das nicht ein. Schließlich hat sie sonst auch keine Kreislaufprobleme. Ein anderer Kunde, ein pensionierter Arzt, riet ihr dazu, morgens mal den Blutdruck zu messen. Das Reserl hält das für Kokolores. Sie trinkt nächste Woche einfach nen Kaffee mehr. Und überhaupts kann noch nicht mal sie das Wetter ändern.

Als der pensionierte Arzt weg war, hat sie mir erzählt, dass er vor 5 Jahren (da war sie also 83), als sie wegen einer Hüfte im Krankenhaus war, um sie geworben hat. „Aber ich bin doch nicht blöd. Der hat doch nur jemanden gesucht, der arbeiten kann und ihm den Haushalt macht. Da hab ich ihn gefragt, wie alt er ist, der war damals 77. Dem hab ich gleich gesagt, dass er zu alt für mich ist! Was meinens, wie der gschaut hat?“

Und beklauen wollte sie auch jemand letzten Samstag. 2 Pfund Bohnen. Weil die Diebin gemeint hat, das Reserl sieht eh nix mehr. UNGLAUBLICH!!! Wieso bestiehlt jemand so eine nette, alte Lady? Der hat das Reserl allerdings auch Bescheid gegeben. Da hätte ich gern Mäuserl gespielt.

Klasse Frau, oder? Sie erinnert mich ein bisschen an meine Oma. Nur dass meine Oma heuer schon 90 wird.

Jetzt gehts in die Küche. Erst etwas rumpanschen, und dann Reserls Kürbis zu Suppe verarbeiten. Und wenn der Kürbis schmeckt, die entsprechenden Kerne trocknen und hoffen, dass daraus nächstes Jahr eine Kürbispflanze mit ganz vielen Reserlkürbissen wird. Ich hab keine Ahnung, welche Sorte der Kürbis ist. Das Reserl auch nicht. Hauptsach, er schmeckt.

Und dann gehts in die Heia. Hab letzte Nacht nicht sooo viel Schlaf bekommen.

Liebe Grüße

Nadine

P.S. Habe einen Award von der Laborfee bekommen. Werde aber erst morgen etwas dazu bloggen. Oder heute wenn ich fertiggepanscht hab und doch noch fit bin.

P.P.S. Mein neuer Kollege aus Sachsen (Eugen) liefert den Ein oder Anderen Lacher. Wir versuchen, hochdeutsch zu reden, und er versteht trotzdem nur die Hälfte. Während der Kaffeepause sitze ich nun neben ihm und dolmetsche (simultan!!!). Bin schließlich zweisprachig aufgewachsen. Daheim bayrisch und in der Schule hochdeutsch. Und jetzt erst fällt mir auf, wie viele Wörter wir benutzen, die in nördlicheren Gefilden wohl eher unüblich sind. Angefangen bei der Semmel (die wohl jeder kennt weil sie immer als Paradebeispiel herhalten muss) über die Stafflei (Klappleiter) bis zum Gradtler (für den mir kein hochdeutsches Synonym einfallen will, sondern nur eine Umschreibung). Auch sowas wie schiageln (schielen) wird hier einfach anders benannt. Vielleicht sollte ich diese Sachen einfach ab und zu mal hier erzählen?

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Mein Prinz Charming

Ich hab heute Muskelkater, Hämatome, Prellungen, Stauchungen. Besonders wegen ersterem laufe ich nicht so elegant wie sonst. NATÜRLICH musste mein Mann sich dazu äußern.
Er: „Du läufst wie Godzilla! Ich guck grad Godzilla, der läuft genau so!!!“
30 Minuten später.

 

Er: „Du, Godzilla wurde gerade versenkt!“

Ich: „Und wieso erzählst Du mir das?“

Er: „Ich dachte, eventuell möchtest Du wissen, wie s Deiner Verwandtschaft geht!“

 

Boah, ehrlich, würde ich laufen können, wie ich wollte, dann wär ich ihm hinterher, er ist ja sicherheitshalber abgehauen. In den 1. Stock. Sooo viele Stufen! Aua!

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So, am Montagabend bin ich also nach 9 1/2 Stunden Autobahn wieder daheim angekommen. Es war 20:45 und ich hatte ganz klar Quasselbedarf. Schließlich wollte ich Männe an ALLEM teilhaben lassen, was ich so die letzten 5 Tage erlebt hab. Und was sagt er??? „Sorry, ich muss mich erst wieder dran gewöhnen, dass neben mir was plappert!“ Na, ich danke. Hätte ich nichts erzählt, wärs auch nicht Recht gewesen. Ich habe mir während dem Seminar Notizen über Notizen gemacht. Natürlich primär fachliche, aber auch ein paar nichtfachliche. Zum Beispiel steht in Österreich, wenn man Richtung Süden fährt, bei Kufstein ein Schild mit der Aufschrift „GRÜSS GÖTTIN“ und ich weiß nicht wirklich, was das soll. Wird Ösiland jetzt heimlich von Feministinnen regiert? Was sagt der Benedetto wenn er das liest? Werden die dann alle exkommuniziert? Weil Grüss Göttin ist ja eher Avalon als katholisch?

Es ist auf alle Fälle immer wieder erstaunlich, was für Menschenkinder so auf Erden wandeln. Auf diesem Seminar waren knapp 200 Leute gewesen. Aber nur 2 irgendwie viel zu schräge Typen (ein bisschen schräg sind wir doch alle, ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch nen Knall hat, nur bei manchen knallts halt lauter als bei Anderen) – was ja an und für sich ne gute Quote ist. Aber warum suchen sich die beiden ausgerechnet mich und meine wirklich netten neuen Bekannten und zu demonstrieren, dass sie nicht alle Rädchen im Getriebe geschmiert haben? Ich WEISS dass ich ein Deppenmagnet bin, aber trotzdem. Jedenfalls hat einer von den beiden uns so einen Running Gag beschert, das ist doch auch schon was.

Ich habe mich inzwischen wieder an die deutsche Sprache gewöhnt. Nach einem ganzen langen Wochenende mit primär englischem Gelaber und ein bisschen Landessprache des Gastgeberlandes wollte ich nämlich am Montag in der Früh, als ich meinen „hey-ich-fahr-jetzt-los-Anruf“ gemacht hab englisch mit meinem Mann sprechen. Ich hab auch die letzten beiden Nächte schon auf englisch geträumt gehabt. In einem Traum war ich in eine englische Konversation verstrickt, und wollte was dazu beisteuern, nur konnte ich eben ein Wort nicht auf englisch übersetzen, und darüber hab ich mich dann so geärgert, dass ich aufgewacht bin.

Was mich gerade wirklich irritiert hat, war, dass ich auf einer Spezialseite (eine Art Forum) für Menschen mit meiner Unverträglichkeit gelesen hab, dass das Leben mit dieser Unverträglichkeit für die meisten Menschen auf dieser Seite den Lebensmittelpunkt bildet. Sie haben ausschließlich Internetfavoriten zu diesem Thema. Sie denken Tag und Nacht dran. Sie gehen kaum mehr außer Haus aus Sorge, dass etwas schief gehen könnte. So, und das alles tu ich nicht. Ich fahr mit wenig Vorbereitung, einer sicherheitshalber mäßig gefüllten Provianttasche und viel Vertrauen ins Ausland. Ich habe genau eine Seite zur Unverträglichkeit in den Favoriten (das ist die genannte Forumsseite) und guck da nur so alle heilige Zeit mal rein. Dafür hab ich viele Youtubefavoriten und Sportfavoriten und Blogfavoriten und Bastel- und Nähfavoriten. Ich denke kaum dran, ich pass halt auf beim Essen (und da wirklich pingelig, weil ich auf kleinste Spuren wirklich übel reagiere) und ich gehe logischerweise viel außer Haus. Ich verspüre auch keinen Leidensdruck wegen der Unverträglichkeit. Wenn jemand das mit der Redewendung „darunter leiden“ vorbringt, werde ich fuchsig. Ich leide nun wirklich nicht und meine Jeans erzählen mir auch, dass ich so schnell keinen Hungertod sterben muss.

Und ich glaube, dass diese Leute, die ihr Leben so extrem um diese Unverträglichkeit aufbauen, die ihr Sozialleben einschränken oder gar aufgeben, deren Gedanken nur noch um Essen kreisen, ja, ich glaube, dass dieses Verhalten die Leute krank macht. Nicht körperlich krank, wie wenn sie etwas falsches gegessen hätten, aber psychisch krank. Ich mein, man kann doch so nicht existieren?!? Müsste ich meinen Kampfsport aufgeben, meine Tanzmädels, meinen Freundeskreis, weil ich mir einrede, dass das alles zu unsicher sei – ich könnte hier Artikel live aus der geschlossenen Station posten! Mich irritiert das einfach, dass man sich von einer blöden Unverträglichkeit so extrem einschränken lassen kann! Ich bin fest davon überzeugt, dass ich trotz der Unverträglichkeit alles machen kann, was ich will (außer vielleicht Fachverkoster für Sachen werden, die die auslösenden Stoffe enthalten, ok). Für alles was ich bisher machen wollte habe ich Lösungen gefunden. Nun, für eine Sache hab ich noch keine Lösung gefunden, ok, aber wenn die mal ansteht und ich mich konkret damit befassen muss, werde ich auch da eine finden! Oder was heißt Lösungen gefunden? Es waren ja nicht wirklich Probleme. Ach, ich weiß auch nicht, wie ich sagen soll. Mich ärgert es, dass es Leute gibt, die sich sozial sowas von zurückziehen, und jedem, der normal weiterlebt und sich einfach damit zu arrangieren versucht, ein schlechtes Gewissen zu machen. Frei nach dem Motto „wie kannst Du nur, es könnte doch ganz vielleicht, sperr Dich lieber daheim ein, blabla“. BULLSHIT!

Ich meine, das Leben ist lebensgefährlich. Ich bin jetzt kein risikofreudiger Mensch, aber dann dürfte ich auch nicht mehr autofahren, weil auch da könnte ja vielleicht was passieren. Nun, wir Autofahrer treffen Vorsichtsmaßnahmen, dass nichts passiert, es gibt ABS, Gurte, ESP, Hupe, Licht, weiß der Geier was alles. Und genau so sehe ich auch das Leben mit Unverträglichkeit. Ich treffe Vorsichtsmaßnahmen so gut ich kann, und bis jetzt haben sie immer ausgereicht. Wenn es irgendwann noch weitere Vorsichtsmaßnahmen gibt, die ich treffen kann, treffe ich auch diese. Oder ich habe ja auch recht helle Haut. Wenn die Sonne runterknallt creme ich mich mit einem hohen Lichtschutzfaktor ein und versuche, mich im Schatten aufzuhalten. Reicht in der Regel auch aus. Wobei ich sagen muss, dass ich schon viel öfter Sonnenbrand hatte, als ne Unverträglichkeitsreaktion. Vermutlich sollte ich also meinen Umgang mit Sonnenlicht noch vorsichtiger angehen.

Mich hat das heute auf jeden Fall irritiert.

Aber zurück zu meinem Seminar. Ich wäre am liebsten noch ein paar Tage geblieben. Es ist so schade, man ist dann total drin im Thema, und dann ists rum. Ich habe selten ein so harmonisches, in sich, den Teilnehmern und der Umgebung stimmiges Seminar erlebt. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, an das ich mich bestimmt noch ganz ganz ganz lange erinnern werde, und auch davon zehren kann. Und lehrreich wars auch noch und Spaß gemacht hats auch. Es hatte viele Highlights für mich. Einmal konnte ich eine bestimmte Bewegung das erste Mal seit langer langer Zeit wieder schmerz- und angstfrei ausführen. Jetzt muss ich das nur noch auf der anderen Seite auch wieder genau so hinkriegen. Habe mir vor nem Jahr dort ne Verletzung zugezogen, und gut Ding will Weile haben. Es ist zwar verheilt, aber der Muskel ist noch nicht wieder so gut aufgebaut, dass er diese Bewegung verknusen kann. Ein anderes Highlight war, dass ich gelobt wurde. Sogar mehrmals von unterschiedlichen Personen. Die harte Arbeit an mir und meiner Kampfkunst scheint also Früchte zu tragen. Auch wenn ich selbst nichts davon merke, aber ich krieg mich ja ständig mit, die anderen sehen mich eher von Außen. Natürlich landet man nach so einem Höhenflug äußerst unsanft auf dem Boden, wenn man dann zu Hause, im ersten Training nach dem Seminar, kein einziges Lob bekommt sondern 90 Minuten nichts richtig  und gut genug machen kann und nur kritisiert wird. Andererseits kommt man ohne Korrekturen natürlich nicht weiter, und ohne die Korrekturen meines Lehrers wäre ich mit Sicherheit auf dem Seminar auch nicht so gut gewesen, dass ich gelobt geworden wäre. Aber in dem Moment ist es natürlich echt scheiße. Man ist total happy, geflasht, begeistert und im Höhenflug, und dann erhält man eine Kritik nach der anderen. Und keine positive. Nicht eine. Ich weiß natürlich, dass mein Lehrer mich nur verbessert, dass ich besser werde, und weil er der Meinung ist, dass ich das kann, aber es wäre schön gewesen, wenigstens eine positive Kritik zu bekommen, z. B. dass man merkt, dass ich auf dem Seminar versucht hab, an dem oder jenen zu arbeiten. Muss ja nicht mal sagen, dass es besser wurde, aber wenigstens irgendwas wäre schön gewesen. Oder dass ich die eine Bewegung wieder ausführen kann. Irgendwas. Und dann war sogar einer meiner blauen Flecken an der falschen Stelle. Ich hatte echt das Gefühl, ich kann überhaupt nichts richtig machen. Ich bin so frustriert aus dem Training raus, wie schon seit mindestens 2 Jahren nicht mehr.

So, und jetzt guck ich mal, ob ich mich dazu aufraffen kann, noch etwas draußen in der Erde rumzubuddeln. Ich fühle mich seit gestern in der Früh nicht so wohl, eher so, als hätte mich ein richtig großer LKW gerammt.

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Letzte Nacht hat es geregnet. Das ist gut, denn der Boden war total trocken. Meine Konstruktion von gestern hat es auch gut überstanden! Es ist noch nicht jeder Setzling der Karotten wieder „aufgestanden“, aber das macht nichts. Falls heute Nachmittag oder morgen Früh noch welche liegen, und diese tot ausgucken, werden sie ausgetauscht, ich hab noch.

Heute wird es den ersten Kopfsalat aus eigenem Anbau geben. Genauer gesagt wird es heute, morgen, Samstag und Sonntag auf alle Fälle schon Kopfsalat aus eigenem Anbau geben – und bis Montag könnte dann ja schon wieder einer so weit sein, dass man ihn essen kann. Der Mann freut sich schon drauf, obwohl er gejammert und geflucht hat, als ich mit den kleinen Setzlingen ankam, und lamentiert hat, dies würde ja nie funktionieren. Natürlich werden die Piepmätze auch ihren Anteil an Salatblättern bekommen. Diesen kann ich ja – da ungespritzt – ohne schlechtes Gewissen verfüttern.

Heute möchte ich 2 weitere Beete vom Unkraut befreien und bei meinem Bereich am Gartenzaun weitermachen damit, diese blöden, nervigen, rhizomverbreiteten Bodendecker zu entfernen. Ich hab mir überlegt, die bereits freien Gebiete mit Rindenmulch zu überdecken, in der Hoffnung, dass die dann nicht mehr so leicht durchkommen. Aber ich weiß nicht, ob das funktioniert, oder ob die dann doch durchkommen, und ich mir beim wiederholten Ausreißen dann nicht die Mulchspreißel einzieh. Da bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig. Außerdem möchte ich die Stachelbeeren versetzen, und evtl. wenn ich dann noch Zeit hab auch die Himbeeren.

Ich habe gestern noch viel nachgedacht über ein paar unserer Bekannten, die auch am ersten Mai eben wieder bei uns gewesen sind, und vielmehr noch darüber, dass ich normalerweise kein Problem damit hab, zu sagen, was mir nicht passt, aber da dann irgendwie schon. Ich habe ja eine Lebensmittelunverträglichkeit. Dies bedeutet, dass bei uns in der Küche ganz andere Hygieneregeln einzuhalten sind, um kein Kontaminationsrisiko zu haben. Wenn „mein“ essen nämlich kontaminiert wird habe ich 6 Wochen was davon. Ich kriege zwar keinen anaphylaktischen Schock, aber dafür behalte ich 4 Wochen lang kaum Essen bei mir, bekomme umgehend Durchfall und Krämpfe wenn ich etwas esse, da dann meine Darmflora gestört ist, habe 6 Wochen lang Kopfschmerzen und reagiere dann noch ca. 8 Wochen auf Lebensmittel, auf die ich sonst nicht reagiere. Als da wären Kaffee, Schokolade und Tomaten. Ist ja logisch, dass ich das vermeiden will (vor Allem, Leben ohne Kaffee…? Ich wollt doch schon zu den Anonymen Coffeeholikern gehen, weil ich am Freitag fast im Einkaufszentrum Amok gelaufen wäre, wenn ich keinen Coffee to go bekommen hätt!). Jedenfalls, zurück zum Thema: Sicher fühlen essensmäßig kann ich mich nur daheim, bei meinen Eltern, bei meiner Oma und bei meinen Schwiegereltern. Welche Differenzen ich mit meinen Schwiegereltern auch habe, bei meiner Unverträglichkeit sind sie genau informiert und pingelig und passen auf. Bei meinem Opa kann ich wegen der Kontamination gar nix essen (alle essen, ich hab „keinen Hunger“ und trinke ein Glas Wasser). Meine BF strengt sich auch sehr an, und frägt jedes Mal nach, was sie denn benutzen darf, und was nicht, aber sie ist halt einfach nicht ganz so in dem Thema drin. Oft kochen wir dann zusammen, oder ich bringe die für mich ungefährlichen Zutaten mit. Aber sie ist absolut lernfähig und wird immer besser. Jedenfalls haben wir also zu Hause strenge Hygieneregeln. Und wenn dann Besuch kommt, der meine Unverträglichkeit sowieso für lächerlich hält und unsere Regeln für Hysterie (ja, er hat ja ned des Gschiess!), und dann auch noch meint, anstatt dann wenigstens einfach sitzen zu bleiben in meiner Küche mit seinen (für mich „gefährlichen“) Lebensmitteln alles vollsauen zu müssen, und ich noch hinten und seitlich Augen haben muss, um sicher gehen zu können, dass mein Essen und meine grundsätzliche Küchenhygiene ungefährdet bleiben, dann kotzt mich das an. Aber auch meine Feigheit kotzt mich an. Wieso kann ich nicht einfach sagen „Kollege, aufgepasst wo Du hinsaust, Du WEISST dass das für mich gefährlich ist!“ sondern habe immer das Gefühl, dass ich unhöflich wäre, wenn ich da was zu meinem Gast sagen würde. Aber es ist ja andererseits meine Gesundheit, und ist es nicht auch irgendwo unhöflich von dem Gast, meine Gesundheit trotz besserem Wissen zu riskieren? Oder ganz krass gesagt: Wieso sag ich nicht einfach „Mein Haus – meine Regeln! Egal ob sie Dir gefallen oder nicht, entweder akzeptieren und dran halten, oder nicht mehr herkommen!“ Ich mein, wenn jemand Regeln bezüglich Schuhe ausziehen hat, wenn man dessen Haus betritt (diese Regel gibts bei uns nur im Winter), da hinterfrägt das auch keiner oder diskutiert um den Sinn herum! Jedenfalls hab ich gestern lange darüber nachgedacht, warum ich nicht den Mumm habe, mich da mehr einzuschalten. Egal, wie oft ich schon was gesagt habe, und dann blöd angeredet oder ignoriert wurde. Resignieren ist einfach keine Alternative! Ich möchte mich schließlich in MEINER Küche bei dem Zubereiten MEINER Lebensmittel sicher fühlen, und keine Reaktion meines Körpers bekommen. Das kann doch nicht so unverständlich sein?

Vorher hab ich bei der Schwiegermutterinklusive (kann ich das hier irgendwie verlinken im Text?) einen Text über die Teetassenschleuder gelesen. Dieser hat bei mir 2 verschiedene Gedankenstränge in Gang gesetzt.

Zum ersten hab ich mich durch dieses bei-Feierlichkeiten-weder-zu-noch-absagen gleich auch mitgeärgert, denn das ist was, was mir auch ziemlich auf den Geist geht. Nehmen wir mal meine Hochzeit. Mein Onkel hat bis zu 3 Wochen vorher weder zu noch abgesagt gehabt, und ich brauchte ja die Personenzahl für die Gaststätte! Also hab ICH wieder hinterhertelefoniert (Resultat: Er hatte spontan nen Urlaub gebucht und hat sich nicht getraut abzusagen – mit Recht, mein Daddy ist ausgeflippt und hat mit ihm Zoff gehabt, weil er genau an meiner Hochzeit in Urlaub musste.). Oder auch bei anderen Feierlichkeiten. Ich mein, der Gastgeber muss ja kalkulieren können! Essen, Getränke, etc.! Ich schwör, irgendwann mach ich das noch so, dass ich in eine Einladung schreibe „Zusage bis dannunddann nötig“ und alle, die bis dahin nicht zugesagt haben und einfach so aufkreuzen, denen sag ich dann so türstehermäßig „eeeey, Du kommst hier nischt rein!“ oder „du stehst nicht auf der Liste!“ oder so. Oder ich mach eine Einladung, wo nur der Zeitpunkt drin steht, und die Örtlichkeit erfährt man erst bei ner Zusage. 😛 jaaaa, solche Gedanken gabs zum Einen.

Und der andere Gedankenstrang war dann natürlich, wen ich mal gerne mit einer Teetasse bewerfen würde (würd ich natürlich nie mit einer Kaffeetasse machen, den Inhalt dort trink ich lieber). Meine top3 diese Woche wären dann:

Auf Platz 3: Bisher noch zu vergeben – da ich Urlaub hab, muss ich mich nicht so viel ärgern (über Kundschaft oder sonst was) wie sonst.

Auf Platz 2: Die Küchenhygienezerstörer, die eigentlich informiert sind, es aber ignorieren – siehe oben. Teilen sich aber den Platz mit meinem fehlenden Mumm.

Auf Platz 1: Die vorigen Hauseigentümer, die nach Vermehrungszahl im Vergleich zum letzten Sommer und so diese blöden Bodendeckerrhizomvermehrer wenige Monate vor dem Hausverkauf, zu einem Zeitpunkt, wo schon klar war, dass sie verkaufen, gepflanzt haben müssen. DANKE!

Ja, das alles denke ich morgens… Aber jetzt dürfte meine Waschmaschine durch sein, jetzt hänge ich die Wäsche auf, und dann gehts wieder ans Jäten!

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